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Nachhaltigkeit

Städtisches Abfall­projekt ausgezeichnet

Anerkennung für nachhaltige Bildung: Das Projekt "Abfall – Nein danke! Von der Abfalltrennung zum nachhaltigen Konsum" wurde als Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von der deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Ein Mann und zwei Frauen stehen vor einer weiß-grauen Wand, zwei Personen halten eine Urkunde in der Hand © LHH

Udo Büsing, Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann (stellvertretende Vorsitzende des Nationalkomitees der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014") und Heike Kohpahl (v. l. n. r.)

Udo Büsing vom städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtgrün und Heike Kohpahl vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) nahmen die Auszeichnung am Sonnabend (13. April) in Stuttgart entgegen. "Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln", begründete Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade, die Auszeichnung.

Projekt an Schulen

"Abfall - Nein danke!", ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Hannover und aha, zeigt, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Mit dieser Initiative werden Schülerinnen und Schüler für die Themen Abfallvermeidung, Wertstofftrennung und ein nachhaltiges Konsumverhalten sensibilisiert. In einer Projektwoche setzen sie sich kreativ mit dem Thema Abfall und Konsum auseinander und entwickeln eigene Ideen für ein nachhaltiges Handeln. Am Ende der Woche werden die Ergebnisse in Form von Masken- und Marionettentheater, Modenschauen, Tanz- und Musikeinlagen vor der ganzen Schule präsentiert. Das Projekt wurde bereits viermal erfolgreich durchgeführt und findet in diesem Jahr in der IGS Mühlenberg statt.

"Uns ist wichtig, schon bei Kindern und Jugendlichen die Bereitschaft für ein nachhaltiges Verhalten zu fördern, das nicht nur auf Umweltverträglichkeit, sondern auch auf soziale und ökonomische Gerechtigkeit ausgerichtet ist", betont Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün.

Experimentiertfreude nutzen

aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter ergänzt: "Im Grunde kann man gar nicht früh genug anfangen, Kinder für das Thema Abfall zu sensibilisieren. Kinder sind wissbegierig und experimentierfreudig, probieren sich aus und wirken als Multiplikatoren. Der spielerisch-kreative Umgang mit Abfall wirkt nachhaltig, weil die Kinder dadurch erfahren, dass Müll etwas Werthaltiges ist."