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Projekt e.coSport

Klimaschutz: Sport­vereine ausgezeichnet

Im Rahmen des Projekts "e.coSport" haben seit 2002 mehr als 80 Vereine in Stadt und Region ihre Sportstätten energetisch saniert.

Sabine Tegtmeyer-Dette, Prof. Dr. Axel Priebs und Prof. Dr. Timm Eichenberg in einem Ruderboot, im Hintergrund das Vereinshaus des HRC © LHH

Gemeinsames Probesitzen: Sabine Tegtmeyer-Dette, Prof. Dr. Axel Priebs und Prof. Dr. Timm Eichenberg (v.l.)

Klimaschutz wird auch beim Sport großgeschrieben: Neun Vereinen aus Stadt und Region Hannover haben Sabine Tegtmeyer-Dette und Prof. Dr. Axel Priebs als zuständige UmweltdezernentInnen am 4. September für ihr engagiertes Handeln gedankt. Neben dem Hannoverschen Ruder-Club (HRC) am Maschsee, wo die Veranstaltung stattfand, waren dies: DTV Hannover, SV Ahlem, Wassersportfreunde Hannover, SV Ehlershausen, SC Lehrte, SV Langenforth, SG Langenhagen und SG Ahlten.

Investitionen von über 1 Million Euro

Insgesamt haben die ausgezeichneten Sportvereine für ihre energetische Sanierung Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro investiert. Circa 315.000 Euro Zuschüsse gewährten Region und Stadt Hannover. 230.000 Euro Landesmittel flossen vom Regions- und Stadtsportbund. Der enercity-Fonds "proKlima" steuerte 32.000 Euro bei. Hinzu kamen weitere Zuschüsse der örtlichen Kommunen. Die Sanierungen bewirken eine Reduzierung der Emissionen (CO2-Emissionen) von circa 127.000 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) pro Jahr. Gleichzeitig sparen die Vereine jährlich Energiekosten in Höhe von etwa 31.000 Euro, die dem Sportbetrieb zugutekommen.

Vereine setzen Klimaschutzprogramme um

"Ich freue mich sehr über diese umfangreichen Klimaschutzaktivitäten der Sportvereine", sagte der Erste Regionsrat und Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs. "Sie tragen dazu bei, die Klimaschutzprogramme von Region und Stadt Hannover umzusetzen. Dafür stellen wir die nötigen Fördermittel gerne zur Verfügung."

Konstruktive Zusammenarbeit

Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, sieht den besonderen Wert des e.coSport-Programms in seinem langjährigen erfolgreichen Bestehen. "Für den großen Erfolg des e.coSport-Programms ist es sehr wichtig, dass alle Beteiligten seit über zehn Jahren konstruktiv zusammenarbeiten und dass es stets eine starke politische Zustimmung zu diesem Programm aus dem Rat und der Regionsversammlung gegeben hat und weiterhin gibt."

Beratung und Förderung

Das Projekt "e.coSport - energetische Sportstättensanierung und Umweltberatung in der Region Hannover" besteht seit 2002 und ist in diesem Jahr mit neuen Richtlinien und einer neuen Projekt-Koordination durch das Umweltzentrum Hannover e.V. gestartet. Neben einer umfassenden Beratung bietet das Programm Sportvereinen verbesserte Fördermöglichkeiten, zum Beispiel ist ein geringerer Eigenanteil zu leisten. Die Partner enercity Fonds proKlima und aha-Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover unterstützen das Projekt ebenso wie der Stadt- und Regionssportbund.

Mehr als 80 Vereine in zehn Jahren

Zwischen 2002 und 2012 wurden im Stadtgebiet Hannover bei 43 Vereinen und bei 41 Vereinen aus dem Umland Zustandsanalysen und Orientierungsberatungen durchgeführt und Sanierungspläne aufgestellt. Auf dieser Grundlage wurden bei allen Vereinen Sanierungsmaßnahmen vollzogen. In dieser Zeit hat die Stadt Hannover Zuschüsse in Höhe von 860.000 Euro und die Region von insgesamt 870.000 Euro an die e.coSport-Vereine ausgeschüttet.

HRC dankt ehrenamtlichen Helfern

Die diesjährige Abschlussveranstaltung fand beim Hannoverschen Ruder-Club von 1884 (HRC) statt, weil dieser sein Clubhaus nach einer ausführlichen e.coSport-Beratung beispielhaft umfassend energetisch saniert hat. Es wurden unter anderem die Fenster erneuert, Dach und Wände gedämmt, eine solarthermische Anlage installiert, eine Lüftungsanlage eingebaut. Mehr als 17.000 Kilogramm CO2 und 4.000 Euro Energiekosten werden damit jährlich eingespart. Zu den Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 450.000 Euro hat der Verein öffentliche Zuschüsse von rund 180.000 Euro erhalten. "Die umfassende energetische und bauliche Sanierung war eine große Herausforderung für unseren Verein", betonte Prof. Dr. Timm Eichenberg, Erster Vorsitzender des HRC. "Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die vielen ehrenamtlichen Helfer aus dem Verein und ohne die Beratung und Förderung aus dem e.coSport-Programm hätten wir diese Aufgabe niemals so erfolgreich bewältigen können."