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Am Marstall West

Architektenwettbewerb entschieden

Der Wettbewerb für die Gestaltung eines Wohn- und Geschäftshauses am Marstall ist entschieden: Das Architekturbüro BKSP überzeugte mit seinem Entwurf.

Mehrgeschossbau in hellem Naturstein mit vielen Fenstern © Hochtief AG

Visualisierung des Wohn- und Geschäftshauses am Marstall

HOCHTIEF Building plant auf einem Teilgrundstück des Marstallplatzes in der Altstadt von Hannover ein Wohn- und Geschäftshaus. Für die Gestaltung wurde ein nichtoffener Wettbewerb mit 14 eingeladenen Architekturbüros durchgeführt. Das Preisgericht mit der Vorsitzenden und Architektin Prof. Almut Grüntuch-Ernst, entschied sich jetzt für den Entwurf der Architekten BKSP – Grabau, Leiber, Obermann und Partner aus Hannover. Den gemeinsamen dritten Platz belegten Limbrock Tubbesing Architekten und Stadtplaner, Hamburg, Maxwan Architects und Urbanists, Rotterdam sowie Lederer und Ragnarsdottir und Oei, Stuttgart.

Die Jury aus Architekten, Vertretern der Landeshauptstadt Hannover und von HOCHTIEF Building würdigte damit die gelungene Umsetzung der städtebaulichen Aufgabe: Der Beitrag füge sich nahezu selbstverständlich in die vorhandene Situation ein und entwickle eine eigenständige Haltung, die der prominenten Situation gerecht werde. Den Verfassern gelinge es, dem Haus zu allen vier Seiten eine angenehme Präsenz mit einer angemessenen Fernwirkung zu verleihen.

Die Planungsgrundlage

Die Fassade des vier- und fünfgeschossigen Gebäudes wird geprägt durch hellen Naturstein, angelehnt an die Natursteinbekleidung des Hohen Ufers und korrespondierend mit den Putzfassaden der Nachbarbebauung, sowie metallische Elemente, die sich ebenfalls an der Fassadengestaltung der Nachbargebäude orientieren. Das Wohn- und Geschäftshaus ist nachhaltig entsprechend den energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEv) 2014 geplant, mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und zirka 24 Wohnungen unterschiedlicher Größe und Zuschnitts in den vier Obergeschossen. Auch eine eigene Tiefgarage ist vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant.

"Das Konzept der hannoverschen Architekten BKSP beantwortet die gestalterische Aufgabe mit einem zukunftsweisenden Stadthauskonzept an der Leine. Ich bin mir sicher, dass das Gebäude ein markanter Schlussstein an der Altstadtfront am Fluss wird", kommentiert Stadtbaurat Uwe Bodemann den preisgekrönten Entwurf.

Die Wettbewerbsbeiträge werden zeitnah öffentlich ausgestellt.

Hintergrundinfo

Das Projektgrundstück mit einer Größe von zirka 1400 Quadratmetern befindet sich im westlichen Bereich des Marstallplatzes und im nördlichen Bereich der hannoverschen Altstadt, direkt an der Leine. Es grenzt an die Straßen Am Hohen Ufer sowie Am Marstall und wird zurzeit als Parkfläche genutzt.

Der insgesamt zirka 6000 Quadratmeter große Marstallplatz soll im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses "Hannover City 2020+" einer neuen, höherwertigen Nutzung zugeführt werden und damit zur nachhaltigen Belebung der Innenstadt beitragen. Städtebauliches Ziel ist die Fassung des Platzes mit jeweils einem Solitärbaukörper an den Platzenden. Diese beiden Kopfbauten sollen die bisher offene Platzfläche begrenzen, so dass ein bislang wenig gestalteter Stadtraum wiedergewonnen wird und seiner Funktion als Stadtplatz besser gerecht werden kann. Mit dem westlichen Baukörper wird zudem die historische Stadtkante entlang der parallel zur Leine verlaufenden Straße Am Hohen Ufer geschlossen.