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Filmklappe 2013

Hollywood an der Leine

Preise des Kurzfilmwettbewerbs für Kinder und Jugendliche aus Region Hannover und Landkreis Celle verliehen.

Hannover – Licht aus, Beamer an: In den Hochhaus Lichtspielen am hannoverschen Steintor wurden am Sonnabend (8.6.) zum siebten Mal die Preise der „Hannover Filmklappe“ verliehen. Der Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche der Medienzentren der Region Hannover und des Landkreises Celle ist die größte Konkurrenz ihrer Art in Niedersachsen. Die strahlenden Siegerinnen und Sieger in den verschiedenen Alterskategorien kommen in diesem Jahr aus Hannover, Burgwedel, Langenhagen, Lehrte, Sehnde und Springe.

Erste Erfahrungen mit der Kamera

„Die ’Hannover Filmklappe’ ist für viele angehenden Filmemacherinnen und Filmemacher Experimentierfeld und erster ambitionierter Gehversuch im Umgang mit der Kamera zugleich“, sagte Filmklappen-Organisator Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover. „Wir sind immer wieder überrascht vom Einfallsreichtum, der Energie und dem Aufwand, den die jungen Regisseurinnen und Regisseure in ihre kleinen Werke stecken.“

Auch wenn die Beteiligung mit 41 eingesandten Beiträgen an der Filmklappe deutlich unter der Resonanz der Vorjahre liegt, sieht Plasger die Begeisterung, aber auch Notwendigkeit, sich in der Schule mit dem Leitmedium Film auseinanderzusetzen, ungebrochen. „Von vielen Schulen wissen wir, dass zahlreiche Filmprojekte aufgrund des extrem kurzen Schuljahres einfach nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Dennoch sind wieder der Großteil der Beiträge in Klassenprojekten oder Schul-AGs entstanden. Daher bin ich sicher, dass sich die Jury im nächsten Jahr wieder zwischen deutlich mehr Filmen entscheiden muss.“

Alle Schulformen mit dabei

Prämiert wurden neun Filme, ein Film wurde lobend erwähnt – jeweils die besten Beiträge in den Kategorien Kindertagesstätten/Grundschulen, Förderschulen, Klassen 5-7, Klassen 8-10 und Klassen 11-12/BBS. Eine fachkundige Jury aus medienpädagogischen Beratern, Mitarbeitern in der Filmbranche sowie jungen Filmschaffenden haben die Beiträge nach Originalität der Story, schauspielerischer und kreativer Inszenierung sowie dem Einsatz filmgestalterischer Mittel ausgewählt. Als Gewinn erhielten die Erstplazierten jeweils 200 Euro, die Zweitplazierten einen Kinobesuch mit Freigetränk für die ganze Filmcrew.

Inhaltlich orientierten sich die Wettbewerbsbeiträge auch in diesem Jahr vorwiegend am realen sozialen und gesellschaftlichen Kontext der Kinder und Jugendlichen, so Uwe Plasger. „Alkoholkonsum, Mobbing in der Schule, Kommunikation über das Internet und Liebesgeschichten sind häufig aufgegriffene Themen. Aber auch in diesem Jahr fehlten nicht die beliebten Genres Horror, Science Fiction oder Fantasy und Kriminalfilm.“

Filmstreifen mit sieben Bildern © Region Hannover

Sieger des Kurzfilmwettbewerbs

Auffällig: Viele der jungen Filmemacherinnen und Filmemacher haben sich in ihren Kurzwerken intensiv mit filmgestalterischen Mitteln auseinandergesetzt und bestimmte Techniken für die Dramaturgie angewandt. Dazu zählt Plasger etwa die Parallelmontage, das Suspense-Prinzip oder die Wirkung von Licht, Musik und Einstellungen im Horrorfilm. „Der erkennbar bewusste Einsatz der Kamera oder von Montageprinzipien freut uns natürlich ganz besonders, weil wir darin auch die umfangreichen Anstrengungen der Filmbildung in Niedersachsen wiedererkennen, die die Medienzentrum der Region Hannover und des Landkreises Celle seit vielen Jahren für die Schulen leisten.“

Auch das Urheberrecht ist zu berücksichtigen

Während sich hinsichtlich der Bildgestaltung also weiter eine Qualitätsentwicklung beobachten lässt, bleibt die Tonspur hingegen oft vernachlässigt. Vor allem auf die rechtlich einwandfreie Verwendung von Filmmusik legt der medienpädagogische Berater großen Wert: „Leider wurde in einer viel zu hohen Zahl von Beiträgen urheberrechtlich geschützte Musik eingesetzt, obwohl wir in der Wettbewerbsausschreibung klar darauf hingewiesen haben, dass dafür eine Erlaubnis der Urheber erforderlich ist. Dass das auch geht, haben zwei Förderschulen gezeigt, die sich Genehmigung unter anderem für einen Song von Xavier Naidoo eingeholt hatten.“

Die 1. Sieger der „Hannover Filmklappe 2013“ nehmen im Februar 2014 automatisch an der „Niedersachsen Filmklappe“ teil. „Viele der großen Regisseure von heute haben auch mal Kurzfilmen angefangen. Unser Wettbewerb stärkt einerseits durch den Umgang mit der Kamera die heute so wichtige Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, andererseits ist die Konkurrenz für den einen oder anderen sicher auch ein Ansporn, in dem Metier weiter zu machen“, so Uwe Plasger.

Seit dem Jahr 2007 gibt es den jährlichen Kurzfilmwettbewerb „Hannover Filmklappe“. Organisatoren der diesjährigen Ausgabe sind die Medienzentren der Region Hannover und des Landkreises Celle. Kooperationspartner sind die Hochhaus-Lichtspiele, das Kino am Raschplatz, die Kammer-Lichtspiele Celle, die Neue Schauburg in Burgdorf, das Andere Kino in Lehrte sowie das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.