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Gib mir Acht

Woche der Verkehrssicherheit

Unter dem Motto "Gib mir Acht" läuft vom 6. bis 8. Juni dieses Jahres die Kampagne zur Verkehrssicherheit. 

"Gib mir Acht"- Woche der Verkehrssicherheit vom 6. bis 8. Juni 2016 © LHH (Neue Medien)

"Gib mir Acht"- Woche der Verkehrssicherheit vom 6. bis 8. Juni 2016

Die Landeshauptstadt Hannover wirbt gemeinsam mit der Polizeidirektion Hannover, dem ADAC, der Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V., dem Gemeinde-Unfallversicherungs-verband (GUVH)/ Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Der Fokus der diesjährigen Kampagne liegt auf dem Radverkehr. Das Aktionsprogramm richtet sich an Viert-, Fünft- und SechstklässlerInnen sowie an Sprachlernklassen mit Flüchtlingskindern.

Großes Engagement aller Kooperationspartner

In diesem Jahr hat die Stadt Hannover eine aktionsreiche Woche der Verkehrssicherheit mit dem Themenschwerpunkt Radverkehr organisiert.

Zahlreiche Aktionen der Kooperationspartner an insgesamt drei Tagen auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus runden das Programm ab.

"Die Gesamtzahl der Unfälle mit Kindern ist im vergangenen Jahr abermals zurückgegangen", betont Stadtbaurat Uwe Bodemann. "Bedauerlich hingegen ist der leicht gestiegene Anteil der Kinder, die mit dem Rad verunglückten. Daher liegt der Fokus unserer Kampagne in diesem Jahr wieder auf dem Radverkehr. Kinder müssen frühzeitig auf potenzielle Gefahrensituationen im Straßenverkehr hingewiesen werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit unseren sehr engagierten Kooperationspartnern eine erfolgreiche Präventionsarbeit leisten werden", so Bodemann.

"Kinder nehmen die Geschehnisse im Straßenverkehr mit anderen Augen wahr, sie sind häufig verträumt und lassen sich leicht ablenken. Das Aktionsprogramm bietet den Kindern eine spielerische Möglichkeit, sich mit der Vielzahl der Gefahren im Straßenverkehr vertraut zu machen. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern werden wir nicht nachlassen, das Ziel einer weiteren Reduzierung von Verkehrsunfällen mit Kinderbeteiligung zu erreichen." erklärt Uwe Lange, Leiter des Einsatz- und Verkehrsdezernats der Polizeidirektion Hannover.

"Wir hoffen, dass die verschiedenen Projekte und Programme immer mehr dazu beitragen, dass gerade die Jüngsten für die Gefahren im Verkehrsgeschehen sensibilisiert werden und lernen, sicher mobil zu werden", sagt Bernward Franzky, Vorstandsmitglied für Verkehr im ADAC Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt. "Wir sehen uns dabei in einer großen Verantwortung. Wichtig ist uns auch, dass das richtige Verhalten auch vorgelebt wird. Wir haben eine große Vorbildfunktion und sollten unsere Kinder aktiv dabei unterstützen, die Herausforderungen des Straßenverkehrs zu meistern", ergänzt Franzky.

Ebenfalls engagiert ist die Verkehrswacht Hannover-Stadt e.V. "Solide Präventions- und Aufklärungsarbeit ist die unabdingbare, notwendige Basis der Verkehrsunfallvermeidung", sagt Fritz Henze, Vorsitzender des Vereins. "Gerade Kinder sind häufig Betroffene, da sie die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr sind. Ziel muss es sein, sie zu sensibilisieren", so Henze.

Weiterer Partner ist der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH)/ Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN). Geschäftsführer Roland Tunsch betont: "Die Kampagne ist neben den Unfallanalysen und den daraus abgeleiteten Baumaßnahmen ein wirkungsvolles Mittel zur Reduzierung der Unfallzahlen im Stadtgebiet. Ich bin mir sicher, dass diese Vielzahl von Maßnahmen in den kommenden Jahren Früchte tragen wird."

Präventionsaktionen vor dem Neuen Rathaus

Alle genannten Kooperationspartner begleiten die Woche der Verkehrssicherheit mit vielfältigen Präventionsaktionen. Von Montag (6. Juni) bis Mittwoch (8. Juni) können rund 1.000 Kinder auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.

Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Radfahren. Ein Simulator hilft beim Trainieren des richtigen Verhaltens auf zwei Rädern. Auch die Bedeutung des "toten Winkels" wird theoretisch und praktisch thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler können sich in diesem Fall selbst ans Steuer eines stehenden Lkw setzen und im Spiegel sehen, was aufgrund des toten Winkels nicht zu erkennen ist. Zudem wird mit der ADAC-Aktion "Achtung Auto" aufgezeigt, welche Gefahren es für Fußgängerinnen und Fußgänger gibt, wie lang Bremswege für Autos sind und was es heißt, Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Neue Plakate und Flottenwerbung zur Kampagne

Mit neuen Plakaten wird die Kampagne "Gib mir Acht" sichtbar. Kinder sollen für das Thema Verkehrssicherheit sensibilisiert, alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu einem rücksichtsvollen Miteinander bewegt werden.

Außerdem wird die städtische Fahrzeugflotte mit neuen Aufklebern versehen, die ganzjährig im Stadtgebiet auf das Thema aufmerksam machen sollen. Die 2015 neu aufgelegte Broschüre mit 3D-Bildern und Rätseln wird zum Schuljahresbeginn wieder an den Schulen verteilt. Überarbeitet wurden auch die Kinderstadtpläne. Diese werden zu Beginn des neuen Schuljahres an die Erst- und FünftklässlerInnen verteilt.

Weiterhin läuft die Schnitzeljagd. Diese Jagd führt durch die City und ergänzt das Spiel "Verkehrsmonsterjagd" um eine Schatzkarte. Anhand dieser können die einzelnen Stationen auch virtuell via QR-Code mit einem Smartphone angesteuert werden, um ergänzende Informationen zum jeweiligen Standort zu erhalten. Auch kann mit einem Rundbild die Situation besser beurteilt werden. Für die Schnitzeljagd gibt es an diversen Standorten in der City kleine Hinweistafeln mit dem Steckbrief des Verkehrsmonsters. Diese sind an Straßenlaternen angebracht und über einen QR-Code verlinkt.

Hintergrundinformationen

Die Woche der Verkehrssicherheit ist ein wichtiger Baustein im Konzept zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern. Es werden aber auch bauliche Maßnahmen ergriffen. Die Umbauten dienen vor allem dem Ziel, das Überqueren von Straßen noch sicherer zu machen.

Verunglückten in Hannover im Jahr 2014 noch 199 Kinder, so sank die Zahl im vergangenen Jahr weiter auf 189. Die Betrachtung der Unfälle nach Art der Verkehrsteilnahme zeigt für 2015, dass die Zahl der verunglückten Kinder als MitfahrerInnen leicht abgenommen hat: Waren es 2014 noch 69 Kinder, so verunglückten im letzten Jahr 65. Das entspricht einem Anteil von rund 34 Prozent. Eine deutlichere Abnahme ist 2015 bei der Unfallzahl mit Kindern, die als FußgängerInnen verunglückten, zu verzeichnen: von 68 auf 56. Das sind rund 30 Prozent. Eine leichte Zunahme ist bei den Unfällen mit Rad fahrenden Kindern zu verzeichnen: von 62 auf 68. Dies entspricht einem Anteil von rund 36 Prozent.

Weitere Infos und Downloads wie zum Beispiel die Kinderstadtpläne stehen im Internet zur Verfügung: www.gib-mir-acht.de.