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Ratgeber

Marstall und alte VHS

Fortschritt bei Bauprojekten

Die Unternehmen HOCHTIEF Hamburg und STRABAG Real Estate wollen zwei Flächen am Marstall bebauen, während eine Tochterfirma der Unternehmensgruppe BAUM die Sanierung des bisherigen VHS-Gebäudes gegenüber vom Neuen Rathaus plant.

Die Straße Am Marstall aus der Vogelperspektive © LHH

Am Marstall aus der Vogelperspektive

Die HOCHTIEF Hamburg GmbH und die STRABAG Real Estate GmbH (Köln) sind die Favoriten für die Bebauung der zwei angebotenen Flächen am Marstall. Für das Grundstück Am Hohen Ufer („Marstall-West“) hat HOCHTIEF das beste Angebot gemacht, für das Areal zur Schmiedestraße die STRABAG. Die beiden potenziellen Erwerberinnen, die die in der Ausschreibung geforderten Voraussetzungen wie Einhaltung ökologischer Standards oder Stellplatznachweis durch Bau einer Tiefgarage erfüllen, haben eine sogenannte Anhandgabe bekommen, um das Grundstück zu überplanen. Das Grundstück der bisherigen Volkshochschule am Ada- und Theodor-Lessing-Platz wird einer Tochterfirma der BAUM Unternehmensgruppe (Hannover) anhandgegeben.

Im zweiten Schritt dieser Vergabeverfahren werden die Unternehmen voraussichtlich in diesem Jahr Architektenwettbewerbe durchführen, aus denen sich die Gebäudeformen und die Zahl der entstehenden Wohneinheiten ergeben sollen. Der Rat der Landeshauptstadt muss die Grundstücksverkäufe letztlich beschließen. Insgesamt gab es drei Gebote für das Grundstück Am Marstall/Schmiedestraße. Für das Areal Am Hohen Ufer haben vier Unternehmen eine Bewerbung abgegeben. Für die bisherige Volkshochschule gab es sieben Gebote. Vier davon sahen Abriss und Neubau, drei Erhalt und Sanierung vor.

"Wir freuen uns über sehr gute Angebote für die Bebauung der Grundstücke in der Innenstadt – und darüber, dass mit HOCHTIEF, STRABAG und BAUM drei Unternehmen die positive Entwicklung des Platzes Am Marstall sowie gegenüber dem Rathaus übernehmen wollen, die uns in Hannover seit Jahren als verlässliche Partner bekannt sind", sagt Wirtschaftsdezernentin und Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Am Hohen Ufer/Marstall-West

Attraktives Wohnen in Wohnungen größeren Zuschnitts (circa 140 Quadratmeter) direkt an der Leine soll am westlichen Kopfende des Marstalls möglich werden. Neben Wohnungen sind dort, an der Kante zum Hohen Ufer, im Erdgeschoss des 1.450 Quadratmeter großen Grundstücks gastronomische Nutzungen vorgesehen sowie eventuell ein Lebensmittelgeschäft, das nicht mit dem Angebot anderer Anbieter in diesem Umfeld konkurriert. Baubeginn könnte im Jahr 2015 sein. "Mit der geplanten Bebauung am Hohen Ufer schließt sich eine Lücke. Die historische Raumkante wird wieder hergestellt und rundet das Gebäudeensemble und auch das Nutzungsangebot an der Uferkante ab", unterstreicht Stadtbaurat Uwe Bodemann. "Die geplanten Erdgeschossnutzungen werden den öffentlichen Raum beleben. Das Wohnungsangebot hebt sich mit der besonderen Lagegunst an der Leine von anderen Standorten ab. Neben dem Klagesmarkt geht jetzt der zweite Baustein aus dem Innenstadtkonzept Hannover City 2020+ in die konkrete Umsetzungsphase."

Am Marstall/Schmiedestraße

Ebenfalls citynah und am Rande der Altstadt soll auf einer 1.400 Quadratmeter großen Fläche am östlichen Rand des Marstalls ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. In den Obergeschossen des neuen vier- bis fünfgeschossigen Gebäudes nahe der Schmiedestraße sind Mietwohnungen unterschiedlichen Zuschnitts angedacht. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen Büroflächen untergebracht werden, im Erdgeschoss in erster Linie Handel und Dienstleistungen. Zur Schmiedestraße hin sind fünf Geschosse, im Übrigen eine viergeschossige Bebauung geplant. Möglicher Baubeginn könnte ebenfalls im Jahr 2015 sein. "Die geplanten kleineren Büroeinheiten in zentraler Lage mit guter Verkehrsanbindung bereichern das Angebot des hannoverschen Markts", betont Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Beide Bieterinnen planen, die fertiggestellte Immobilie jeweils in Gänze an einen Investor zu veräußern, der sich verpflichtet, die Immobilie über einen Mindestzeitraum von zehn Jahren im Bestand zu halten. Dies soll langfristig die gewünschte Aufwertung des Standorts gewährleisten.

Bisherige Volkshochschule

Die BAUM Unternehmensgruppe plant, die bisherige Volkshochschule zu erhalten und zu sanieren. In dem Gebäude soll eine Kombination von Büros und Wohnraum verwirklicht werden. Zur Belebung des Bereichs könnten Einzelhandel und Gastronomie beitragen. Durch einen Architektenwettbewerb soll ein dem Standort angemessenes städtebaulich-architektonisches sowie freiraumplanerisches Konzept entwickelt werden. Auch der Anteil von Wohn- und Büronutzung soll sich durch den Wettbewerb ergeben. Baubeginn könnte ebenfalls im kommenden Jahr sein.