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Neugestaltung

Beginn des Trammplatz-Umbaus

Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Kamel Louafi und Rudolf Sabatier von der STRABAG AG setzte Oberbürgermeister Stefan Schostok am 5. Juni den ersten Spatenstich für den Umbau des Trammplatzes.

Aufgrund zahlreicher Veranstaltungen im Bereich des Trammplatzes im Mai dieses Jahres fanden vorher noch keine Bautätigkeiten statt. Einige vorbereitende Maßnahmen wurden für den mit rund 2,75 Millionen Euro veranschlagten Umbau aber bereits getroffen: Im Frühjahr wurde der Verbindungstunnel für Fußgängerinnen und Fußgänger unter dem Friedrichswall zwischen dem Trammplatz und dem Maritim Grand Hotel geschlossen und eine provisorische Ampel in Höhe des Rudolf-Hillebrecht-Platzes in Betrieb genommen.

Der Trammplatz soll modernsten Ansprüchen genügen und dementsprechend umgebaut werden. Die Pläne hierzu hatten Stadtbaurat Uwe Bodemann, Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß und Landschaftsarchitekt Kamel Louafi aus Berlin bereits im Mai 2013 vorgestellt.

Hintergrundinformationen

Der Handlungsbedarf für den Trammplatz ergibt sich aus einer Reihe von Mängeln: Die Kanten aus den 1960er Jahren sowie die innen liegenden Pflasterflächen sind abgängig. Der Zahn der Zeit nagt auch an den Mauern. Die Stufenanlagen sind zum Teil abgesackt und müssen nach Veranstaltungen häufig repariert werden. Der unebene Platzbedarf und die mangelhafte Entwässerung beeinträchtigen die Nutzung. Bei Veranstaltungen stellen nicht nur die Hochbeete Barrieren und Gefahren dar, auch der organisatorische Aufwand ist mangels geeigneter Strom und Wasserleitungen sehr groß. Weder Platzfläche noch Zufahrten entsprechen den Anforderungen an einen modernen Veranstaltungsplatz. Zudem ist der Platz aufgrund seiner steilen Rampen und unebenen Beläge nicht barrierefrei und damit für viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht nutzbar. Die Umbaupläne sehen vor, dass anstelle des trennenden Hochbeetes am Friedrichswall zukünftig eine großzügige Freitreppe mit breiten Stufen und Sitzelementen den Trammplatz erschließen und zum Verweilen einladen wird. Um den Platz wieder besser mit seinen Rändern zu verbinden, wird dieser um circa 30 Zentimeter angehoben. Der Platz erhält damit in der Mitte die historische Höhenlage zurück. Die Oberflächenqualitäten der Beläge wurden gemeinsam mit Andrea Hammann, der Behindertenbeauftragen der Landeshauptstadt Hannover, entwickelt: Der Platz wird barrierefrei zugänglich.

Historischer Kontext

Der Trammplatz entstand bei der Errichtung des Neuen Rathauses und war ursprünglich ein gärtnerisch gestalteter grüner Schmuckplatz. Die symmetrische Platzgestaltung wurde von steinernen Schmuckbalustraden und Kandelabern, leicht terrassierten Rasenflächen, Formgehölzen, Schmuckpflanzungen, Flanierwegen und markanten Großbäumen geprägt. Von der Haupttreppe passierte man den abgesenkten Platz über einen zentralen Weg zur Promenade entlang der damaligen Friedrichstraße, die über eine ansteigende Treppenanlage erreicht wurde. Links und rechts des zentralen Weges senkten sich die quadratischen Rasenflächen leicht nach innen ab.

Durch die Kriegszerstörungen und die Neukonzeption des Cityrings nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Trammplatz substanziell verändert, seine ursprüngliche Ausdehnung durch den Ausbau der Straßenräume etwa um ein Drittel verkleinert und durch den neuen, sechsspurigen Friedrichswall beschnitten. Aus dem gärtnerischen Schmuckplatz wurde ein steinerner Platz. Zur Querung des Friedrichswalls wurde ein Verbindungstunnel für Fußgängerinnen und Fußgänger angelegt. Der Trammplatz wurde im Zuge dieser Umbauten um zwei bis drei weitere Stufen abgesenkt, mit Platten befestigt und mit Pflanzbeeten und seitlichen Stufenanlagen versehen. Das wuchtige Hochbeet verhindert seitdem den direkten Zutritt vom Friedrichswall auf den Platz.