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Aktiv Fläche sparen

Flächenrecycling / Bodenmanagement

Flächenrecycling und vorsorgender Bodenschutz als Voraussetzung für eine flächenschonende Siedlungsentwicklung

Pflaster © Landeshauptstadt Hannover

In der Bundesrepublik nimmt die Fläche für Siedlung und Verkehr um 87 Hektar pro Tag zu. Das sind 10 m² pro Sekunde. Hierdurch gehen wertvolle Flächen für Natur und Landwirtschaft verloren. Ein Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist es daher, die Inanspruchnahme solcher Flächen bis zum Jahr 2020 auf bundesweit 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Dieses ambitionierte Ziel ist nur zu erreichen, wenn jede Kommune aktiv ihren Beitrag dazu leistet und Alternativen zum „Bauen auf der Grünen Wiese“ entwickelt.

„Aktiv Fläche sparen“ bedeutet:

  • Stärkung der Innenentwicklung und Schonung bisher unberührter Flächen,
  • Begrenzung der Bodenversiegelung auf das Unvermeidliche,
  • Erhalt und Vernetzung ökologisch bedeutsamer Freiräume durch vorsorgenden Bodenschutz,
  • Wiedernutzbarmachung von Industriebrachen und anderen schadstoffbelasteten Flächen (Flächenrecycling, Altlastensanierung).

Schadstoffbelastete Böden sind in urbanen Räumen keine Seltenheit. Im Stadtgebiet von Hannover sind rund 8000 Verdachtsflächen bekannt, in den Innenbereichen finden sich flächenhafte Auffüllungen aus Kriegstrümmerschutt. Gesundes Wohnen und Arbeiten setzt jedoch eine bestimmte Bodenqualität voraus. Neben den gesetzlich vorgegebenen Werten der Bundes-Bodenschutzverordnung gelten in Hannover vorsorgeorientierte Höchstwerte für Bodenschadstoffe, die beim Planen und Bauen im kommunalen Einflussbereich Anwendung finden.