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Naturschutz

Information zu neuem Naturschutzgebiet

25 Antworten auf Fragen zum geplanten Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer.

Moorlandschaft mit moorspezifischen Gräsern, der Boden ist feucht und torfhaltig. © Region Hannover, Kirsch

Totes Moor bei Neustadt am Rübenberge

Wird die landwirtschaftliche Nutzung am Steinhuder Meer eingeschränkt? Bleibt genug Platz für den Wassersport? Werden Wanderwege gesperrt? Die geplante Ausweisung des Naturschutzgebietes „Totes Moor“ hat bereits im Vorfeld zu Fragen und Diskussionen und zum Teil auch durch falsche Behauptungen zu unbegründeten Ängsten geführt. Zur Versachlichung der Diskussion hat der Fachbereich Umwelt der Region Hannover jetzt eine Broschüre herausgegeben, in der die 25 häufig gestellten Fragen zum geplanten Schutzgebiet mit kurzen Texten, Grafiken und Karten beantwortet werden.

Das geplante Naturschutzgebiet „Totes Moor“ mit seinen Randgebieten ist eines der schönsten und wertvollsten Landschaften der Region Hannover. Hier liegt das mit etwa 2.300 Hektar größte Hochmoor sowie das einzige europäische Vogelschutzgebiet in der Region Hannover. „Dies zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten ist unser Ziel“, erläutert Prof. Priebs, „mit der neuen Broschüren wenden wir uns deshalb auch an alle Menschen, die Interesse an der Weiterentwicklung des Naturparks Steinhuder Meer haben.“

Neben dem Schutz der Vogelwelt soll das spätere Schutzgebiet vor allem die Entwicklung des Hochmoores sichern. Allein durch die Renaturierung der riesigen Hochmoorflächen könnten große Mengen klimaschädlicher Gase gebunden werden. Der Torfkörper speichert Regenwasser aus dem Winterhalbjahr bis in den Sommer und gibt es dann langsam an das Grundwasser und das Steinhuder Meer ab. Das sommerfeuchte Moor puffert kleinräumig die Sommerhitze ab und feuchtet die trockene Luft an. Ein lebendes Hochmoor ist Naturlandschaft, Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten, und bekämpft gleichzeitig die Ursachen sowie die Auswirkungen des Klimawandels.

„Wir befinden uns noch im Vorverfahren einer Schutzgebietsausweisung“, stellt Prof. Priebs klar. Erst im Sommer 2014 sei mit einem ersten Entwurf der Schutzgebietsverordnung zu rechnen. Dann folgt das eigentliche öffentliche Schutzgebietsverfahren, in dem auch alle Anregungen, Bedenken und Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir die Öffentlichkeit, neben zahlreichen Gesprächen und Informationsveranstaltung am Meer, auch in dieser Form über den aktuellen Sachstand informieren“, so Priebs.

Die Broschüre „Das Tote Moor – Fragen zum geplanten Naturschutzgebiet“ liegt bei der Region Hannover und in den Infostellen des Naturparks Steinhuder Meer kostenlos zur Mitnahme aus. Die Informationen finden Sie aber auch unter dem nachstehenden Link