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Bombe erfolgreich entschärft

Der Blindgänger am Historischen Museum konnte am frühen Mittwochmorgen erfolgreich entschärft werden. Der Sperrbereich wurde aufgehoben.

Bei Bauarbeiten in der Burgstraße (Stadtteil Mitte) war am Dienstagvormittag eine zehn Zentner schwere amerikanische Fliegerbombe mit zwei mechanischen Zündern aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden, die noch in der Nacht entschärft werden musste.

Vor der Entschärfung musste jedoch ein etwa 1,8 km² großer Sicherheitsbereich um den Bombenfundort evakuiert werden. Die etwa 9000 Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereiches mussten ab 22 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch Betriebe, Gastronomie- und Hotelbetriebe mussten zu diesem Zeitpunkt ihren Betrieb einstellen.

Starker Zulauf in der Betreuungsstelle

Insgesamt kamen rund 700 Bürgerinnen und Bürger in die, im Vorfeld eingerichtete, Betreuungsstelle in der BBS Metalltechnik-Elektrotechnik in der Gustav-Bratke-Allee. 48 Personen mussten mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstelle gebracht werden. Trotz der langen Einsatzdauer zeigten die Betroffenen in der Betreuungsstelle großes Verständnis für die Einsatzmaßnahmen.

Die Evakuierung verlief im Großen und Ganzen reibungslos, die Bevölkerung verhielt sich überwiegend diszipliniert. Durch einzelne Personen, die sich nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen im Sperrbereich zeigten, kam es allerdings zu Verzögerungen bei der Räumung von über einer Stunde.

Aufwändige Entschärfung

Um 2:41 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) die Arbeit an der Bombe aufnehmen. Da einer der beiden Zünder bereits stark korrodiert war, konnte er nicht manuell aus der Bombe heraus gedreht werden, sondern musste mit einem speziellen Wasserstrahlschneidgerät entfernt werden. Die aufwendige Entschärfung zog sich über eine Stunde hin.

Feuerwehrchef zieht positives Fazit

"Diese besondere Herausforderung konnte erfolgreich bewältig werden – alle beteiligten Einsatzkräfte arbeiteten reibungslos zusammen. Den Betroffenen danke ich für Verständnis und Geduld für diese erforderlichen Maßnahmen", so abschließend Feuerwehrchef Claus Lange, der sichtlich erleichtert war, als ihn die Meldung von der Entschärfung um 03:50 Uhr erreichte.

Vom Eingang der ersten Meldung bis zum Abschluss der Maßnahmen war die Feuerwehr Hannover über 19 Stunden im Einsatz. Eingesetzt waren insgesamt 709 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und KBD. Beim gemeinsamen Bürgertelefon von Feuerwehr Hannover, Region Hannover und Polizei gingen bis 4 Uhr zusammen rund 2300 Anrufe ein.