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Schulen in Hannover

Investitionen in Sanierung und Ausbau

Die Sanierung von Schulgebäuden und deren Ausstattung hat für die Landeshauptstadt Hannover seit Jahren eine hohe Priorität. Im Zeitraum 2006 bis 2015 wurden rund 375 Millionen Euro in den Ausbau und die Instandhaltung von Schulen investiert. Für die Jahre 2016 bis 2019 sind weitere Mittel von rund 226 Millionen Euro fest eingeplant. Für die Jahre 2020 bis 2025 sind derzeit bereits Maßnahmen von 210 Millionen Euro geplant. Zusätzlich werden in den nächsten zehn Jahren Mittel von über 400 Millionen Euro aus dem zusätzlichen Investitionsmemorandum ab Sommer dieses Jahres zur Verfügung stehen. Diese Zahlen stellten Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski am 8. Januar im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

Grundschule Glücksburger Weg © LHH (Bereich Geoinformation)

Sanierung und Neubau der Grundschule Glücksburger Weg wurden im September 2006 abgeschlossen

"Die Modernisierung und Erweiterung von Schulen sind die Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit. Sie haben seit Jahren eine hohe Priorität in der Umsetzung und das wird auch zukünftig fortgeführt. In den vergangenen zehn Jahren haben wir zahlreiche Erweiterungsbauten für Klassenräume, Sanierungen von Fachräumen, WC-Einrichtungen oder Sporthallen umsetzen können. Auch haben wir in den Bau von Mensen, Betreuungs- und Rückzugsräumen für den Ganztagsschulbetrieb investiert. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Einhaltung von gesetzlichen Baunormen und der Brandschutz- und Betriebssicherheitsverordnungen. Hieraus ergeben sich notwendige Maßnahmen, die teilweise hohe Kosten verursachen, aber nicht auf den ersten Blick erkennbar sind", betont Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. 

Neue Gesetze fordern höhere Investitionen

Neben verschärften gesetzlichen baulichen und sicherheitstechnischen Vorschriften kam es auch zu Änderungen im Schulgesetz, die sich auf die Sanierung und den Ausbau von Schulen auswirken.

Mit Einführung des Inklusionsgesetzes zum Schuljahresbeginn 2013/14, das allen Kindern den Zugang zu Allgemeinbildenden Schulen ermöglicht, wurden verschiedene Schulen in Hannover entsprechend barrierefrei umgebaut. Ein höherer Bedarf an Räumen ergibt sich auch aufgrund der Doppelzählung von inklusiv-beschulten Kindern und den notwendigen Differenzierungsräumen. 

Gleichzeitig wurde zum August 2013 ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab drei Jahren eingeführt. Dies erforderte hohe finanzielle Mittel in den Aus- und Neubau von Kita-Plätzen. Dennoch hat die Landeshauptstadt Hannover die bedarfsgerechte Sanierung von Schulen weiter verfolgt.

Auch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums zum Schuljahr 2020/21 erhöht den Bedarf an Schulräumen. Hier sind erhebliche Investitionen notwendig, die von der Landeshauptstadt Hannover aufgebracht werden.

Mehr schulpflichtige Kinder in Hannover

Die Einwohnerzahl in Hannover ist in den vergangen Jahren stetig gewachsen. Dazu zählen auch viele junge Familien mit Kindern. Entgegen dem prognostiziertem Trend werden nun wieder mehr Kinder eingeschult und die Schulen müssen entsprechend erweitert oder neu gebaut werden. An Schulen, die keine Raumkapazitäten frei haben, werden als kurzfristige Lösung mobile Raumeinheiten von der Verwaltung angemietet und dort aufgestellt. Langfristig müssen die Schulen um zusätzliche Klassenräume erweitert werden.

"Bildung ist prägend für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt. Die Landeshauptstadt Hannover stellt sich mit einer gut entwickelten Bildungsinfrastruktur von Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Erwachsenbildung dieser Verantwortung. Vielfältige gesetzliche und gesellschaftliche Änderungen wirken sich immer direkt auf die bauliche wie auch inhaltliche Ausgestaltung insbesondere auch bei Schulen aus. Um diese Herausforderungen zu stemmen, müssen Schulen, Eltern, Verwaltung und Politik Hand in Hand arbeiten. Dazu gehört auch, in partnerschaftlicher Abstimmung Sanierungen und Erweiterungen zu planen und umzusetzen. Die Landeshauptstadt Hannover investiert schwerpunktmäßig in Bildung. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, sondern die Anstrengungen werden erhöht", sagt Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski.

Aktueller Sanierungsbedarf an Schulen

Insgesamt stehen 104 Schulen unter der baulichen Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover. Diese verteilen sich, inklusive Nebenbauten, auf 153 Gebäude, von denen 88 (58 Prozent) in den 1950er bis 1970er Jahren erbaut wurden. Diese befinden sich nun in einem Alter, in dem eine Sanierung und Modernisierung erforderlich ist. Daraus ergibt sich derzeitig ein hoher Sanierungsbedarf, der eine Präferenzliste nach Dringlichkeit erforderlich macht. Hier besteht gerade bei älteren Gebäuden die Notwendigkeit, die gesetzlichen Sicherheitsvorschriften beispielsweise beim Brandschutz oder bei Fluchtwegen zeitnah umzusetzen.

Ausblick

Im Laufe des Jahres 2016 wird der Bedarf für Schulen neu ermittelt, um allen inzwischen geänderten gesetzlichen und demografischen Anforderungen gerecht zu werden. Die finanziellen Mittel für die notwendigen Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten von Schulen werden aus den laufenden Investitionshaushalten sowie zusätzlich dem Investitionsmemorandum zur Verfügung gestellt.