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Mahnmal

Digitale Darstellung der Stolpersteine

Im Stadgebiet Hannovers wurden bisher 222 Stolpersteine verlegt. Seit Anfang Juni können die Standorte und die Hintergrundinformationen auch online abgerufen werden.

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einer an die Wand projezierte Stadtkarte von Hannover, die Frau in der Mitte hält einen Stolperstein in der Hand © LHH

Schalteten das "digitale Mahnmal" frei: Kulturdezernentin Marlis Drevermann, Gabriele Lehmberg (Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover) und Peter Rautmann, Pate von Stolpersteinen in der Ferdinand-Wallbrecht-Straße 34 (v.l.)

Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind. Die Steine werden am letzten selbst gewählten Wohn- oder Arbeitsort der Verfolgten in den Fußweg eingelassen. Eine Messingplatte auf der Oberfläche nennt mit der Inschrift "Hier wohnte..." den Namen, den Geburtsjahrgang sowie die Umstände des Todes.

Dezentrales Mahnmal

Der Zugang zum "größten dezentralen Mahnmal der Welt" in Hannover ist am 4. Juni von Kulturdezernentin Marlis Drevermann freigeschaltet worden. Mit der Darstellung der bisher 222 verlegten Stolpersteine in der digitalen hannoverschen Stadtkarte gibt es auf einen Klick Informationen zu den Biographien und zu den verschiedenen Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus, die mit einem Stolperstein bedacht sind. Die Karte ist für alle offen, besonders geeignet aber für Lerngruppen aus Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Die Idee ist aus der Kooperation vom Projekt Erinnerungskultur und der Stadtvermessung (Geoinformation) entstanden. Für die DVD "150 Jahre Stadtvermessung" war 2010 ein Prototyp entwickelt worden, der nun erweitert und www-fähig gemacht wurde.

Die digitale Stadtkarte der Stolpersteine ist unter www.hannover-gis.de/GIS/?thema=37 zu finden

Hintergrund

Seit 2007 wurden in Hannover 222 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Das vom Kölner Künstler Gunter Demnig initiierte Projekt wird durch den städtischen Fachbereich Bildung und Qualifizierung/Projekt Erinnerungskultur und die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. realisiert. Am 12. Juni werden an acht Orten in Hannover 18 neue Steine verlegt, die an Personen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden, die auf andere Weise infolge der NS-Gewaltherrschaft zu Tode gekommen sind, die in die Emigration getrieben wurden und dort überlebt haben oder die befreit wurden und überlebt haben.

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