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Nach Kröpcke-Umbau

Der Blätterbrunnen sprudelt wieder

Nach dreijähriger Abwesenheit war es nun endlich so weit: Der in Hannover sehr bekannte Blätterbrunnen ist an seinen angestammten Platz zurückgekehrt.

Emil Cimiotti und Stefan Schostok drücken gemeinsam einen roten Knopf, um den Blätterbrunnen wieder in Betrieb zu nehmen © LHH

Setzten den Brunnen gemeinsam wieder in Gang: Emil Cimiotti und Stefan Schostok

Am 10. Mai nahm Oberbürgermeister Stefan Schostok den Brunnen zusammen mit dem Künstler Professor Emil Cimiotti wieder in Betrieb. "Ich freue mich sehr darüber, dass der bei den Hannoveranern und Touristen sehr beliebte Blätterbrunnen von Emil Cimiotti wieder an seinem alten Platz aufgestellt wurde und wir damit einen weiteren Blickfang in der Innenstadt haben. Außerdem ist es eine Ehre, dass auch der Künstler bei der Wiedereinweihung dabei ist“, so Schostok.

In Absprache mit dem Künstler

Der Brunnen wurde an einem zentralen Platz in die Gestaltung integriert und stellt mit seiner Form einen gern besuchten Treffpunkt in der Innenstadt dar. Die Lage des Brunnens und seine Ausrichtung wurden in enger Abstimmung mit dem Erbauer Emil Cimiotti und den Erfordernissen an eine funktionierende Fußgängerzone festgelegt. Die Graniteinfassung der ebenfalls neuen Brunnenwanne entspricht den Vorstellungen des Künstlers und lässt der Brunnenskulptur genügend Raum für die besondere Wirkung.

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Kröpcke-Centers musste der Brunnen vorübergehend abgebaut werden und findet nun seinen neuen Platz um wenige Meter versetzt nach Süden. Außerdem wurde die Fläche rund um das Kröpcke-Center und den Brunnen umfassend modernisiert. Die Kosten für das Versetzen des Brunnens betrugen rund 100.000 Euro und wurden vom Investor des Kröpcke-Centers finanziert.

Der Bildhauer Emil Cimiotti

Emil Cimiotti zählt zu den großen internationalen Künstlern des deutschen Informel – auch informelle Kunst genannt. Zahlreiche grafische Arbeiten, Skulpturen, Plastiken sowie die Gestaltung von künstlerischen Brunnen gehören zu seinen Werken. Cimiotti ist einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten Bildhauerei der deutschen Nachkriegszeit.

Er wurde 1927 in Göttingen geboren und war fast drei Jahrzehnte als Professor an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig tätig. Heute lebt er in Wolfenbüttel und widmet sich weiterhin seinem künstlerischen Schaffen.

Der Blätterbrunnen

Im Zuge der Neugestaltung der Ständehausstraße wurde der Blätterbrunnen – auch Ständehausbrunnen oder Cimiotti-Brunnen genannt – 1976 errichtet. Bei der Gestaltung des Brunnens hat der Künstler eine Plastik im Bronzeguss erstellt, die mit großzügigen Blattmotiven ausgestattet ist. Als besonderes Detail hat Cimiotti eine kleine Schnecke im Blattwerk versteckt, die von den kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern gern gesucht wird. An vier Stellen tritt quellenartig Wasser hervor. Die Kombination aus Blättern und Wasser bietet den Betrachtern ein ästhetisches Bild. Das Kunstwerk hat eine quadratische Form mit einer Seitenlänge von 4,20 Meter. Insgesamt umfasst das Steinbecken eine Fläche von 36 Quadratmetern.