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Repräsentativerhebung 2015

Spitzennoten für Lebensqualität in Hannover

Hannovers Einwohnerinnen und Einwohner sind mit der Lebensqualität in ihrer Stadt sehr zufrieden. Neun von zehn Befragten gaben in der jüngsten Repräsentativumfrage der Stadtverwaltung an, dass sie gern oder sehr gern in Hannover leben. Das ist ein neuer Höchstwert.

Eine Familie picknickt am Maschsee © HMTG

Neun von zehn Befragten gaben in der jüngsten Repräsentativumfrage der Stadtverwaltung an, dass sie gern oder sehr gern in Hannover leben

Auch die Zufriedenheit mit der Innenstadt und den Angeboten in den Stadtteilen ist gegenüber der Umfrage 2011 zum Teil noch einmal deutlich gestiegen. Als wichtigste Aufgaben für die Stadt werden genannt die Integration der Flüchtlinge, der Bau von Wohnungen, die Sanierung der Schulen, Investitionen in Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie mehr Park- und Abstellplätze für Autos und Fahrräder in der Innenstadt.

"Die Ergebnisse bestätigen die Entwicklung der Stadt und die Arbeit von Rat und Verwaltung in den vergangenen Jahren. Sie zeigen aber ebenso, dass die Bevölkerung genau sieht, welche Aufgaben wir aktuell mit Nachdruck angehen müssen. Die Einwohnerinnen und Einwohner demonstrieren damit eindrucksvoll, dass es sich aus ihrer Sicht in Hannover sehr gut leben lässt, trotz zweifellos großer Herausforderungen", erklärte Oberbürgermeister Stefan Schostok am 14. März bei der Präsentation der Umfrageergebnisse. "Die Herausforderungen werden auch klar benannt. Das gilt in besonderem Maß für die Integration der Flüchtlinge, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und auch die Sanierung unserer Infrastruktur, sei es bei den Schulen, den Straßen oder auch bei Radwegen. Die Weichen hierfür sind mit den geplanten zusätzlichen Geld für Investitionen, mehr Personal insbesondere bei der Flüchtlingsbetreuung und mit der Wohnbauoffensive bereits in die richtige Richtung gestellt."

Regelmäßige Umfrage

Alle drei bis fünf Jahre untersucht die Stadtverwaltung in einer umfangreichen repräsentativen Umfrage, wie die EinwohnerInnen die Lebensqualität in Hannover bewerten. Insgesamt haben knapp 5.800 Einwohnerinnen und Einwohner im Zeitraum von September bis Oktober 2015 teilgenommen. Die jetzt vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Basisumfrage bei 1.368 Befragten, die nach Alter, Geschlecht und Verteilung auf die Stadtteile repräsentativ ist.

Mit 91 Prozent erreicht die Zufriedenheit den besten Wert seit der ersten Befragung 1999. Erstmals sagt jede/r zweite Befragte er oder sie lebe nicht nur gerne, sondern sehr gerne in Hannover. In ihren Stadtteilen bewerten 84 Prozent die Lebensbedingungen als "sehr gut" oder "gut". Hohe Zufriedenheit gibt es mit dem Angebot von Schulen, Spielplätzen, Grün- und Erholungsflächen. Besonders stark verbessert haben sich die Werte für das Kita-Angebot, die Einkaufsmöglichkeiten und die Freizeitangebote in den Stadtteilen. Ebenso ist das Sicherheitsgefühl in Hannover bei der großen Mehrheit der Befragten gut bis sehr gut. Hoch bewertet werden auch die vielen Parks und Grünflächen und die gute medizinische Versorgung in Hannover.

Zufriedenheit mit der City stark gestiegen

Die Zufriedenheit mit der Innenstadt ist ebenfalls deutlich gestiegen. Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) geben der City gute oder sehr gute Noten, elf Prozentpunkte mehr als in der Umfrage 2011. Besonders positiv wird die gute Erreichbarkeit mit Stadtbahn und Bus oder dem Fahrrad gesehen. Die Hälfte kauft trotz der Online-Angebote unverändert in der City ein. Rund 30 Prozent kaufen online ein und dafür seltener in der City.

Geringere Zufriedenheit gibt es in der City für die Park- und Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder. Für den Weg zur Arbeit werden das Auto (38 Prozent), der ÖPNV (30 Prozent) und das Fahrrad (27 Prozent) fast gleich stark genutzt. Den Einkauf erledigen viele mit Auto (40 Prozent), Fahrrad (20 Prozent) oder zu Fuß (27 Prozent), nur rund  acht Prozent mit Stadtbahn oder Bus. Der Zustand der Radwege wird sehr unterschiedlich gesehen: Von mehr als einem Drittel positiv, von einem Viertel eher schlecht. So wird auf die Frage nach dem Handlungsbedarf auch die Verbesserung der Fahrradwege häufiger genannt.

Drängende Aufgaben: Integration von Flüchtlingen und Wohnungsbau

Angesichts der Aufnahme von mehreren tausend Flüchtlingen in der Landeshauptstadt sehen 32 Prozent der Befragten in Hannover das Thema "Flüchtlinge/Ausländer" als wichtigsten Problembereich, um den es sich zu kümmern gilt. Dieser Wert liegt allerdings deutlich unter den Ergebnissen bundesweiter Umfragen, wo mehr als 80 Prozent die Integration der Flüchtlinge als das wichtigste Problem in Deutschland ansehen. Bei den Fragen nach notwendigen Mehrausgaben der Stadtverwaltung, wird insbesondere die Integration von Flüchtlingen und anderen Zuwanderern aus anderen Ländern genannt.

Mehrausgaben gewünscht

Ebenso spiegelt sich der angespannte Wohnungsmarkt in den Antworten und Wünschen wider. Beklagt werden der Anstieg der Mieten und fehlende Wohnungen. Als weitere wichtige Aufgaben sehen die Befragten die Schulsanierung. Entsprechend viele Befragte befürworten auch hierfür Mehrausgaben. Auch Behinderungen im Straßenverkehr durch Baustellen und generell Staus werden von vielen als Problem genannt.

Mehrausgaben wünscht sich eine Mehrheit der Befragten auch für Kinder- und Jugendeinrichtungen, ebenso präventiv für den Schutz vor Kriminalität, Ausbau von Ganztagsschulen,  Straßenerhaltung, Fahrradwege und für Sportstätten und Bäder.