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Inklusionspreis: "amara Schulen" ausgezeichnet

Der vierte "Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft" der Landeshauptstadt Hannover geht an die "amara Schulen für Naturheilkunde und Heilpraxis GmbH".

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette haben am 18. März im Beisein von Andrea Hammann, städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, die Auszeichnung an Dr. Georg Klaus, Geschäftsführer der amara GmbH, übergeben. Mit der Ehrung ist ein Preisgeld von 10.000 Euro verbunden.

"Auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt ist es uns ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit anderen Akteuren Menschen mit körperlichen und anderen Einschränkungen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander und die unabhängige persönliche Entwicklung müssen selbstverständlich sein. Ein selbstbestimmtes Erwerbsleben ist dafür ein sehr zentraler Aspekt. Mit dem 'Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft' wollen wir dafür ein starkes Zeichen setzen", betonte Oberbürgermeister Schostok. Er dankte allen Betrieben für ihre Bewerbungen, mit denen sie bewiesen hätten, dass soziale Verantwortung und wirtschaftliche Interessen nicht im Widerspruch, sondern vielmehr in Ergänzung zueinander stehen.

Einstimmige Entscheidung der Jury

Wirtschaftsdezernentin Tegtmeyer-Dette erläuterte in ihrer Laudatio die einstimmige Entscheidung der Jury. Dieser gehörten Sigrid Lübbers, Selbstbestimmt Leben e.V. und Mitglied des Runden Tisches für Menschen mit Behinderungen, Ratsfrau Ingrid Wagemann, Vorsitzende des Sozialausschusses, die Behindertenbeauftragte der Stadt, Andrea Hammann, Gabriele Zingsheim, Bereichsleiterin Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover sowie Andreas Fritz, Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover, an.

"Die Jury würdigt mit ihrer Entscheidung das Engagement amaras für junge Menschen mit Behinderung. amara bietet Berufspraktika und Möglichkeiten einer verzahnten Ausbildung, stellt Ausbildungsplätze zur Verfügung und wo möglich dauerhafte Arbeitsplätze", erläuterte die Dezernentin. "Der Preis ist zugleich Anerkennung für langjährige Arbeit, denn amara ist seit zehn Jahren in dieser Weise aktiv."

Über den ausgezeichneten Betrieb

Die "amara Schulen für Naturheilkunde und Heilpraxis GmbH" betreibt vier Standorte: in Hannover, Hamburg, Bielefeld und Wolfenbüttel. Die Firma bietet im Bereich der Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung beim Gesundheitsamt zur  Heilpraktikerin bzw. zum Heilpraktiker geeignete Weiterbildungsmaßnahmen an. Außerdem führt sie die Konzeption, Planung, Organisation und Bildungsmaßnahmen im Rahmen der allgemeinen und speziellen naturheilkundlichen Bildung und Ausbildung durch. In der eigenen Verwaltungsabteilung bekommen junge Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, Kenntnisse und Erfahrungen im Rahmen von Praktika und verzahnter Ausbildung zu erlangen.

Die verzahnte Ausbildung ist ein wichtiges Verbundmodell bei der Inklusion von Jugendlichen mit Behinderung in das Arbeitsleben. Der besondere Vorteil dieses Modells liegt in der betrieblichen Praxis, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Unternehmen kennenlernen. Hier können sie erlernte Fähigkeiten beweisen und verbessern ihre Chancen, nach Beendigung der Ausbildung von den Kooperationsbetrieben in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden.

Kooperationen von "amara"

"amara" kooperiert mit dem Berufsbildungswerk Annastift, das häufig Schwierigkeiten hat, adäquate Arbeitsstellen in Unternehmen für verzahnte Ausbildungen zu finden. Weitere Partner sind die Agentur für Arbeit, die Jobcenter der Region, das Berufsbildungswerk der Bundeswehr, die Deutsche Rentenversicherung, Sina – Soziale Integration neue Arbeit und das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft.

"Die Anzahl von Unternehmen, die Auszubildenden mit Behinderung so konsequent eine Chance innerhalb ihres Betriebes geben, ist immer noch sehr gering. Dabei lohnt es sich, dem Beispiel von amara zu folgen: Der persönliche Kontakt während eines Praktikums oder einer verzahnten Ausbildung erhöht die Chance, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dauerhaft zu gewinnen, die sie ansonsten vielleicht nicht eingestellt hätten", würdigte Tegtmeyer-Dette die Vorbildfunktion des Preisträgers.