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Mietspiegel für Hannover 2017

Der neue Mietspiegel für das Jahr 2017 liegt nun dem Rat der Landeshauptstadt zum Beschluss vor: Die ortsübliche Vergleichsmiete beträgt für Hannover 6,51 Euro. Diese liegt damit 5,6 Prozent über dem Wert von 2015 (6,17 Euro) und 11,8 Prozent über dem Wert von 2011 (5,82 Euro). Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten ist ein eher durchschnittlicher Anstieg zu verzeichnen.

Rote Häuserdächer in Hannover von oben betrachtet. © LHH - Eberhard Wydmuch

Der Stadtteil Linden-Süd aus der Vogelperspektive.

Gegenüber 2014 ist beispielsweise beim Mietspiegelindex vom Unternehmen F+B GmbH für 2015 ein Anstieg von 8,7 Prozent (0,59 Euro) bei vergleichbaren Großstädten festzustellen. Für das Jahr 2015 weist der Mietspiegelindex für Hannover einen Wert von 5,90 Euro auf. Der Wert von vergleichbaren Großstädten liegt für denselben Zeitraum im Durschnitt bei 7,38 Euro. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat gemäß Ratsbeschluss vom 17. April 2011 der Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels zugestimmt. Dieser wird für die Stadt und die weiteren Kommunen im Umland unter der Leitung der Region Hannover erstellt und regelmäßig fortgeschrieben. Das Unternehmen GEWOS GmbH aus Hamburg ist damit beauftragt worden, im Rahmen von Befragungen von Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter empirische Daten zu erheben.

Die Erhebung im Detail

Im Zeitraum von April bis Juni dieses Jahres hat das Unternehmen GEWOS GmbH empirische Daten für Hannover zu relevanten Mieten ermittelt. Dies sind Mieten, die in den vergangenen vier Jahren, entweder durch Neu- oder Wiedervermietung oder durch Mietanpassung in einem bestehenden Mietverhältnis verändert wurden. Im Stadtgebiet wurden 40.000 Mieterinnen und Mieter sowie 11.900 Vermieterinnen und Vermieter angeschrieben mit der Bitte, einen Fragebogen zu den jeweiligen Mieten auszufüllen. Insgesamt lagen dem Unternehmen 5.125 Rücksendungen vor, die für die Fortschreibung des qualifizierten Mietspiegels ausgewertet werden konnten.

Mietspiegeltabelle gibt Aufschluss über Mietspannen im Stadtgebiet

Die erhobenen Daten werden in einer Mietspiegeltabelle erfasst. Diese Tabelle beruht auf den Wohnwertkriterien Wohnungsgröße, Baujahr und Wohnlage. Anhand dieser Kriterien können bestimmte Wohnungen verglichen und der infrage kommende Mittelwert für Mieten und die Spannen bei Mieten abgelesen werden. Die Mietspiegeltabelle für Hannover kann der Broschüre Mietspiegel 2017 (siehe oben) entnommen werden. Diese enthält auch Hinweise zur korrekten Handhabung der Mietpreisübersicht. Über die Einordnung der Wohnung innerhalb der ausgewiesenen Spanne entscheidet die Gesamtpunktzahl, die die jeweilige Wohnung aufgrund der in der Broschüre aufgeführten Ausstattungskriterien erzielt.

Abgleich mithilfe des Wohnlagenverzeichnisses online möglich

Für die Wohnlagen in Hannover gibt es zwei Kategorien: gute Wohnlage und normale Wohnlage. Diese können ebenfalls aus der Wohnlagenkarte in der Broschüre abgelesen werden. Eine genauere Überprüfung der jeweiligen Zuordnung einer bestimmten Wohnung ermöglicht das detaillierte Verzeichnis für Wohnlagen- nach Straßen und Hausnummern, das auf hannover.de hier zur Verfügung steht. Unter dem Suchbegriff "Mietspiegel" werden nach dem erfolgten Beschluss des Mietspiegels 2017 vom Rat der Stadt alle aktualisierten Informationen ebenfalls online auf hannover.de zur Verfügung gestellt. Dieser wird voraussichtlich im Januar 2017 getroffen. Erst dann ist der Mietspiegel rechtskräftig. Die beschlossene Mietspiegelbroschüre wird dann zum Download bereitgestellt und zur kostenfreien Mitnahme in den Bürgerämtern der Landeshauptstadt Hannover ausgelegt.

Funktion eines qualifizierten Mietspiegels ist gesetzlich geregelt

Der aktuell noch gültige Mietspiegel 2015 wurde am 19. Februar 2015 vom Rat beschlossen. Für den Mietspiegel 2017 ist nun eine Fortschreibung erfolgt. Die Funktion eines qualifizierten Mietspiegels ist in § 558a (BGB) geregelt, über die Art der Erstellung und Anerkennung gibt § 558c (BGB) Auskunft.

Mietspiegelkommission unter der Leitung der Region Hannover

Die Mietspiegel für Hannover und die weiteren Kommunen im Umland werden unter der Leitung der Region Hannover erstellt, begleitet von einer Mietspiegelkommission. In dieser Kommission sind die Regionsverwaltung, die LHH, die Städte Langenhagen und Garbsen, die Interessenverbände der Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter, die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungsunternehmen in der Region Hannover, der Maklerverband IVD-Nord, das Amtsgericht Hannover und das beauftragte Unternehmen GEWOS GmbH vertreten.

Hintergrund

Seit dem Jahr 2011 bildet in der Landeshauptstadt Hannover ein qualifizierter Mietspiegel die Grundlage, um Fragen zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu beantworten. Außerdem bietet dieser sowohl Mieterinnen und Mietern als Vermieterinnnen und Vermietern eine Hilfestellung bei der Festlegung einer Miete. Voraussetzung für einen qualifizierten Mietspiegel ist die formale Anerkennung der Fortschreibung innerhalb einer Zweijahresfrist oder dessen Neuauflage nach spätestens vier Jahren durch den Rat.

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