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Drei Frauen und vier Männer in einem Raum mit buntem Bild an der Wand. Links hinter der Gruppe steht ein Auftsteller mit der Aufschrift "Jugendhilfe". © Region Hannover

Niedrigschwellige Beratung unter einem Dach: Ruth Philippi (von links), Familien- und Erziehungsberatung, Dr. Martina Schwalba von der Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, Derk Wiebe vom Kinder- und Jugendheim Waldhof, Regionspräsident Hauke Jagau, Dr. Petra Schneemann vom Zahnärztlichen Dienst und Jugendzahnpflege, Dr. Christian Grahl, Bürgermeister von Garbsen, sowie Florian Dallmann, Jugendhilfestation, bei der Eröffnung der neuen Räume der Jugendhilfe der Region Hannover.

Jugendhilfe der Region

Hilfe aus einer Hand

So gebündelt und so frühzeitig wie möglich helfen: Fünf Teams der Jugendhilfe der Region Hannover sind in die neuen Räumen am Garbsener Planetenring gezogen.

Im Oktober sind die Jugendhilfestation Garbsen, das Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, der Zahnärztliche Dienst und die Jugendzahnpflege, die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Neustadt mit dem Angebot der Frühen Beratung sowie das Kinder- und Jugendheim Waldhof mit dem Jugendsozialarbeits-Projekt "Jugend stärken im Quartier" breits in die Räumlichkeiten im Garbsener Stadtteil Auf der Horst gezogen. Am Donnerstag (1.12.16) fand die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Unter einem Dach

"Niedrigschwellige Unterstützung vor Ort und unter einem Dach: Unser Ziel ist es, so vielen Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien in ihrem alltäglichen Leben und bei Problemen so gebündelt und so frühzeitig wie möglich zu helfen", so Regionspräsident Hauke Jagau. "Mit den neuen Räumen und dem Zusammenzug der Angebote der Jugendhilfe der Region Hannover ist ein weiterer großer Schritt gemacht."

Der Standort am Planetenring

"Der Standort am Planetenring und die gute Erreichbarkeit der Jugendhilfe sind wichtig für die Garbsener Bürger", betonte Garbsens Bürgermeister Dr. Christian Grahl bei der Eröffnungsfeier, die allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gab, die Angebote und neuen Räume der Kinder- und Jugendhilfe der Region kennen zu lernen. "Wir freuen uns, dass es im Stadtteil Auf der Horst nun diese zentrale Anlaufstelle für die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien gibt."

Allgemeine Sozialer Dienst 

Wachsende Teams, zu wenig Platz und neu dazu gekommene Angebote der entwicklungspsychologischen Beratung sowie der Jugendsozialarbeit führten zu dem Umzug in neue, größere und vor allem zentralere Räumlichkeiten. Künftig bieten nun fünf Teams der Jugendhilfe der Region Hannover im Planetenring 37 Beratung an: Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) der Region Hannover hat zur Aufgabe, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdungen zu gewährleisten, unterstützt bei Erziehungsproblemen und hilft bei familiären Konflikten und Krisen. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen beraten und helfen vertraulich. Auch in Fragen von Trennung, Scheidung und Umgangsrecht ist der ASD der erste Ansprechpartner. Außerdem stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfestation die Jugendgerichtshilfe und begleiten beispielsweise minderjährige Straftäterinnen oder Straftäter im Gerichtsverfahren.

"Frühe Beratung"

Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (FEB) Neustadt der Region Hannover bietet in ihrer neuen Außenstelle in Garbsen die "Frühe Beratung" für Familien mit Kindern im Alter von null bis drei Jahren an. Wenn Kinder etwa schlecht schlafen, viel schreien oder Eltern einfach nicht mehr weiter wissen, können sie dieses Beratungsangebot in Anspruch nehmen. In dieser Beratung werden die Eltern darin unterstützt, die Signale ihres Kindes zu verstehen, damit eine positive Bindung zwischen Eltern und Kind wachsen kann. Ziel dieses präventiven Angebotes ist es, frühzeitig die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes zu unterstützen, indem die Beziehungs- und Erziehungskompetenzen der Eltern gefördert werden. Die Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Hebammen, Erzieherinnen in Krippen und Kindertagesstätten und mit Institutionen des Gesundheitswesens sowie der Jugendhilfe ist ein wesentlicher Bestandteil des Angebots.

Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover betreuen rund 40 Kindertageseinrichtungen und Schulen in Garbsen, Seelze, Hannover und Letter. Zu den Aufgaben gehören unter anderem Einschulungsuntersuchungen, Untersuchungen der Sprachförderkinder, Entwicklungsdiagnostik von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren sowie Beratung von Eltern, Schulen, Kindergärten und anderem Fachpersonal zu Fragen der kindlichen Entwicklung und deren Auffälligkeiten. Die frühe Beratung und Diagnostik in Kindertageseinrichtungen arbeitet mit sieben Kitas und insgesamt 750 Kindern in Garbsen zusammen. Auch die Impfberatung sowie regelmäßige Belehrungen an allen weiterführenden Schulen gemäß des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sind wichtige Tätigkeitsbereiche des Teams.

Team Zahnärztlicher Dienst und Jugendzahnpflege

Vermeidung von Zahnerkrankungen – darum geht es in der Arbeit des Teams Zahnärztlicher Dienst und Jugendzahnpflege der Region Hannover. Zahnärztliche Untersuchungen sowie Beratung zur Ernährung und Mundhygiene sind Aufgaben-Schwerpunkte der Zahnärztinnen, die regelmäßig Kinder bis zu zwölf Jahren in Kindergärten und Schulen besuchen. Zu den Aufgaben des Teams gehören außerdem Beratungen sowie Informations- und Schulungsveranstaltungen für Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder Hebammen. Rund 6.000 Kinder sind in Garbsen zu versorgen – im neuen kombinierten „Zahnputz- und Untersuchungsraum“ im Gebäude im Planetenring können Kindergartengruppen auch vor Ort beraten und untersucht werden.

"Jugend stärken im Quartier" und "Die 2. Chance"

Das Kinder-und Jugendheim Waldhof der Region Hannover ist mit den Jugendsozialarbeits-Projekten "Jugend stärken im Quartier" und "Die 2. Chance" am Standort Auf der Horst in Garbsen vertreten. "Die 2. Chance" richtet sich an Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die den Schulbesuch aktiv oder passiv verweigern, und hilft dabei, den Weg zurück in einen geregelten Schulalltag zu finden. Die Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, deren Eltern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "2. Chance" findet in der Regel in einem Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten in Form von Einzelbetreuungen, Elterngesprächen oder Gruppenarbeiten statt – in enger Kooperation mit den Schulen vor Ort, dem Projekt "Jugend stärken im Quartier" und der Jugendhilfestation Garbsen. Das von ESF-Mitteln mitgeförderte Programm „Jugend stärken im Quartier“ unterstützt in Garbsen seit 2015 junge Menschen im Alter von zwölf bis 26 Jahren mit verschiedenen Problemlagen, wie Schulverweigerer, Abbrecherinnen von Arbeitsmarktmaßnahmen oder jung Neuzugewanderte mit besonderen Entwicklungsbedarfen.

(Veröffentlichung am 1. Dezember 2016)