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Ehem. Oststadtkrankenhaus

Flüchtlinge können bald einziehen

Rund 150 interessierte Anwohnerinnen und Anwohner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik haben am 9. Dezember an einer Informationsveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen im Bettenhaus des ehemaligen Oststadtkrankenhauses teilgenommen.

Gemeinsam stellten Oberbürgermeister Stefan Schostok, Stadtbaurat Uwe Bodemann und Sozialdezernent Thomas Walter die Pläne vor und kamen mit den Anwesenden ins Gespräch. Dabei konnten viele Fragen geklärt und manche Sorgen genommen werden. Henning Hofmann, Bezirksbürgermeister Buchholz-Kleefeld, warb außerdem für die Gründung eines Willkommensnetzwerk, wie es beispielweise auch für das Flüchtlingsheim Am Annateich entstanden ist. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sagten spontan ihr Engagement zu.

Hintergrund zur Unterbringung im ehem. Oststadtkrankenhaus

Das Bettenhaus des ehemaligen Oststadtkrankenhauses wurde seit Ende November für die vorübergehende Unterbringung von rund 300 Flüchtlingen hergerichtet und in Kürze bezogen werden. Die ersten Flüchtlinge werden voraussichtlich noch vor Mitte Dezember dort untergebracht.

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat wie alle Kommunen ein großes Interesse daran, Flüchtlinge angemessen unterzubringen. Planung, Bau und Bereitstellung von Unterkünften, aber auch Art und Umfang der Unterbringung entsprechen hierbei dem vom Rat der LHH beschlossenen Leitbild. Dieses beinhaltet unter anderem, dass nach Möglichkeit nicht mehr als 50 Personen in einer Unterkunft untergebracht werden sollen. Dieser und viele weitere hohe Standards sorgen für eine bedarfsgerechte Unterbringung aller Flüchtlinge und gewährleisten deren intensive soziale Betreuung.

Teil des Sofortprogramms

Die Beschaffung von Wohnraum ist angesichts der rapide steigenden Flüchtlingszahlen inzwischen jedoch eine enorme Herausforderung. Daher hat die LHH Ende September dieses Jahres ein Sofortprogramm initiiert. Mit diesem Programm sollen kurzfristig rund 1.000 zusätzliche Wohnplätze geschaffen werden. Bestandteil dieser Planungen ist neben dem Schulzentrum Ahlem und diversen Standorten für Modulbauten auch das Bettenhaus des ehemaligen Oststadtkrankenhauses.

Die LHH hat mit der Region Hannover und der Klinikum Region Hannover GmbH intensive Gespräche über die zwischenzeitliche Nutzung des Gebäudes geführt. Die LHH trägt die Betriebskosten – vereinbart wurde die Zahlung von 50.000 Euro pro Monat. Voraussetzung ist die spätere Übernahme des gesamten Grundstücks durch die LHH, um die Fläche städtebaulich zu entwickeln. Eine verbindliche Entscheidung hierüber muss die LHH bis zum 30. Juni 2015 treffen, um nachträgliche Mietzahlungen zu vermeiden.

Soziale Betreuung und Integration

Die soziale Betreuung der Flüchtlinge übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. Zusätzlich wird städtisches Personal für die Integration der Flüchtlinge eingesetzt. Vorgesehen sind bis zu sieben Personen (je 50 Flüchtlinge eine Betreuungskraft plus Leitung).

Weitere Maßnahmen

Im Zuge des oben genannten Sofortprogramms für die Flüchtlingsunterbringung plant die LHH an fünf weiteren Standorten Modulbauten zu errichten. Neben den bereits bekannten Standorten an der Fuhsestraße in Leinhausen und der Höverschen Straße in Anderten sind dies: die Laher-Feld-Straße in Lahe in Höhe des Stadtfriedhofs, die Feodor-Lynen-Straße in Groß-Buchholz neben dem Ibis-Hotel, die Bergstraße in Bemerode neben dem Ramada-Hotel, die Straße Alt Vinnhorst in Vinnhorst neben dem Discounter Netto sowie im Sahlkamp in Vahrenheide in Höhe des Vahrenheider Marktes. Weitere Informationen sind der folgenden Pressemitteilung zu entnehmen: