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Körperkultur

Schönheitswahn und Prävention

Ist der Wunsch nach einem jugendlichen und frischen Aussehen Körperkult oder doch eher ein neues Verständnis über die Zusammenhänge zwischen gesunder Lebensweise und dem äußeren Erscheinungsbild? Ist der Körperkult möglicherweise sogar ein Trend, der für eine verbesserte Gesundheit sorgt?

Körperkult © pixabay

Frau joggt; Sonne scheint

Körperkult als Wirtschaftsfaktor

Eines ist sicher, der Körperkult hat sich zu einem starken Wirtschaftsfaktor entwickelt. Studios und Salons verändern Haut und Haar der überwiegend weiblichen Kundschaft. Ob nun der Wunsch nach fülliger Haarpracht im Vordergrund steht oder an anderen Stellen Haare entfernt werden sollen, die Anbieter erfüllen jeden Wunsch und werden darüber hinaus auch beratend tätig. Neue Techniken, die oftmals von Prominenten beworben werden, garantieren eine gute Auslastung. Immer häufiger arbeiten die Unternehmen mehrgleisig und bieten umfassende Angebote, die auch die Ernährung oder eine allgemeine Stilberatung mit einbeziehen. Dass Gesundheit und gutes Aussehen zwingend miteinander in Verbindung stehen, ist längst in das Bewusstsein der Kunden vorgedrungen. Auch die Kosmetikindustrie verdient am Körperkult. Ob Peeling, Körpercreme oder Anti-Falten-Mittel, die Produktpalette ist Standard in Schönheitssalons, aus denen mittlerweile Wellnesszentren geworden sind. Körperkult ist heute Dienstleistung. "Frau" genießt es, sich mit teuren Produkten verwöhnen und professionell in Form bringen zu lassen. Das Ergebnis kann sich für gewöhnlich durchaus sehen lassen. Der amerikanische Trend, sich vor einer Party in die Hände der Styling-Profis zu begeben, ist auch in Deutschland nicht mehr ungewöhnlich. Vom Körperkult profitieren aber auch die Fitnessstudios und Sportvereine.

Fitnessprogramme für die wahre Schönheit von innen

Fitnessprogramme und Körperkult sind eng miteinander verbunden. Auch hier sind es wieder Prominente, die bei öffentlichen Auftritten mit der perfekten Figur für Aufsehen sorgen. Studios greifen die Trends auf und bieten für den Körperkult die Fitnessprogramme der Stars und Sternchen. Während Hollywoods Größen allerdings in den Genuss eines Personal Trainers kommen und oftmals täglich ein mehrstündiges Programm absolvieren, müssen alle anderen mit zwei- bis dreimaligem Training pro Woche auskommen, um dem eigenen Schönheitswahn gerecht zu werden. Die Vorteile zeigen sich dennoch. Regelmäßiger Sport sorgt für einen guten Muskelaufbau. Die Figur strafft sich und damit auch die Körperhaltung. Bei intensivem Training und gleichzeitig gesunder Ernährung ist der Effekt schon nach wenigen Wochen sichtbar. Der Schönheitswahn hat also durchaus sein Gutes.

Körperkult kann präventiv wirksam sein

Ein gesundes Hautbild und eine gute Figur sind mit Kosmetik und geschickt gewählter Kleidung allein nicht zu erreichen. Dass der Körperkult deshalb auf gesunde Ernährung und Sport setzen würde, war nur eine Frage der Zeit. Damit rückt der Wunsch nach einem jugendlichen und frischen Aussehen wieder mehr in die Verantwortung der Damen und Herren selbst. Wer schön sein will, muss sich von ungesunden Gewohnheiten verabschieden und sich stattdessen mit Kochrezepten befassen, die bei der Zubereitung den gewünschten Vitaminerhalt garantieren. Das Work-out wird außerdem leicht zum täglichen Pflichtprogramm. Solange aus dem Schönheitswahn keine Besessenheit wird, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Ohnehin gelten 70 % der Männer und 50 % der Frauen in Deutschland als übergewichtig. Jeder fünfte Bundesbürger ist laut der zweiten nationalen Verzehrstudie sogar fettleibig. Die Menschen, die sich also ernsthaft um ihr Aussehen bemühen, sind in der Minderheit. Durch ihren Körperkult leisten sie aber einen wertvollen Beitrag für ihre Gesundheit.

Gesund leben und schön sein

Körperkult und Übergewicht passen nicht zusammen. Aktive Sportler erkranken bei ausgewogener Ernährung und vernünftigem Training kaum an Herz-Kreislaufleiden, der Todesursache Nummer eins in Deutschland. Ähnlich ist es mit Erkrankungen der Atemwegsorgane. Menschen, die ihren Körperkult zelebrieren, sind selten Raucher. Schließlich lässt das Nikotin die Haut schneller altern. Die Lunge dankt es und erkrankt ebenfalls erheblich seltener. Eine weitere gute Nachricht ist, dass es fast nie zu spät ist, etwas zu ändern. Mit ausreichend Sport und gesunder Ernährung lässt sich so mancher Alterungsprozess verlangsamen.