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Naturparkhaus für Mardorf

Inbetriebnahme für 2016 geplant

Nach Architektenwettbewerb: Das Naturparkhaus für Mardorf nimmt Formen an, die neue Attraktion soll am Nordufer des Steinhuder Meeres entstehen.

Der Architektenwettbewerb für das geplante Naturparkhaus in Mardorf ist entschieden: Das Preisgericht vergab den 1. Preis an das Büro btp architekten Hannover (Nils Brandenburg und Oliver Tebarth). Umweltdezernent Axel Priebs sprach Lob aus: "Die Anforderung war, ein Gebäude zu schaffen, das sich gut in die Umgebung einpasst, das Raum für eine Ausstellung über den Lebensraum am Nordufer des Steinhuder Meer bietet, das aber auch Teile der Geschäftsstelle des Naturparks beherbergt. Der Siegerentwurf hat diese Vorgaben bestmöglich umgesetzt." Wenn der Regionsausschuss in seiner Sitzung am 22. Juli zustimmt, wird die Regionsverwaltung die erforderlichen weiteren Schritte zur Umsetzung des Bauvorhabens vornehmen. Eine Inbetriebnahme ist dann im Jahr 2016 möglich.

Gebäude mit hoher Funktionalität

Noch ist das Informationszentrum des Naturparks Steinhuder Meer in Mardorf im Haus des Gasts untergebracht. Das soll sich ändern. Die Region Hannover plant mit der Einrichtung eines Naturparkhauses am Nordufer eine weitere Attraktion im Naturpark. Für den Neubau ist ein Grundstück nahe der Jugendherberge in Mardorf direkt am belebten Uferweg ausgeguckt. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs hatte die Region Hannover im Frühjahr sechs Architekturbüros eingeladen, Entwurfskonzepte für das neue  Naturparkhaus zu entwickeln. Aus den fünf eingereichten Arbeiten erkannte die Jury im Juni btp architekten den ersten Preis zu. Ausschlaggebend dafür war für die Preisrichter insbesondere die hohe Funktionalität des Gebäudeentwurfes: "Der Entwurf erfüllt die Anforderungen an die Passivhausbauweise. Der kompakte Baukörper trägt mit seiner Dämmung sowie passivhaustauglichen Fenstern zu Energieeffizienzsteigerung bei."

Die Erschließung des Gebäudes soll vom Uferweg aus über einen in Nord-Süd-Richtung durch das Gebäude verlaufenden stegartigen Weg erfolgen, der auch das innere Rückgrat der Gebäudestruktur bildet. Dieses "Erschließungsband" ermöglicht eine durchgängige barrierefreie Zugänglichkeit. Der zweigeschossige Baukörper gräbt sich dabei mit dem Sockelgeschoss in die vorhandene Dünentopographie des Grundstücks ein. Ein durch die geschlossenen Seiten introvertierter Ausstellungsraum bietet günstige und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für verschiedene Ausstellungskonzepte. Durch die vollständig verglaste Südseite blicken die Besucher auf das Steinhuder Meer. Dem Gebäude vorgehängt sich eine Fassade aus CorTenstahl.

Die geplante Ausstellung

Im Naturparkhaus soll eine Ausstellung über den Lebensraum Nordufer zu sehen sein. Mögliche Inhalte sind das Leben an und mit den Mooren am Nordufer bis hin zur industriellen Abtorfung mit ihren Produkten und Folgewirkungen sowie die zukünftige Renaturierung mit ihren Zielsetzungen und Auswirkungen, insbesondere auch für den Klimaschutz. Die Ausstellung wird die vorhandenen Schauräume in der Infoscheune Steinhude und der Infostation auf der Insel Wilhelmstein des Naturparkes Steinhuder Meer, in der ÖSSM in Winzlar und im MOORiZ in Resse ergänzen.

(Veröffentlicht: 14. Juli 2014)

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