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32 Personen haben sich zu einem Gruppenfoto aufgestellt, die meisten halten gerahmte Urkunden in ihren Händen. Für Platzierungen in den einzelnen Kategorien halten die Siegerinnen und Sieger auch andere Auszeichnungen wie zum Beispiel ein Vogelhäuschen (Kategorie Passivhäuser), ein Spielzeug-Pusterad (Kategorie Windenergie) oder eine Sonnenblume (Solarenergie, ggf. auch Biomasse). © Klimaschutzagentur

Alle Gewinnerinnen und Gewinner des Klima-CO2NTEST 2013

Klimaschutz in der Region

Klima-Meister 2013

Neustadt am Rübenberge, Barsinghausen und Hemmingen sind "Klima-Meister 2013". Sie sind die Sieger im neuen, regionsweiten Klima-CO2NTEST und setzten sich in unterschiedlichen Kategorien im Wettbewerb mit 17 teilnehmenden Kommunen durch.

Zieleinlauf mit Banner, drum herum sind Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (li.); Regionspräsident Hauke Jagau (re.); Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur und Klimaprinzessin Kleo zu sehen. © Region Hannover

Die Zielgerade beim Klima-Contest 2013 wurde erreicht, Neustadt, Barsinghausen und Hemmingen siegten.

In einem sportlichen Wettstreit lieferten sich die Teilnehmenden spannende Kopf-an-Kopf-Rennen in den fünf Disziplinen Solarenergie, Bioenergie, Windenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Passivhäuser. Diejenigen, die über alle Disziplinen die meisten Punkte sammeln konnten, wurden von der stellvertretenden Präsidentin der Region Hannover, Doris Klawunde, am Dienstag, 19. November 2013, in der Akademie des Sports in Hannover mit dem Titel "Klima-Meister 2013" ausgezeichnet. Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover, Organisatorin und Schiedsrichterin des Wettbewerbs, hatte im Juni alle Einwohnerinnen und Einwohner aus der Region sowie die Kommunen dazu aufgerufen, ihre Anlagen und Passivhäuser zu melden. Weitere Daten, z.B. von Verwaltungen und Energieversorgern, gingen in die Wertung mit ein.

Jeder kann einen Beitrag zur Energiewende leisten

Horst Schörshusen, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, beglückwünschte die Kommunen und die Projektpartner.  Beeindruckt zeigte er sich vom großen Engagement der Wettbewerbsteilnehmer: "Ihr Einsatz ist wichtig, denn der Ausbau der erneuerbaren Energien und ein höherer energetischer Standard im Gebäudebereich sind Eckpfeiler der Energiewende", so der Staatssekretär, der stellvertretend für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Ministerpräsident Stephan Weil gekommen war. Mit dem Klima-CO2NTEST werde sichtbar, dass jeder einen Beitrag leisten könne.

Die Sieger 2013

Als klarer Sieger in der Kategorie "ländliche Struktur" setzte sich Neustadt am Rbge. durch, das gleich in mehreren Disziplinen glänzen konnte, und gewann mit deutlichem Abstand vor Springe und der Wedemark.

In der Kategorie "ländlich-städtische Struktur" war Barsinghausen besonders stark in den Bereichen Solar- und Bioenergie und holte so auch den Gesamtsieg. Zweit- und Drittplatzierte waren Gehrden und Lehrte.

Hemmingen siegte in der Kategorie "städtische Struktur" und konnte vor allem mit einem hohen Bestand an Passivhäusern sowie Wind- und Solaranlagen punkten, gefolgt von Ronnenberg und Langenhagen.

Gewertet wurden jeweils der Bestand an Anlagen sowie der Zuwachs in den Jahren 2012 und 2013. Besonders überraschend und erfreulich war der große Zuwachs an Solarstrom in der Region Hannover: Die Leistung der gemeldeten Anlagen hat sich gegenüber 2011 fast verdoppelt.

  

Dank an die Teilnehmenden

"17 von 21 Städten und Gemeinden aus der Region haben gleich in der ersten Saison am Wettbewerb teilgenommen", sagte Doris Klawunde, die den Siegern die Medaillen überreichte. Insgesamt wurden 11.170 Anlagen mit erneuerbaren Energien, 382 Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und 104 neue Passivhäuser gemeldet. Klawunde bedankte sich bei allen, die ihre Anlagen und Passivhäuser gemeldet haben, um ihre Kommune im Wettbewerb nach vorne zu bringen. "Die Vielzahl der Projekte stimmt mich optimistisch, dass wir unsere ambitionierten Ziele, die wir im "Masterplan 100 % für den Klimaschutz" gesetzt haben, erreichen können.

Vorbilder für einen nachhaltigeren Lebensstil

Verena Exner, Referatsleiterin in der Abteilung Umweltkommunikation bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die dreijährige Pilotphase des Projektes fördert, wünscht sich, dass auch andere Regionen die Konzeptidee übernehmen. "Mit dem Wettbewerb wird sichtbar, was Bürgerinnen und Bürger und Kommunen bereits für den Klimaschutz tun – das motiviert andere, ebenfalls aktiv zu werden. Wir unterstützen den Klima-CO2NTEST, da er bei Bürgerinnen und Bürgern Anreize für Verhaltensänderungen hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil setzt. Außerdem werden die Kommunen ermutigt, weiterhin aktiv zu sein", betonte Exner.

Weitere Unterstützer des Klima-CO2NTEST sind neben der DBU die Region Hannover, die Avacon AG und der enercity-Fonds proKlima.

2014 gibt es Preise für Bürger mit der besten Klima-Bilanz

"Im Jahr 2014 geht der Wettbewerb in die zweite Runde", kündigte Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, an. "Dann treten nicht nur die Kommunen gegeneinander an, sondern auch die Bürger können sich untereinander messen. Wer die beste Klima-Bilanz hat, gewinnt attraktive Preise".
 
Weitere Informationen und die Ergebnisse im Detail gibt es auf www.co2ntest.de.

Das Projekt: Klima-CO2NTEST

Der Wettbewerb Klima-CO2NTEST will dazu motivieren, konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Das größte Engagement wird ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Teilnehmen können im ersten Projektjahr die Kommunen der Region Hannover, ab 2014 startet zusätzlich ein Wettbewerb für die Bürgerinnen und Bürger. Für die dreijährige Modellphase wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Weitere Förderer sind die Region Hannover, der enercity-Fonds proKlima und die Avacon AG.
 
Das Projekt begann im Frühjahr 2013 mit dem Kommunalwettbewerb. In fünf Disziplinen (Solar-, Bio- und Windenergie, Kraftwärmekopplung und Passivhäuser) treten die Städte und Gemeinden der Region Hannover gegeneinander an. Sie erfassen vorhandene und die in der Saison neu erbauten Anlagen und umgesetzten Maßnahmen in ihrem Gebiet. Ihre Einwohner können eigene Anlagen und Passivhäuser melden. Am Saisonende werden die Sieger für jede Disziplin sowie der Gesamtsieger über alle Disziplinen ermittelt.
 
Der Bürgerwettbewerb wird erstmals 2014 ausgelobt. Die Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, ihre CO2-Bilanz mit Hilfe eines CO2-Rechners online zu erfassen und bis zum Ende der Saison möglichst viel CO2 einzusparen. Es werden jeweils zu Saisonanfang und -ende Daten zu fünf Bereichen (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Konsum und Klimaschutzengagement) abgefragt, daraus wird die konkrete CO2-Einsparung errechnet.

Wertungsregeln im Kommunenwettbewerb 2013

Die Kommunen der Region Hannover treten in fünf Disziplinen gegeneinander an:

  • Solarenergie (Solarwärme und Solarstrom)
  • Bioenergie (Biogasanlagen und Holzheizungen)
  • Windenergie
  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
  • Passivhäuser  

Hierzu sammeln sie im Verlauf der Wettbewerbssaison Daten über entsprechende Anlagen bzw. Klimaschutzmaßnahmen auf ihrem Gebiet und melden diese gesammelt an die Klimaschutzagentur. Meldeschluss war der 13. Oktober 2013.

Disziplinen-Wertung

Jede Disziplin wird getrennt gewertet. Dabei gibt es Punkte für die gemeldeten Anlagen bzw. Passivhäuser. Maßnahmen, die bereits vor der aktuellen Saison umgesetzt waren ("Bestand"), fließen einfach in die Wertung ein, neu umgesetzte Maßnahmen ("Zuwachs") werden mit einem Bonusfaktor belohnt. Sieger in einer Disziplin ist die Kommune, die die meisten Punkte darin erzielt hat.

Gesamtsieg: Klima-Meister

Für jede Disziplin (Solar-, Wind- und Bioenergie, KWK und Gebäude) erhält jeweils die beste Kommune die maximale Punktzahl 100. Die anderen Kommunen erhalten die Punktzahl, die dem Prozentsatz gegenüber dem Besten entspricht. Diese relativen Punktzahlen der fünf Einzeldisziplinen werden addiert. Die Kommune mit den meisten Punkten wird Klima-Meister der Region Hannover.

Kategorien

Damit Kommunen mit möglichst ähnlichen Rahmenbedingungen miteinander im Wettbewerb stehen, werden die Kommunen der Region Hannover in Kategorien eingeteilt: ländliche Struktur, ländlich-städtische Struktur, städtische Struktur. Die Landeshauptstadt Hannover wird erst im Jahr 2014, wenn der Bürgerwettbewerb startet, am Klima-CO2NTEST teilnehmen. Kriterien sind die Einwohnerdichte und der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche.