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Eine Frau steht hinter einem Rednerpult und spricht in das Mikrofon. Neben ihr steht ein Blumenstrauß, auf ihrer Brust hängt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. © Florian Smit, Region Hannover

Rosemarie Ogsoka spricht zum Publikum

Ehrenamtliche Arbeit

Verdienstmedaille für Rosemarie Ogsoka

Regionspräsident Hauke Jagau überreichte Rosemarie Ogsoka am 6. März 2015 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland als Anerkennung ihrer über Jahrzehnte ehrenamtlich geleisteten Arbeit.

Roesemarie Ogsaka und Hauke Jagau stehen nebeneinander, Frau Ogsaka hält eine Urkunde in der linken Hand, während sich beide die rechte Hand reichen und in die Kamera lächeln. © Florian Smit, Region Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau händigt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Rosemarie Ogsaka aus.

Der Herr Bundespräsident hat Frau Ogsoka in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Aufopferungsvolle Pflege

Frau Ogsoka engagiert sich seit 29 Jahren im sozialen Bereich, indem sie sich viele Jahre um ihre hochgradig pflegebedürftige Mutter Helene Ogsoka aufopferungsvoll gekümmert hat und auch heute noch ihren schwer gehbehinderten Bruder Joachim Ogsoka im Alltag unterstützt.

Um die Pflege der Mutter und die Unterstützung des Bruders wahrnehmen zu können, hat Frau Ogsoka mit beiden Familienangehörigen in einer Wohngemeinschaft gelebt.

Von 1985 an hat sich Frau Ogsoka um ihre aufgrund eines Unfalls gehbehinderte Mutter gekümmert. Als die Mutter ab dem Jahr 2000 auf einen Rollstuhl angewiesen war und die Pflegestufe II erhielt, hat Frau Ogsoka zur besseren Betreuung ihre Arbeitszeit auf 28 Stunden/Woche reduziert.

Die Intensität der Hilfe und häuslichen Pflege nahm mit der Zeit zu. Nachdem 2005 die Pflegestufe III festgesetzt wurde, reduzierte Frau Ogsoka ihre Arbeitszeit zunächst auf 18 und ein halbes Jahr später auf 15 Stunden. Ab Januar 2006 beantragte sie Urlaub ohne Bezüge, um sich voll ihrer nun auch an Demenz leidenden Mutter widmen zu können.

Ab dieser Zeit war eine intensive 24-Stunden-Betreuung mit sämtlichen anfallenden Tätigkeiten des alltäglichen Bedarfes und der Pflege erforderlich, die Frau Ogsoka bis zum Versterben ihrer Mutter im Februar 2014 ohne Pflegedienst oder externe Hilfe geleistet hat. Besonderes Augenmerk hatte sie dabei auf die fortschreitende Altersdemenz. Mit verschiedenen Aktivitäten und Spielen sowie Liedern hat sie versucht dem Gedächtnisverlust entgegenzusteuern.

Über diese extrem fordernde Pflege hinaus kümmert sich Frau Ogsoka seit 1988 auch um ihren körperlich schwerbehinderten Bruder, der eine Gehbehinderung mit 90 % GdB und dem Merkmal aG + B (außergewöhnliche Gehbehinderung und Möglichkeit der Begleitung) hat. Sie steht ihm in allen Angelegenheiten des Alltags bei.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Deutsches Rotes Kreuz

In ihrer Freizeit ist Frau Ogsoka seit 10 Jahren Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes – Ortsverband Degersen e. V. Zuerst war sie 2 Jahre als Kassenprüferin und anschließend als Beisitzerin im Vorstand tätig. Seit 2009 übt sie das Amt der Schriftführerin aus. Bei Veranstaltungen des Ortsverbandes – wie den regelmäßig stattfindenden Kaffeenachmittagen, beim Blutspenden, Sommerfesten etc. ist sie stets aktiv beteiligt.

Gesangsverein

Frau Ogsoka ist seit 2002 auch Mitglied des Gesangsvereins Concordia Degersen e. V. von 1882 und war dort von 2007 bis 2011 als Schriftführerin im Vorstand tätig.

Freiwillige Feuerwehr

Seit über 27 Jahren ist sie ferner Mitglied in der freiwilligen Ortsfeuerwehr Degersen. In den Anfängen war sie in der seinerzeit neu gebildeten Damengruppe aktiv tätig.

Verleihung der Verdienstmedaille

Die über Jahrzehnte geleistete ehrenamtliche Arbeit findet mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland die ihr gebührende Würdigung und Anerkennung.

(Veröffentlicht: 9. März 2015)

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