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Ratgeber

Stadt und enercity

Neue Konzessions­verträge bis 2034

enercity erhält das Recht, weitere 20 Jahre das Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wassernetz in Hannovers Straßen zu verlegen und zu betreiben.

Das Gemeinschaftskraftwerk in Stöcken © enercity

Das Gemeinschaftskraftwerk in Stöcken liefert auch Fernwärme

Die Verhandlungen der Konzessions- und Wegenutzungsverträge für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser im hannoverschen Stadtgebiet für die nächsten 20 Jahre sind abgeschlossen. Diese Verträge verpflichten Gemeinden, ihre öffentlichen Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zur Versorgung von Verbrauchern zur Verfügung zu stellen. Für die Einräumung dieses Rechts zahlt das Energieversorgungsunternehmen eine Konzessionsabgabe.

"Mit den neuen Konzessionsverträgen gibt es ein erstklassiges Handwerkszeug für die langfristige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stadtwerken. Das Bekenntnis von enercity zu einer Klima-Allianz 2030 mit sehr weitgehenden umweltpolitischen Zielen ist bundesweit vorbildlich", sagt Hannovers derzeitiger Verwaltungschef Hans Mönninghoff.

"enercity bekennt sich in einem schwieriger werdenden energiewirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld zur Fortsetzung der langfristigen erfolgreichen Partnerschaft mit der Landeshauptstadt", betont der enercity-Vorstandsvorsitzende Michael Feist.

Bei der europaweiten Ausschreibung der Wegenutzungsverträge für Strom und Gas war enercity der einzige Bieter und bei den Konzessionsverträgen für Fernwärme und Wasser konnte die Stadt mit enercity direkt verhandeln. Das ganze Vertragswerk, das die bis zum 20. Mai 2014 laufenden Konzessionsverträge ablöst, steht unter dem Vorbehalt der Zustimmungen der Ratsgremien und des enercity-Aufsichtsrates, die im Herbst 2013 eingeholt werden sollen.

Neuregelungen

Neben einer Vielzahl technischer Details ist in dem mehr als 100 Seiten umfassenden Vertragswerk unter anderem Folgendes neu geregelt:

  • enercity zahlt erstmalig wie vom Rat im Haushaltssicherungskonzept gewünscht, eine Fernwärme-Konzessionsabgabe in einem jährlichen Umfang von circa vier Millionen Euro. Hierdurch wird die im Bundesvergleich in Hannover kostengünstige Fernwärme für die Kunden voraussichtlich bis zu fünf Prozent teurer, die Preise werden jedoch auch dann noch unterdurchschnittlich günstig sein.
  • Wenn die Leitungs-Trassenführung entlang der öffentlichen Straßen zu aufwändig ist, kann enercity zukünftig auch Abkürzungen in Wegetrassen in öffentlichen Parks und Grünanlagen verlegen.
  • enercity behält bei der Wasserversorgung das Recht zur ausschließlichen Versorgung im Stadtgebiet. Der Kommunalrabatt für Wasser gilt zukünftig auch für die von Dritten betriebenen öffentlich genutzten Bäder.
  • Daneben wurde eine Vielzahl von ungeklärten Fragen aus der Vergangenheit neu geregelt, unter anderem die Einzelfallgenehmigung bei Errichtung oberirdischer Versorgungsanlagen, die Pflicht zur Entfernung stillgelegter Anlagen, der Bestandsschutz von Leitungen sowie Fragen zur Koordinierung von Baumaßnahmen mit dem Ziel, Bauzeiten und Ausmaß der Baustellen auf das geringstmögliche Maß zu beschränken und so zu planen, dass vor Ablauf von fünf Jahren ein erneuter Aufbruch vermieden wird und Baumaßnahmen grundsätzlich gemeinsam genutzt werden.

Klimaschutz

Unabhängig von den Verhandlungen zu obigen Konzessionsverträgen wurde mit enercity die Fortschreibung der Klima-Allianz 2020 vereinbart. Mit der neuen Klima-Allianz 2030 wurden langfristig wirkende weitgehende Klimaschutzziele für das Jahr 2030 vereinbart:

  • enercity setzt sich das Ziel, bis 2030 Kohlendioxid-Vermeidungsmaßnahmen in einem Gesamtumfang von jährlich 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) zu ergreifen.
  • 2030 will enercity jährlich 1.500 Gigawattstunden (GWh)Strom regenerativ aus Wind, Photovoltaik und Biomasse produzieren.
  • Der Anteil der in Hannover in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Wärme am Wärmemarkt Hannovers soll durch ein Fernwärmeverdichtungsprogramm und eine Vielzahl neuer Blockheizkraftwerke (BHKWs) von 16 Prozent in 1990 auf 35 Prozent in 2030 mehr als verdoppelt werden.
  • enercity plant, das Engagement beim bundesweit einmaligen Klimaschutzfonds proKlima auch in Zukunft fortzuführen. Ebenso wird das derzeitige Angebot des Unternehmens zur Beratung seiner Kunden über Möglichkeiten der effizienten Erzeugung und des effizienten Verbrauchs von Wärme und Strom fortgeführt und eine Ausweitung geprüft. Den Kunden soll ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zum Energiesparen gemacht werden, unter anderem Thermografie, Luftdichtheitstests und Bauherrenberatung. Des Weiteren wird der Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes "Energieeffizienzdienstleistungen" geprüft.