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Mit 110 Jahren

Älteste Hannoveranerin hat gewählt

Der mobile Wahlvorstand zur Landtagswahl besucht insgesamt 45 Heime.

Die ältestete Bürgerin Hannovers, Elsa Peck, nutzt den Service des Mobilen Wahlvorstands um ihre Stimme zur Landtagswahl 2013 abzugeben © LHH

Mit Elsa Peck hat die älteste Hannoveranerin bereits gewählt

Elsa Peck hat schon gewählt: Die mit 110 Jahren älteste Hannoveranerin hat das Angebot des mobilen Wahlvorstands der Landeshauptstadt angenommen, der am 10. Januar das AWO-Seniorenzentrum im Stadtteil Vahrenwald besucht hat, und ihre Stimme für die Landtagswahl am 20. Januar abgegeben. „Wer meckert, muss wählen“, ist seit Jahren das Motto der geistig fitten Rentnerin, die bislang immer ihr Wahlrecht wahrgenommen hat. Insgesamt haben 126 der rund 373.000 Wahlberechtigten bereits die 100-Jahre-Grenze überschritten.

Mobiles Wahllokal

Zwei Teams mit jeweils zwei MitarbeiterInnen bilden den mobilen Wahlvorstand. Der Service des mobilen Wahlvorstands wendet sich in erster Linie an Alten- und Pflegeheime. Angesprochen sind insbesondere die BewohnerInnen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und deshalb Schwierigkeiten haben, am Wahlsonntag ihr reguläres Wahllokal zu erreichen. Der mobile Wahlvorstand baut jeweils in einem Gemeinschaftsraum der Einrichtung ein kleines „Wahllokal“ auf – komplett mit Urne und Sichtschutzwänden. Bettlägrige WählerInnen werden auch auf dem Zimmer besucht.

Unterwegs bis zwei Tage vor der Wahl

Die MitarbeiterInnen der Stadt helfen, falls nötig, auch bei der Stimmabgabe. Die Hilfe erfolgt parteipolitsch unabhängig und neutral und erstreckt sich auf die Erklärung des Wahlrechts und Erläuterung der Stimmzettel. Der mobile Wahlvorstand ist seit dem 27. Dezember und noch bis zwei Tage vor der Wahl im Einsatz und hat auch Einrichtungen für Blinde und Taubblinde besucht. Insgesamt 45 Institutionen haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Damit wurden rund 1.700 Wahlberechtigte erreicht. „Die Wahlbeteiligung liegt im Schnitt bei erfreulichen 80 Prozent der Heimbewohnerinnen und -bewohner“, sagt Tobias Vistorin, der die städtische Briefwahlstelle leitet. „Heimleitungen berichten immer wieder, dass viele ohne das Team des mobilen Wahlvorstandes nicht gewählt hätten. Zum Teil bieten die Einrichtungen vorab eigene Informationsveranstaltungen an“, so Vistorin weiter.