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Fünf Jugendliche sitzen auf Kinosesseln, ein Mann steht dahinter. © Lachmund, Region Hannover

1. Platz Klasse 11-13: Jona Winkler (von links nach rechts), Robert Daues, Niklas Heib, Puyan Mayer und Tjark Thedens von der IGS List und IGS Roderbruch überzeugten die Jury mit ihrem Kurzfilm "Origami". Dahinter Filmklappen-Organisator Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover

Hannover Filmklappe 2016

Hollywoodreif: 10 Jahre Kurzfilmwettbewerb

Preise für junge Filmemacher und Drehbuchautorinnen: Beim Kurzfilmwettbewerb "Hannover Filmklappe" wurden 12 Filme in sieben Kategorien prämiert, neu bei der zehnten Auflage war die Sonderkategorie "60 seconds". Tipp: Alle Filme online anschauen.

Medienkompetenz fördern

2.500 Nachwuchstalente, 490 Filme: Seit zehn Jahren ist die Hannover Filmklappe einer der gefragtesten regionalen Kurzfilmwettbewerbe in Niedersachsen und eine feste Größe in der heimischen Medienlandschaft. Zum zehnten Mal wurden am Samstag, 22. Oktober 2016, im Kino Hochhaus Lichtspiele in Hannover die Preise an die besten Kreationen junger Filmschaffender aus der Region Hannover und dem Landkreis Celle verliehen. Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover, zeigte sich nicht nur beeindruckt von der "Kreativität und dem Einfallsreichtum" der Kinder und Jugendlichen, sondern hob auch die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit hervor: "Die Medienwelt und ihre Möglichkeiten verändern sich rasend schnell. Umso wichtiger ist es, so früh wie möglich die Medienkompetenz der Jugendlichen zu fördern. Es ist beeindruckend, wie kreativ Kinder und Jugendliche mit dem Medium Film umgehen."

Insgesamt wurden 33 Filme eingereicht, die in sieben Kategorien gegeneinander ins Rennen gingen. 230 Kinder und Jugendliche haben sich in den vergangenen Monaten als Drehbuchautor, Cutter oder Kameramann versucht. "Die Ergebnisse können sich sehen lassen", sagt Uwe Plasger, Filmklappen-Organisator vom Medienzentrum der Region Hannover. "Es ist interessant zu sehen, wie die inhaltliche Ausrichtung der Filme von Jahr zu Jahr wechselt. Gab es 2015 vermehrt Beiträge aus der Themenwelt Fantasy und Science Fiction, so stehen in diesem Jahr zwischenmenschliche Beziehungen wie Freundschaft und Liebe im Vordergrund", so Plasger. Er freue sich besonders über die fünf Beiträge in der Kategorie "60 seconds", die als Sonderkategorie zum zehnjährigen Bestehen der Hannover Filmklappe ausgelobt wurde. "Hier waren die jungen Filmemacherinnen und Filmemacher gefordert, eine kleine Geschichte in nur 60 Sekunden zu erzählen, natürlich unter Beibehaltung der filmgestalterischen und kreativen Rahmenbedingungen wie sie auch für die übrigen Kategorien gelten", erläuterte Plasger. Auch wurden Filme eingereicht, die in Zusammenarbeit mit anderen Initiativen entstanden sind und nicht Teil des Unterrichts oder von AGs an Schulen waren. Besonders erfreulich sei die Einreichung von drei Musikvideos – "ein Genre, das sonst sehr selten bedient wird". Bedauerlich dagegen sei, dass in diesem Jahr kein Beitrag von den Förderschulen eingereicht wurde. "Wir führen das auf die Veränderungen in der Schullandschaft und die Anforderungen an die Lehrkräfte und an die Schülerinnen und Schüler zurück."

Für "Niedersachsen Filmklappe" qualifiziert

Bewertet wurden die Wettbewerbsfilme von einer fachkundigen Jury aus medienpädagogischen Beratern, Mitarbeitern in der Filmbranche sowie jungen Filmschaffenden nach Originalität der Story, schauspielerischer und kreativer Inszenierung sowie dem Einsatz filmgestalterischer Mittel. Prämiert wurden insgesamt zwölf Filme – jeweils die beiden besten Beiträge in den Kategorien Kindertagesstätten/Grundschulen, Klassen 5-7, Klassen 8-10, Klassen 11-13/BBS sowie in der Sonderkategorie "60 seconds". Zweimal hat die Jury zwei zweite Plätze vergeben. Als Gewinn erhielten die Erstplatzierten jeweils 200 Euro, die Zweitplatzierten einen Kinobesuch mit Freigetränk für die ganze Filmcrew. Die 1. Sieger der "Hannover Filmklappe 2016" nehmen automatisch an der "Niedersachsen Filmklappe" teil, bei der sie gegen die Erstplatzierten aus 14 anderen regionalen Filmklappen Niedersachsens antreten.

Jährlicher Kurzfilmwettbewerb seit 2007

Seit dem Jahr 2007 gibt es die "Hannover Filmklappe". Der jährliche Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche der Medienzentren der Region Hannover und des Landkreises Celle ist inzwischen zu einer festen Größe in der Jugend-Filmszene Hannovers geworden. Kooperationspartner sind die Hochhaus-Lichtspiele, das Kino am Raschplatz, die Kammer-Lichtspiele Celle, die Neue Schauburg in Burgdorf, das Andere Kino in Lehrte sowie das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.

Zu den Filmen

Preisträger der Hannover Filmklappe 2016

Kategorie: Kindertagesstätten/Grundschulen

1. Platz: "Der süße Brei" (Lege-Trickfilm, 6 Min.)

Kinder der Martinskita Engelbostel

Leitung: Steven Selladurai

Inhalt: Nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. Ein Mädchen und seine Mutter leben in Armut und Hunger. Eines Tages trifft das Mädchen im Wald eine alte Frau. Diese gibt dem Mädchen einen Topf, der auf Kommando Brei kocht und ebenso auf Kommando mit dem Kochen aufhört. Doch letzteres vergisst die Mutter eines Tages.

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2. Platz: "Das Geräusch" (Realfilm, 14 Min.)

Klasse 4c der Grundschule Wasserkamp, Hannover

Leitung: Sebastian Tschirner

Inhalt: Eine Schulklasse übernachtet in ihrem Klassenraum. Als sie aufwachen, hören sie ein unheimliches Geräusch. Als ihr Lehrer gerade nicht anwesend ist, entscheiden die Schülerinnen und Schüler, der Sache auf den Grund zu gehen und machen im Keller eine "grausige" Entdeckung.

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Kategorie: Sekundarbereich Klassen 5 - 7

1. Platz: "Generation XYZ" (Realfilm, 7 Min.)

Film-AG der IGS Bothfeld

Leitung: Katarina Kropp

Inhalt: Zwei Mädchen und zwei Jungen verabreden sich zum Videospiel. Doch das eine Pärchen lässt das andere nicht spielen. Es kommt zum Streit, der auf überraschende Weise gelöst wird.

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2. Platz: "Wir sind für dich da" (Musikvideo, 4 Min.)

Ein Rap-Film-Projekt mit Kindern aus dem Stadtteil Sahlkamp, Hannover

Leitung: Gemeindewesenarbeit Sahlkamp

Inhalt: In dem Musikvideo geht es um die Erkenntnis, dass man das Leben anders sieht, wenn die beste Freundin oder der beste Freund schwer erkrankt ist und in solch einem Fall niemand alleine ist.

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Kategorie: Sekundarbereich Klassen 8 - 10

1. Platz: "Einen Grund haben" (Realfilm, 7 Min.)

Marie Langer, Enikö Zöller, Alexandra Deikun, Emily Omino (Leibniz Schule, Hannover)

Inhalt: Der Kurzfilm entstand im Rahmen des "Cityzooms Leibniz"-Projektes anlässlich des Leibniz-Jahres und setzt eine grundlegende Ansicht des Universalgelehrten mit filmischen Mittel und in die heutige Zeit versetzt um: "Existieren bedeutet nichts anderes, als einen Grund zu haben".

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2. Platz: "Halo" (Realfilm, 6 Min.)

Julia Winkelhaus, Lena Wilke, Nele Noltemeyer,

Xenia Janus (Hermann-Billung-Gymnasium, Celle)

Inhalt: Lucie und Mika sind schon von Kindesalter an beste Freunde, sie haben sich immer alles erzählt und kennen den anderen bis auf das kleinste Detail. So denkt zumindest Mika. Doch seit einiger Zeit verhält sich Lucie komisch und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

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2. Platz: "In buntem Licht" (Musikvideo, 6 Min.)

Schülerinnen und Schüler der Caroline-Herschel-Schule, Garbsen

Leitung: Nicole Lavacca

Inhalt: Das Musikvideo, dessen Hauptpart eine Stop-Motion-Sequenz ist, entstand im Rahmen des inklusiven Kurzfilmwettbewerbs "ganz schön mutig" und vermittelt die Botschaft, dass Mut relativ ist. Das, was den einen viel Mut kostet, dafür braucht jemand anderes vielleicht kaum Überwindung. Der Mut jedes einzelnen sollte erkannt und anerkannt werden.

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Kategorie: Sekundarbereich Klassen 11 - 13 / BBS

1. Platz: "Origami" (Realfilm, 4 Min.)

Jona Winkler, Tjark Thedens, Puyan Mayer, Robert Daues, Niklas Heib, Svenja Franßen (IGS List, IGS Roderbruch)

Inhalt: Der Origami-Kranich gilt als Symbol für ein langes erfülltes Leben. Doch etwas fehlt in Gregors Leben: Marliese, die Frau, die er seit seiner Jugend liebt. Seine Hoffnung schreibt er in Briefen nieder, die er an Orte aus ihrer Vergangenheit schreibt. Doch sie kommen immer wieder als 'unzustellbar' zurück. Aber wie sagt eine Origami-Legende: "Demjenigen, welcher tausend Kraniche faltet, dem soll ein Herzenswunsch erfüllt werden".

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2. Platz: "Das Glück der Erde" (Realfilm, 10 Min.)

Carolin Ditrich, Lisanne Hähndel, Anna Küper,

Simon Wildt (Alice-Salomon-Schule, Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium, Hannover)

Inhalt: Die drei Freundinnen Emma, Mila und Maria treffen bei einem Ausflug auf ein herrenloses Pferd. Emma gelingt es, das Pferd vorerst bei ihrer Großmutter in deren Pferdestall einzuquartieren und gewinnt rasch das Vertrauen des Tieres. Doch dann taucht eine mysteriöse Frau auf, die sich als Besitzerin des Pferdes ausgibt.

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2. Platz: "Max" (Realfilm, 13 Min.)

Nele Heberlein, Viktoria Sochor, (IGS Roderbruch)

Inhalt: Um seine Trauer über den Tod seiner Oma zu verarbeiten, malt der neunjährige Max dunkle Bilder. Sein imaginärer Freund, ein düsterer Clown, begleitet ihn Tag und Nacht. Doch kann Max ihm wirklich trauen? Der Vater von Max hat wenig Zeit für ihn und so macht sich Max auf den Weg, seine Oma zu finden.

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Sonderpreise "60-Seconds-Clip"

"Don't worry, be happy" (Realfilm, 1 Min.)

Yasmin Becker (15), Zelda Becker (13),

Lilli Böttcher (15)

(Gymnasium Ernestinum Celle)

Inhalt: Mach dir keine Sorgen über eine schlechte Note. Das kann jedem mal passieren und es bringt nichts, darüber traurig zu sein.

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"Home sweet home" (Lego-Trickfilm, 1 Min.)

Tristan Skora (12), Jonas Redlich (12)

Inhalt: Ein Mann erlebt einen Tag schrecklichen Tag: Sein Auto wird gestohlen und sein Haus brennt ab. Doch am Ende war alles nur ein Traum.

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