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Sauberkeit

Testphase für Pfandringe gestartet

Hilfe für Flaschensammler und die Stadtsauberkeit: Am 1. Dezember ist an drei hannoverschen Standorten der Test von sogenannten Pfandringen gestartet. In diesen Vorrichtungen können Pfandflaschen abgestellt werden, um Sammelnden die Mitnahme der Flaschen im öffentlichen Raum zu erleichtern. Die Auswertung der Testphase soll nach einem Jahr erfolgen.

Eine Frau und zwei Männer, die einen Ring und eine Flasche zeigen. © LHH

Konstanze Beckedorf (Sozialdezernentin der Stadt Hannover), Mathias Quast (Abteilungsleiter Stadtreinigung und Winterdienst von aha) und Harald Bremer (Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses) stellten die Pfandringe am 1. Dezember der Öffentlichkeit vor.

Der vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossene Versuch wird von der Stadt finanziert, von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) durchgeführt und durch das Karl-Lemmermann-Haus sozialwissenschaftlich begleitet.

Pfandringe könnten in Zukunft zum Stadtbild gehören

"Auch in Hannover ist das Sammeln von Pfandflaschen für Menschen, die in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben, eine Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern", erläutert Konstanze Beckedorf, Sozialdezernentin der Stadt Hannover. "Mit dem Test wollen wir schauen, welche Auswirkungen das 'geordnete' Anbieten von Pfandflaschen hat. Wir freuen uns, dass das Karl-Lemmermann-Haus das Projekt begleitet und auswertet. Die Erkenntnisse sollen Rat und Verwaltung als Grundlage dienen zu entscheiden, ob und in welchem Umfang Pfandringe in Zukunft zum Stadtbild gehören."

Standorte der Pfandringe

Am Steintor, an der Limmerstraße und am Lister Platz werden jeweils an zwei, möglichst schon vorhandenen, Pfosten oder Laternenmasten je zwei Pfandringe angebracht. Ein Pfandring besteht aus drei übereinander angeordneten Edelstahlreifen, in die die Flaschen gestellt werden.

Pfandringe sollen auch zu einer saubereren Stadt beitragen

"Wir haben uns für eine Konstruktion entschieden, die verkehrssicher vertikal angeordnet, einfach aufzubauen, leicht zu warten und kostengünstig ist und gut aussieht," beschreibt Mathias Quast, Abteilungsleiter Stadtreinigung und Winterdienst von aha, das hauseigene, in Absprache mit der Stadt entwickelte Modell. aha ist für die komplette praktische und logistische Durchführung des Tests zuständig. "Die Stadtreinigung organisiert das Projekt und kümmert sich um die Aufhängung, Reparatur und Reinigung der Pfandringe. Wir hoffen, dass die Pfandringe zu einer saubereren Stadt beitragen." Die Gesamtkosten für den einjährigen Pfandringtest werden auf rund 21.200 Euro veranschlagt.

Wirkung der Pfandringe wird beobachtet und ausgewertet

Für die Auswertung des Tests werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Karl-Lemmermann-Hauses an verschiedenen Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten die Pfandringe und ihre Benutzung beobachten. "Unsere Sozialarbeiter werden vor Ort mit den Menschen sprechen, dazu gehören nicht nur die Flaschensammlerinnen und -sammler selbst, sondern auch Anwohnerinnen und Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Standorte von Pfandringen", erklärt Harald Bremer, Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses. "Wir werden erkunden, weshalb und in welchem Umfang Pfandringe genutzt werden und wie das Angebot bei den Sammlerinnen und Sammlern ankommt."