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Altlastensanierung

Förderrichtlinie der Landeshauptstadt Hannover

Zuwendungen für Detailuntersuchungen und Maßnahmen der Altlastensanierung

Zwei Mitarbeiterinnen nehmen Bodenproben © LHH

Bodenuntersuchungen auf Verdachtsflächen

Private Grundstückseigentümer­innen und -eigentümer können Zuschüsse für die Untersuchung von altlastverdächtigen Flächen sowie für die Planung und Durchführung von Altlastensanierungen im Stadtgebiet von Hannover beantragen. Voraussetzung ist, dass diese Maßnahmen von der Region Hannover (untere Bodenschutz- und Wasserbehörde) angeordnet wurden. Die Stadt Hannover fördert unter bestimmten Voraussetzungen Untersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen bis zu 50% der Kosten. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde am 31.01.2013 vom Rat der Stadt Hannover beschlossen und ist am 01.02.2013 in Kraft getreten. Anträge zur Förderung von Untersuchungs- und Sanierungsmaßnahmen können laufend gestellt werden.

Wesentliche Bedingungen für die Antragstellung sind:

  1. Der/Die Antragsteller/in muss Eigentümer/in bzw. Erbbauberechtigte/r des Grundstücks sein, auf dem die Maßnahmen durchgeführt werden sollen.
  2. Der/Die Antragsteller/in darf nicht Verursacher/in des Schadens sein.
  3. Es muss eine schriftliche Anordnung oder Aufforderung von der Region Hannover oder eine Sanierungsvereinbarung mit der Region Hannover vorliegen.
  4. Das Untersuchungs- bzw. Sanierungskonzept mit den jeweiligen Kostenschätzungen muss mit der Region Hannover abgestimmt sein.
  5. Detailuntersuchungen sowie Planungsleistungen können unabhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen gefördert werden.
  6. Antragsteller/innen, die Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Vorsorge - also über das gesetzlich notwendige Maß hinaus - betreiben wollen, können unabhängig von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen Zuschüsse beantragen. Hier sind lediglich die Kosten für die Vorsorge förderfähig. Als Rahmen dienen die Standards für Verdachtsflächen, die bei der Bewilligungsstelle zu erfragen sind.
  7. Bei Anträgen für Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr (das von der Region Hannover geforderte gesetzliche Minimum) gilt: Stellen für den/die Antragsteller/in die Kosten der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen eine „besondere Belastung“ dar, können Zuschüsse beantragt werden. Zur Prüfung sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenzulegen.
  8. Eine „besondere Belastung“ liegt vor, wenn das Einkommen der Antragsteller/in den so genannten Einkommensgrenzwert, d.h. die jeweils in Anlehnung der aktuellen Regelsätze des Sozialgesetzbuches (SGB XII) sowie den Vermögensgrenzwert (in Anlehnung an SGB II) jeweils multipliziert mit dem Faktor 4,2 nicht überschreitet.
Einkommensgrenzwerte (netto)*
Haushaltsvorstand 382,00 €
Ehe-/Lebenspartner/in 345,00 €
Kind ab 18 Jahre 306,00 €
Kind bis 17 Jahre 289,00 €
Vermögensgrenzwert pro Familienmitglied: 3.100,00 €
* die Einkommensgrenzwerte in Anlehnung an SGB XII haben sich zum 01.01.2013 erhöht  
Beispiel: Ehepaar mit zwei Kindern
Haushaltsvorstand 1 382,00 €
Ehe-/Lebenspartner/in 1 345,00 €
Kind bis 17 Jahre 2 578,00 €
Summe   1.305,00 €
Faktor 4,2 (wird mit der Summe multipliziert)   4,2
Einkommensgrenzwert   5.481,00 €

Vermögensgrenzwert pro Familienmitglied:

3.100,00 € = 12.400,00 € multipliziert mit Faktor 4,2

  52.080,00 €

Antragsfristen:

  1. Für das Förderjahr 2013 sind Anträge bis zum 31. Oktober 2013 einzureichen.
  2. Für das Förderjahr 2014 sind Anträge bis zum 31. Oktober 2013 einzureichen.
  3. Für die Förderjahre 2015 und 2016 sind Anträge jeweils zum 31. Oktober des Vorjahres einzureichen.

 

Antragsformulare

können hier heruntergeladen werden

oder schriftlich sowie telefonisch (Tel. 0511-168-40602) bei nachfolgend genannter Bewilligungsstelle angefordert werden:

Weitere Informationen

können der Beschlussdrucksache zur Förderrichtlinie entnommen werden.