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Grippe

Impfung schützt und unterbricht die Ansteckungskette

Region Hannover empfiehlt eine schützende Impfung im Oktober und November.

Ein Mann hat die rechte Schulter entblößt, ein anderer Mann trägt einen weißen Kittel und hat eine Spritze in der Hand. © Region Hannover

Schutz vor Grippe: Regionspräsident Hauke Jagau lässt sich von Andy Moldenhauer, Betriebsarzt der Region Hannover, gegen Grippe impfen.

Schnupfen, Husten, ein wenig Halskratzen? Mit einer normalen Erkältung werden gesunde Menschen nach wenigen Tagen fertig. Doch wenn die echte Grippe zuschlägt, wird es vor allem für ältere und immunschwache Personen gefährlich. Mit einer Grippeimpfung kann das Risiko vermindert werden. "Wer sich impfen lässt, schützt auch andere. Denn je mehr Menschen eine Grippeimpfung erhalten haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ansteckende Viren auf immungeschützte Personen treffen und die Ansteckungskette dann unterbrochen wird", sagt Dr. Mustafa Yilmaz, Amtsarzt der Region Hannover, und animiert zu Beginn der diesjährigen Grippesaison die Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. "Damit kann die Ausbreitung von Grippeerkrankungen verringert werden."

Um der jährlichen Grippewelle zu Anfang des Jahres entgegenzuwirken, empfiehlt der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover eine Impfung in den Monaten Oktober und November. Regionspräsident Hauke Jagau geht mit gutem Beispiel voran und ließ sich jetzt von seinem Betriebsarzt Andy Moldenhauer impfen. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. "Aber auch eine Impfung zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle kann noch sinnvoll sein, schließlich ist nie genau vorhersehbar, wie lange eine Welle andauert", sagt Dr. Yilmaz. Grippeviren übertragen sich in der Regel über Tröpfchen, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen. Aber auch über die Hände und über Gegenstände, wie beispielsweise Türklinken, Haltegriffe oder Treppengeländer, an denen Viren haften, ist eine Ansteckung möglich.

Fragen und Antworten

Knapp 30 Prozent der Deutschen ließen sich nach einer bundesweiten Studie in der vergangenen Saison gegen Influenza, im Volksmund als Grippe bekannt, impfen. Bei Über-60-Jährigen lag die Quote bei rund 50 Prozent. Die wichtigsten Fragen zur Impfung hat der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover zusammengefasst:

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für folgende Personengruppen:

  • alle Personen ab 60 Jahren
  • alle Frauen, die während der Grippesaison schwanger sind
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens; dazu gehören zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose, Immundefizite oder HIV)
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung wie medizinisches Personal
  • Personen, die eine Infektionsquelle für Risikogruppen sein könnten (Altenpflegerinnen und -pfleger, medizinisches Personal, u.a.)

Kann auf eine Grippeimpfung verzichtet werden, wenn im Vorjahr beimpft wurde?

Die Ständige Impfkommission rät grundsätzlich, dass sich alle Personen, denen eine Grippeimpfung empfohlen wird, jedes Jahr im Herbst impfen lassen sollten. Die Antigen-Zusammensetzung der Impfstoffe wird jährlich den veränderten Eigenschaften der Grippeviren angepasst. Daher bieten nur die Impfstoffe für die jeweilige Saison den besten Schutz gegen eine Erkrankung. Darüber hinaus lässt der Impfschutz nach, je länger die Impfung zurückliegt, so dass viele Geimpfte nach Ablauf eines Jahres vermutlich nicht mehr ausreichend geschützt sind.

Warum kann die Wirksamkeit des Impfstoffes von Saison zu Saison variieren?

Das Erbgut von Grippeviren verändert sich ständig. Um diese Veränderungen zu beobachten, untersuchen Labore weltweit die zirkulierenden Influenzaviren (Grippeviren) und übermitteln die Ergebnisse an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das am Robert-Koch-Institut angesiedelte Nationale Referenzzentrum für Influenza. Auf Grundlage dieser Daten empfiehlt die WHO die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes – und das bereits zu Anfang des Jahres, weil andernfalls die Hersteller nicht genügend Zeit für die Produktion des Impfstoffes haben. In der Zwischenzeit verändern sich die Grippeviren jedoch weiter. Die Schutzwirkung des Impfstoffes kann sich so im Laufe einer Grippesaison verändern.

Warum sollten sich Personen mit Grunderkrankungen impfen lassen?

Personen mit Grundkrankheiten haben ein erhöhtes Risiko, schwere oder sogar tödliche Krankheitsverläufe einer Grippeinfektion zu entwickeln. Besonders gefährdet sind Personen, die eine Überempfindlichkeit der Atemwege oder eine eingeschränkte Lungenfunktion haben – beispielsweise Menschen mit Asthma, chronischer Bronchitis oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung. Auch Menschen, die unter chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes oder einer anderen Stoffwechselkrankheit leiden und Personen mit einem eingeschränkten Immunsystem durch eine Erkrankung oder Medikamenteneinnahme sind besonders gefährdet.

(Veröffentlicht: 17. Oktober 2016)