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Auskunft aus dem Altlastenverzeichnis

Eine gute Projektplanung erspart später Kosten. Wer sicher gehen möchte, holt rechtzeitig Auskünfte ein.

Conti Limmer © C. Kirsch, Region Hannover

Altlast Conti in Hannover Limmer

In der Region Hannover wurden seit 1978 systematisch Informationen über die Vornutzung von Grundstücken im gesamten Regionsgebiet gesammelt und aufbereitet. Nach umfangreichen Recherchen wie z.B. Auswertung von Adressbüchern, Firmenhandbüchern, historischen Karten und Bauakten wurden mehrere tausend Altstandorte erfasst. Durch topografische Karten und Luftbilder wurden mehrere hundert Altablagerungen ermittelt. Alle Informationen werden regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert. Wird ein bestehender Betrieb, in dem mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wird, stillgelegt, erfolgt die Aufnahme in das Altlastenverzeichnis.

Dieser Service richtet sich an:

  • Grundstückseigentümer
  • Kaufinteressenten
  • Pächter
  • Mieter
  • Architekten
  • Investoren
  • Bauherren
  • Makler
  • Banken
  • Notare
  • Amtsgerichte

Altlasten sind mit der Industrialisierung in den letzten 150 Jahren entstanden. Bis in die jüngere Vergangenheit wurden umweltgefährdende und gesundheitsschädliche Stoffe sorglos eingesetzt, Produktionsabfälle und Müll in Kiesgruben verkippt. Erst mit dem Wissen über die Gefahren für Menschen, Pflanzen und die Gewässer erfolgte ein Umdenken; es wurden umfangreiche Umweltgesetze erlassen. Die Belange des Bodenschutzes und der Altlastensanierung wurden erstmals 1999 durch des Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) einheitlich geregelt. Ergänzende landesspezifische Regelungen erfolgten in Niedersachsen mit dem Niedersächsisches Boden­schutz­gesetz (NBodSchG).

In der Region Hannover wurden seit 1978 systematisch Informationen über die Vornutzung von Grundstücken im gesamten Regionsgebiet gesammelt und aufbereitet. Nach umfangreichen Recherchen wie z. B. Auswertung von Adressbüchern, Firmenhandbüchern, historischen Karten und Bauakten wurden mehrere tausend Altstandorte erfasst. Durch topografische Karten und Luftbilder wurden mehrere hundert Altablagerungen ermittelt. Alle Informationen werden regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert.

Nicht von jeder im Altlastenverzeichnis erfassten Fläche geht eine Gefahr aus, so stellt beispielsweise eine Verfüllung mit sauberem Bodenaushub eine Altablagerung aber keine Altlast dar. Altablagerungen und Altstandorten können den Wert und die Nutzbarkeit von Grundstücken beeinflussen. Beispielsweise kann es bei Baumaßnahmen zu erheblichen Mehrkosten für die Entsorgung von Aushub­material kommen. Doch Altablagerungen und Altstandorte müssen kein Hinderungsgrund für Ihr Vorhaben sein. Eine frühzeitige Berücksichtigung der "Altlasten­proble­matik" - schon in der ersten Planungsphase - ermöglicht in den meisten Fällen eine Rea­lisierung Ihrer Pläne.

Wie erhalte ich Auskunft?

Jeder hat auf Antrag das Recht, vorhandene oder bereitgehaltene Umweltinformationen (z. B. Daten, Tatsachen oder Erkenntnisse über Altablagerungen und Altstandorte) mitgeteilt zu bekommen. Ausnahmen davon sind u. a. dann gegeben, wenn es sich bei den Informationen um schutzwürdige persönliche Daten oder Betriebs- bzw. Geschäftsgeheimnisse handelt. Die Behörde muss dann im Einzelfall prüfen, ob entsprechende Daten weitergegeben werden dürfen. Um Übermittlungsfehlern und Irrtümern vorzubeugen, ist die Anfrage grundsätzlich in schriftlicher Form zu stellen. Sie können die Anfrage auch als Email über die Adresse Bodenschutz@Region-Hannover.de übermitteln. Für die Anfrage nutzen Sie bitte das Formular, das Sie von dieser Seite herunterladen können.

Gebühren

Die Gebühren richten sich nach dem Umfang der vorliegenden Informationen und berücksichtigen insbesondere den entstandenen Verwaltungsaufwand. Die Grundlagen hierzu bilden das Niedersächsische Umwelt-Informationsgesetz (NUIG) in Verbindung mit dem Niedersächsischen Verwaltungskostengesetzes (NVwKostG).