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Integration und Teilhabe

Soziale Arbeit für psychisch kranke Flüchtlinge

Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. soll 56.000 Euro von der Region Hannover erhalten um Flüchtlinge in ihren Unterkünften aufzusuchen und Rat und Hilfe anzubieten.

Menschen, die nach Deutschland als Flüchtlinge gekommen sind, haben sehr häufig Krieg, Gewalt, Hunger und Flucht erlebt und durchlitten. Bei vielen von ihnen bleibt ein Trauma – ein Hindernis auf dem Weg zur Integration und gesellschaftlichen Teilhabe. Die Region Hannover will diesen Menschen jetzt gezielt helfen: Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN) soll 56.000 Euro erhalten, um Flüchtlinge in ihren Unterkünften aufzusuchen und Rat und Hilfe anzubieten. So sieht der Vorschlag der Regionsverwaltung aus, dem der Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit der Region Hannover in seiner Sitzung am Donnerstag (24.11.) grünes Licht gegeben hat. Abschließend entscheidet darüber am 13.12. die Regionsversammlung.

„Flüchtlingen fehlen in der Regel die Informationen, wo und wie sie Hilfe bei psychischen Belastungen oder Erkrankungen erhalten. Dazu kommen Sprachbarrieren und fehlende Mobilität“, sagt Sozialdezernent  Erwin Jordan. „Wir haben festgestellt, dass diese Menschen nicht ohne Unterstützung die Hilfe finden, die sie benötigen. Die Hilfe muss zu ihnen kommen.“ Vor diesem Hintergrund habe die Region Hannover das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. um ein Angebot für eine fachliche Unterstützung gebeten. Entstanden ist das Projekt „Aufsuchende soziale Arbeit für psychisch kranke Flüchtlinge in Unterkünften der Region Hannover.“

„Wir planen, dass das NTFN direkt in die Wohnheime in den 20 Umlandkommen geht“, sagt Thomas Heidorn, Leiter des Fachbereichs Soziales der Region Hannover. „Außerdem besteht die Möglichkeit, dass der Sozialpsychiatrische Dienst der Region Flüchtlinge an das NTFN vermittelt. Wir wünschen uns eine enge Verzahnung der Arbeit des NTFN und des Sozialpsychiatrischen Dienstes.“ Ziel sei ein Angebot, das passgenau auf die einzelnen Menschen und Schicksale eingehe.

(erstellt: 25.11.2016)