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Sozialmonitoring

Sozialdezernent Walter stellt Sozialbericht vor

Alle fünf Jahre wird mit dem Sozialbericht Bilanz gezogen, um die sozialen Entwicklungen in Hannover zu bewerten.

Eine Familie bei einem Spaziergang © LHH (MEV Verlag)

Der Sozialbericht beschreibt die Lebenssituation von Jung und Alt in Hannover

Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter hat am 6. Juni den „Sozialbericht 2013“ vorgestellt. Es ist der fünfte Bericht seit 1993, mit dem die Landeshauptstadt einen umfassenden Überblick über die soziale Situation der Menschen in Hannover gibt.

„Alle fünf Jahre wird mit dem Sozialbericht Bilanz gezogen, um die sozialen Entwicklungen in unserer Stadt zusammenzuführen und zu bewerten. Wir blicken dezidiert auf die aktuelle Situation und versuchen abzuleiten, wohin ‚die Reise geht‘. Darauf können wir und andere sozialpolitisches Handeln zielorientiert aufbauen“, erläutert Walter. 

Die Daten des städtischen Sozialberichtes beruhen im Wesentlichen auf dem städtischen Einwohnermelderegister. Anders als die Stichtagserhebungen („Zensus“) spiegeln sie die beständig fortgeschriebene kommunale Datenlage wider.

Der Sozialbericht stellt die gesamte Spanne an Lebenslagen in Hannover dar, zum Beispiel

  • Hannover von jung bis alt, aus aller Welt, allein und gemeinsam
  • Hannover zwischen arm und reich und von Schlichtwohnung bis Villa
  • Hannover zwischen Schulabbruch und Hochschule sowie
  • Hannover: gesundheitliche Aspekte zwischen Jung und Alt.

Die Darstellung der Daten erfolgt jeweils auf Stadtteilebene. Der Bericht bietet Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eine Informations- und Diskussionsgrundlage für perspektivische Planungen.

In Hannover ändern sich die Bevölkerungsstrukturen: die Stadtränder altern, während sich die Innenstadtlagen verjüngen.

Dort nimmt der Anteil an Familien, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu. Gleichzeitig wird Hannover internationaler: Ein Viertel aller BewohnerInnen hat eine ausländische oder eine doppelte Staatsangehörigkeit, unter den Kindern und Jugendlichen trifft dies auf 43 Prozent zu.

„Die laufende Beobachtung der sozialen Lagen und sozialen Räume in der Stadt und der sehr unterschiedlichen Entwicklungen in Hannover ist für die soziale Stadtentwicklung von großer Bedeutung“, betont Walter. „Das Monitoring hilft, Sozialräume mit besonderem sozialen Handlungsbedarf zu identifizieren. Im Sinne eines Frühwarnsystems erlaubt es, problematische Entwicklungen zu erkennen“

Auf Quartiersebene wird das Ausmaß der sozialräumlichen Ungleichheit in Hannover deutlich: 208 der 387 Quartiere (54 Prozent) in Hannover befinden sich in einer sozial besser situierten Situation. 117 Quartiere (30 Prozent) liegen leicht über dem Stadtmittel. In 60 Quartieren (16 Prozent) kumulieren sich Problemlagen, darunter sind 17 Quartiere (4 Prozent), die besonders hohe Belastungen aufweisen. Es handelt sich dabei um sogenannte „Gebiete mit besonderem sozialem Handlungsbedarf“.

Das entwickelte Verfahren ist eine konkrete Arbeitsgrundlage: „In Zeiten begrenzter Ressourcen geht es stets darum, diese dort zu konzentrieren, wo sie am dringendsten gebraucht werden. In der Stadt Hannover werden daher Handlungsansätze und soziale Infrastruktur in prekären Räumen konzentriert, um die Lebensbedingungen für die Menschen nachhaltig zu verbessern (z. B. Familienzentren, Schulsozialarbeit, Soziale Stadt oder Elterncafés, Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit)“, so Walter.

Ansprechpartnerinnen für den Sozialbericht sind Dr. Silke Mardorf und Elke Sauermann, Koordinationsstelle Sozialplanung, Telefon 168-46966 und 168-46459.

Die Gesamtversion des Sozialberichts 2013 kann hier heruntergeladen werden: