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UNESCO City of Music

Bewerbung auf der Berlinale vorgestellt

"Sex Bomb"-Produzent und Komponist Mousse T. und die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder (ex-Fury in the Slaughterhouse) aus Hannover stehen voll und ganz hinter der Bewerbung Hannovers als UNESCO City of Music. Das haben sie unisono beim Pressegespräch zur nordmedia-night in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund jetzt in Berlin verkündet. "Wenn nicht Hannover, wer dann?", fragten sie bei der Vorstellung der Bewerbung salopp in die Runde. Denn: In Hannover spielt die Musik!

Thorsten Wingenfelder, Marlis Drevermann, Kai Wingenfelder und Mousse T. mit der Bewerbungsbroschüre der Landeshauptstadt Hannover zur UNESCO City of Music © LHH

Auf dem roten Teppich der Berlinale: Thorsten Wingenfelder, Kulturdezernentin Marlis Drevermann, Kai Wingenfelder und Mousse T. (v.l.n.r.)

Beispielhaft für die internationale Bedeutung der Musikstadt Hannover und ein Grund mehr sich als UNESCO City of Music zu bewerben, ist der Film "Love Supreme" über die legendäre Duesenberg-Gitarre, der jetzt auf der Berlinale vorgestellt und von nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH gefördert wurde. Auf Duesenberg-Gitarren spielen Stars wie Bob Dylan, Slash, Herbert Grönemeyer, Ronnie Wood (Rolling Stones), Udo Lindenberg, Dave Stewart (Eurythmics), Elvis Costello und auch die Wingenfelder-Brüder. Zuletzt konnte sich etwa Johnny Depp bei einer Duesenberg-Party in Los Angeles am 15. Januar 2014 über eine neue exklusiv für ihn vom Duesenberg-Gründer Dieter Gölsdorf kreierte Signature Gitarre freuen, von der lediglich 52 handsignierte Exemplare in den weltweiten Handel gelangen werden.

"Love Supreme" macht die Erfolgsstory rund um die Duesenberg-Gitarre und damit auch Hannover als Musikstadt und Standort renommierter Unternehmen aus der Musikwirtschaft weltweit bekannt. "Wir bewerben uns als Stadt mit Tatendrang, ehrgeizigen Zielen und großer Vorfreude. Hannover und Musik – das ist eine Beziehung mit vielen Klangfarben und großem Potenzial", begründet Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok die Bewerbung. "Für Hannover spricht das vielfältige Angebot aller Genres von Pop und Rock über Jazz bis hin zu Alter Musik, Klassik und Neuer Musik, Hannover verzeichnet überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze in der Musikwirtschaft und wir halten eine hervorragende Infrastruktur im Bereich der musikalischen Aus-, Weiter- und Spitzenbildung vor."

"Musikförderung steht für uns und viele andere Stiftungen in Hannover an zentraler Stelle, da so viel herausragendes Potenzial vorhanden ist", ergänzt Anja Römisch, Geschäftsführerin Stiftung Kulturregion Hannover.

"Hannover gehört in die Riege der UNESCO Cities of Music", ist sich Kulturdezernentin Marlis Drevermann sicher. Hannovers Bewerbung titelt daher für die Niedersächsische Landeshauptstadt ungewohnt selbstbewusst: "Großstadtsinfonie in vier Sätzen". Sonst eher für ihr Understatement bekannt, greift die Stadt bei ihrer Bewerbung in die Kiste der Superlative: Musikalische Bildung und Ausbildung suchen ihresgleichen, Hannovers junge Musikszene ist bekannt für ihre Leidenschaft, die Chorstadt Hannover ist national und international eine Marke, und Musik- und Kreativwirtschaft stellen unter Beweis, dass Kreativität sich auch in klingende Münze umsetzen lässt.

Bei dieser Standortbestimmung wollen Stadt und ihre Musikpartnerinnen und -partner es aber nicht belassen. Vielmehr sollen mit der Bewerbung zur UNESCO City of Music die vorhandenen Potenziale in Zukunft weiter ausgebaut und vernetzt werden: nach innen und außen, interdisziplinär, regional und international. Um den Transfer von Know-how in Schwellen- und Entwicklungsländer zu fördern und zu lancieren, werden auch die bestehenden Vorhaben mit den Partnerstädten Hannovers mit in die Bewerbungsunterlagen einfließen.

Es sprechen viele Gründe für Hannovers Bewerbung zur UNESCO City of Music, die auch Regionspräsident Hauke Jagau unterstützt: "Musik ist Emotion und Lebenslust. Die lebendige und kreative Musikszene in Hannover trägt wesentlich zu der hohen Lebensqualität in unserer Region bei. Ich drücke uns allen die Daumen, dass Hannover den Titel City of Music erhält."

Und die nächsten Schritte sind geplant: Die Bewerbung der Landeshauptstadt muss bis spätestens 20. März bei der UNESCO eingereicht werden. Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung: Es wird eine "Wir-Bewerben-Uns-Party" geben, zur Fête de la Musique am 21. Juni dreht sich sowieso alles um Musik und es ist ein großer Mit-Sing-Event zu den Chortagen Hannover in Planung.