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Bilanz "Forscherzeiten"

Forschen von Anfang an

Region Hannover und Stadt Laatzen ziehen Resümee des Pilot-Projektes "Forscherzeiten", es könnte noch in vielen weiteren Kitas der Region zum Modell-Projekt werden.

Naturwissenschaft, Mathematik und Technik von Anfang an spielerisch begreifbar machen – das gemeinsame Forschen und Experimentieren von Kindern und Erwachsenen fördert die Entwicklung wichtiger Basiskompetenzen wie Sprache, Sozialverhalten, Feinmotorik und lernmethodische Kompetenzen. Im Februar diesen Jahres hatten das Netzwerk Forscher-Kids Region Hannover, die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim und die Stadt Laatzen gemeinsam im Familienzentrum Rethen das fünfmonatige Pilot-Projekt "Forscherzeiten" auf den Weg gebracht, das altersentsprechende Forschungsangebote für die Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder zum Kern hatte. Dabei wurden die pädagogischen Fachkräfte des Familienzentrums wissenschaftlich und didaktisch von Expertinnen und Experten begleitet, die die Forschungssituationen mit den Kindern und den Erzieherinnen außerdem auf Video aufzeichneten – mit anschließender gemeinsamer Auswertung in Einzelgesprächen. Im Sommer endete das von der Region und der Stadt Laatzen finanzierte Projekt, das im Anschluss in die Auswertungsphase überging. Am Montag, 28. November 2016, wurden die ersten Ergebnisse vorgestellt.

"Das Lernangebot als Forscherzeit hat sich bewährt. Wir haben festgestellt, dass die Forscherzeiten in geeigneter Umgebung und in Kleingruppen stattfinden sollten und dass die Kinder durch eine qualifizierte Lernbegleitung die Kinder beim Forschen und beim Spracherwerb gut unterstützt", resümierte Professor Dr. Stefan Brée von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim, der in einem Power-Point-Vortrag Projektverlauf und -ergebnisse vorstellte. "Außerdem ist deutlich geworden, dass die videogestützte Beratung die Qualität der Lernbegleitung schon in kurzer Zeit deutlich gesteigert hat!"

Forschergeist ausleben

Jürgen Köhne, Bürgermeister der Stadt Laatzen, betonte: "Das Familienzentrum Rethen hatte ohnehin schon den Schwerpunkt ,Forschen‘ als pädagogisches Konzept. Daher war und ist die Einrichtung perfekt geeignet für das Forscherzeiten-Angebot, das nun in das Kita-Konzept integriert ist. Es ist schön zu sehen, dass das Familienzentrum so engagiert die Kinder dabei unterstützt, ihren Forschergeist ausleben zu können!"

Kompetenzen in Naturwissenschaften und Sprache

"Forschen und Experimentieren fördern nicht nur das naturwissenschaftliche Verständnis, sondern auch den sprachlichen Austausch untereinander", so Roland Levin, Leiter Fachbereich Jugend der Region Hannover. „Sprache verstehen und sie beherrschen: Das sind die entscheidenden Faktoren für erfolgreiches Lernen – und damit auch für Chancengleichheit und Teilhabe. Wir hoffen, dass das Projekt Forscherzeiten noch in vielen weiteren Kitas der Region zum Modell-Projekt wird."

Die Grundidee von "Forscherzeiten"

basiert auf dem Programm der Berliner Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die das Format als dreitägiges Angebot für Kinder im Grundschulalter durchführt. Darüber hinaus hat die Stiftung Fortbildungen zum altersgerechten Umgang mit Naturwissenschaft, Mathematik und Technik für Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen entwickelt, die sie in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern anbietet. Unter dem Titel "Forscher-Kids Region Hannover" hat die Region Hannover im vergangenen Jahr die Koordination des Fortbildungs-Angebots in den regionsangehörigen Kommunen übernommen und nun mit "Forscherzeiten" das eigene Programm weiterentwickelt – individuell zugeschnitten auf das Familienzentrum Rethen sowie der Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder. "Für die Kinder wie für die Erzieherinnen und Erzieher unserer Einrichtung ist das wissenschaftlich begleitete Projekt eine tolle Ergänzung unseres Angebots – von dem freien Experimentieren mit entsprechender Dokumentation profitieren alle Beteiligten", so Christiane Helms Carnio, Leiterin des Familienzentrums Rethen.

Viel Freiraum und vielfältige Materialien – Kern des Projekts ist das selbstständige Entdecken und Forschen der Kinder. Die Erzieherinnen nehmen zunächst die Rolle der Beobachterinnen und Beobachter ein: Welche Fragen stellen sich die Kinder? Wie gehen sie mit Neuem um? Was wird näher untersucht? Videoaufnahmen dokumentieren Momente der Interaktionen zwischen Kindern und pädagogischen Fachkräften, anhand derer die Erzieherinnen in anschließenden Auswertungsgesprächen ihr eigenes Sprachverhalten, ihre Körpersprache und ihr pädagogisches Handeln reflektieren können. Parallel vermitteln Trainerinnen des Netzwerkes Forscher-Kids Region Hannover den Mitarbeiterinnen des Familienzentrums regelmäßig didaktische Methoden zur Lernbegleitung der Kinder beim Forschen sowie naturwissenschaftliche, technische und mathematische Grundkenntnisse.

(Veröffentlicht: 29. November 2016)