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Der Siegerentwurf für das Projekt Am Listholze 82 von den blauraum architekten aus Hamburg © blauraum architekten, Hamburg

Der Siegerentwurf für das Projekt Am Listholze 82 von den blauraum architekten aus Hamburg

Neuer Wohnraum

Initiative für Wohnbauflächen gestartet

Bis 2015 soll jährlich für etwa 500 Wohnungen Baurecht geschaffen werden.

In Hannover steigt die Einwohnerzahl seit 2005 wieder an, zuletzt mit zunehmender Geschwindigkeit. Lag der Anstieg in den Jahren 2005 bis 2010 bei circa 1.000 Personen im Jahr, so betrug er 2011 rund 3.000 und im vergangenen Jahr etwa 4.000 Personen. Aktuell werden weitere Zuwächse um fast 12.000 Personen bis 2025 prognostiziert. Die am 28. Januar vorgestellte Wohnbauflächeninitiative ist daher ein Baustein, um der steigenden Nachfrage nach neuem Wohnraum nachzukommen.

Zu den ersten Flächen der Initiative gehören Areale in der Ohestraße (Stadtteil Calenberger Neustadt) sowie in den Straßen An den Hilligenwöhren (Bothfeld) und Am Listholze (List). Daneben dürfte das Grundstück der bisherigen Feuerwache 1 (Calenberger Neustadt) in den kommenden Jahren ein spannendes Wohnbauprojekt werden. „Für die Wohnbauflächeninitiative ist eine sachgebietsübergreifenden Projektgruppe unter der Leitung von Dr. Hans-Heiner Schlesier eingesetzt worden, die die erforderlichen Bauleitplanverfahren optimal steuern soll“, erläutert Stadtbaurat Uwe Bodemann. „Insgesamt wird das mehr als 20 Bauleitplanverfahren, teilweise auch mit Änderungen von Flächennutzungsplänen, betreffen.“

Das Projekt „Am Listholze 82“

Wie das Vorhaben „Am Listholze 82“ am Mittellandkanal aussehen kann, wurde ebenfalls am 28. Januar vorgestellt: Rund 100 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und 50 Reihenhäuser möchten die hannoverschen Bauträger Gundlach GmbH & Co. KG und Delta Bau AG ab Herbst 2014 in der List schaffen. Für das Gemeinschaftsprojekt, in das die beiden Unternehmen rund 30 Millionen Euro investieren wollen, wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Der Siegerentwurf stammt vom Hamburger Büro blauraum architekten. Überzeugt hat die Jury die Absicht der Architekten, das Baugrundstück als Insel wahrzunehmen und Wege zum Wasser anzubieten, die sich „in richtiger Dosierung zu Nachbarschaftshöfen aufweiten. Die Kante am Wasser wird über eingestellte Terrassen zu einem besonderen Erlebnisraum.“ Die Straße Am Listholze soll von Geschossbauten gesäumt werden. Durch die Anordnung der Reihenhäuser im Inneren des Gebiets entstehen Straßenräume und Höfe mit Aufenthaltsqualität, in die sich auch Spielmöglichkeiten integrieren lassen.

Hintergrundinformationen

Dem eingangs erwähnten Bevölkerungszuwachs bis 2025 will die Stadt Hannover neben der Wohnbauflächeninitiative mit drei weiteren Maßnahmen begegnen, die ebenso darauf abzielen, die Fertigstellungsrate im Wohnungsbau wieder deutlich zu erhöhen und dabei entsprechend Standort, Qualität und Mietpreis möglichst genau den bestehenden Bedarf zu befriedigen:

So wird in Kürze das Wohnkonzept 2025 vorgestellt, das mögliche Standorte und Anforderungen zusammenfasst, um bis zum Jahr 2025 rund 11.000 Wohnungen in Hannover neu zu bauen. Dabei geht es über den quantitativen Nachweis der Baumöglichkeiten hinaus vor allem auch um die bedarfsgerechte Verteilung im Stadtgebiet. Das lenkt den Fokus insbesondere auf die innenstadtnahen Stadtteile, in denen Potenziale nur mit außerordentlich hohem planerischen Aufwand erschlossen werden können.

Ebenfalls in Planung ist ein kommunales Förderungsprogramm, um weiteren Wohnraum im Segment „preiswertes Wohnen“ anbieten zu können. Vierter Baustein ist der Dialog mit der Wohnungswirtschaft: Die Erhöhung der Wohnungsneubaurate erfordert ein fokussiertes Zusammenwirken der am Prozess beteiligten Akteure aus Wohnungswirtschaft, Politik und Verwaltung. Die Stadt ist deshalb mit der Wohnungswirtschaft im Dialog über die Projektentwicklung für Neubauflächen für die verschiedenen Wohnwünsche und Nachfragegruppen.