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Fukushima

Gedenken an Atomkatastrophe

Mit einer Gedenkveranstaltung in der Ruine der Aegidienkirche ist am Dienstag, den 11. März, der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima vor drei Jahren gedacht worden.

Gruppenbild: OB Schostok, Hanna Kreisel-Liebermann (Pastorin der Marktkirche) und Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel v.l.n.r. © LHH

Oberbürgermeister Stefan Schostok, Hanna Kreisel-Liebermann (Pastorin der Marktkirche) und Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel v.l.n.r.

Aufgerufen hatten Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und die Pastorin der Marktkirche, Hanna Kreisel-Liebermann. Sie appellierten an Politik, Wissenschaft und alle anderen gesellschaftlichen Bereiche, konsequent an den Zielen des Atomausstiegs und des Umbaus der Energieversorgung festzuhalten.

Am 11. März 2011 ereignete sich im japanischen Fukushima in Folge eines Tsunami eine Atomkatastrophe mit mehrfacher Kernschmelze und großflächigem Austritt von Radioaktivität. Beschäftigte der Atomanlagen und die Bewohner in der Nachbarschaft waren der Strahlung ausgesetzt; Böden, Wälder und Gewässer in der Umgebung sind seitdem verseucht und viele umliegende Ortschaften unbewohnbar.

Nach dieser Katastrophe sorgte in Deutschland eine breite gesellschaftliche Bewegung für die parteiübergreifende Erkenntnis, dass der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken nicht verantwortbar ist.

Mahnung – Atomausstieg umsetzen

"Wir wollen erinnern und mahnen, die Risiken der Atomtechnologie ernst zu nehmen und mit der Energiewende ernst zu machen. Die Aegidienkirche ist dafür der richtige Ort in Hannover. Hier gedenken wir seit gut 30 Jahren am 6. August morgens des Atombombenabwurfs auf Hiroshima 1945. Seit 1983 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Hiroshima - eine sehr aktive Städtepartnerschaft", sagte OB Schostok.

"Heute geht es nicht um die Mahnung und Ächtung der Atombombe, heute geht es um die so genannte friedliche Nutzung der Atomkernspaltung. Es ist dieselbe Technologie, mit denselben katastrophalen Folgen – wie der Gau von Fukushima gezeigt hat." Minister Wenzel betonte, der Ausstieg aus der Atomkraft sei zwar beschlossen. Aber er sei noch längst nicht umgesetzt.

Die Veranstaltung, zu der auch Vertreter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und des Freundeskreis Hannover-Hiroshima gekommen waren, endete mit einem Gebet von Pastorin Kreisel-Liebermann und einer Schweigeminute.