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Chance Einzelhandel

Projekt geht in die dritte Runde

Wer erfolgreich ein Praktikum mitmacht, hat einen Ausbildungsplatz sicher.

Ein junger Mann steht vor einem Einkaufsmarkt. © Handelsverband Hannover

Ahmet Alzin absolviert eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel.

Arbeitslosen Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich durch ein Praktikum im Einzelhandel für eine Ausbildung zu qualifizieren: Das ist die Idee des Projekts „Chance Einzelhandel“. Dank der Finanzierung und Begleitung des Projekts durch die Agentur für Arbeit Hannover, das Jobcenter Region Hannover sowie die Region Hannover konnten mittlerweile in zwei Durchgängen 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Ausbildung vermittelt werden. Am 1. Dezember geht die vom ESTA-Bildungswerk und dem Handelsverband Hannover durchgeführte Maßnahme in die dritte Runde.

„Chance Einzelhandel“ richtet sich an arbeitslose junge Frauen und Männer, die aufgrund ihrer persönlichen und gesundheitlichen Situation generell für einen Beruf in der Einzelhandelsbranche geeignet sind. Es geht darum, Interesse für einen Beruf zu wecken, durch eine reflektierte Praxiserfahrung gezielt vorzubereiten und dann in Ausbildung zu vermitteln. Die Teilnehmenden erhalten bereits zu Beginn des Projekts die Zusage: „Wer erfolgreich mitmacht, hat einen Ausbildungsplatz sicher.“

„Das Projekt zeigt, dass auch junge Leute mit nicht optimalen Startchancen im Betrieb bestehen können, wenn sie professionell vorbereitet und begleitet werden“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

„Der Handelsverband Hannover hat dieses Projekt mit ins Leben gerufen, da unsere Mitgliedsbetriebe immer auf der Suche nach motiviertem Nachwuchs sind. Dabei kommt es ihnen nicht nur auf gute Schulnoten an. Die Qualifikation für den Beruf ist vielfältig“, erklärt Arne Decker vom Handelsverband Hannover.

Vom Praktikum zum Ausbildungsplatz

„Den Beratungsfachkräften der Agentur für Arbeit Hannover ist es wichtig, dass Berufswahlentscheidungen auf persönlichen und handlungsorientierten Erfahrungen aus erster Hand basieren. Das Projekt ‚Chance Einzelhandel‘ bietet diese konkrete Möglichkeit, persönliche Erfahrungen direkt am Arbeitsplatz zu machen“, sagt Hans-Ulrich Koch, Teamleiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hannover.

„Der Start in den Beruf gelingt am besten, wenn wir bereits in der Berufsorientierung mit den Ausbildungsbetrieben eng zusammenarbeiten können. Das Projekt ‚Chance Einzelhandel‘ ist auch auf andere Branchen übertragbar“, sagt Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Region Hannover.

Ein gutes Beispiel für den Erfolg des Projekts ist Dina Zaharia. Die junge Abiturientin kam erst vor drei Jahren nach Deutschland und hatte es aufgrund der Sprachbarrieren schwer, sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu orientieren. Dank „Chance Einzelhandel“ konnte sie sich im Praktikum bewähren und einen begehrten Ausbildungsplatz bei MANGO sichern. Gerade hat die heute 21-Jährige ihre Zwischenprüfung erfolgreich absolviert und sich entschieden, die zweijährige Ausbildung zur Verkäuferin zu verlängern und nach einem weiteren Jahr als Kauffrau im Einzelhandel abzuschließen. Dina Zaharia hat ihre „Chance Einzelhandel“ genutzt: „Ohne die Unterstützung, das Bewerbungstraining und das immer offene Ohr meiner Betreuer wäre ich nicht hier.“

Das bestätigt auch Ahmet Alzin, der seit August eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bei NETTO absolviert. Der 20-jährige kam nach dem Förderschulabschluss und anderen Maßnahmen zum Projekt „Chance Einzelhandel“. Hier lernte Ahmet Alzin unter anderem, wie er sich erfolgreich bewirbt, Bewerbungsgespräche führt und den Arbeitsalltag bewältigt. Sein Chef, Filialleiter Sener Barut, ist voll und ganz zufrieden: „Herr Alzin ist sehr zuverlässig und freundlich und steht den anderen Auszubildenden in nichts nach.“

Insgesamt 44 Motivierte im Alter von 16 bis 25 Jahren starteten bisher im Projekt „Chance Einzelhandel“. 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten in der Orientierungsphase fest, dass der Handel nicht das richtige Berufsfeld für sie ist. 32 junge Menschen gingen in die Praxisphase. Davon sicherten sich 15 abschließend einen Ausbildungsplatz, ein Teilnehmer entschied sich für ein Arbeitsverhältnis.