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Gartenfriedhof

Herschelschule übernimmt Patenschaft

Die Herschelschule Hannover hat die Patenschaft für das Grabmal von Caroline Herschel auf dem Gartenfriedhof übernommen: Am 28. März übergab Claudia Wollkopf aus dem Bereich Grünflächen bei der Landeshauptstadt Schulleiterin Ute Kamlah die Patenschaftsurkunde im Rahmen einer Feierstunde.

Claudia Wollkopf übergibt Ute Kamlah die Patenschaftsurkunde © LHH

Claudia Wollkopf übergibt Ute Kamlah die Patenschaftsurkunde

Ein Höhepunkt der Feierlichkeit war die Aufführung des Musiktheaterstücks "Leben im Klang der Sterne – eine szenisch-musikalische Collage in Annäherung an Caroline Herschel" von Schülerinnen und Schülern der Herschelschule, das von Klaus Umbach, einem ehemaligen Lehrer des Gymnasiums, erdacht wurde.

Über Caroline Herschel

Caroline Lukretia Herschel (1750 bis 1848), geboren und gestorben in Hannover, zunächst von ihrer Mutter als Näherin bestimmt, dann vom Vater als Musikerin gefördert. 1772, im Alter von 22 Jahren folgte sie ihrem 1757 vor den Franzosen nach England geflohenen Bruder Friedrich Wilhelm. Dort führte sie ihm und ihrem zweiten Bruder Alexander in Bath im Süden Englands den Haushalt. Die beiden Brüder waren dort erfolgreich als Musiker und Komponisten tätig, hatten allerdings bereits früh ihre Leidenschaft für die Astronomie entdeckt. Caroline Herschel half Friedrich Wilhelm bei seinen nächtlichen Himmelsbeobachtungen, später unterstützte sie ihn bei den astronomischen Forschungen. Schließlich war sie mit eigenen herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Astronomie erfolgreich. Ihre wichtigsten Beiträge waren die Entdeckung mehrerer Sternnebel und Kometen, die Berechnung astronomischer Daten und die Katalogisierung hunderter Sternhaufen.

Nach der Entdeckung des Planeten Uranus durch ihren Bruder erhielt sie vom englischen Königshof eine Anstellung als Gehilfin ihres Bruders mit einer Apanage von 50 Pfund im Jahr und war damit die erste angestellte und bezahlte Frau in den Naturwissenschaften. Nach dem Tod ihres Bruders im Jahr 1822 bereitete sie seine und ihre Arbeiten für die Nachwelt auf, wofür sie mit der Zugehörigkeit zu wissenschaftlichen Gesellschaften geehrt wurde, beispielsweise in der ROYAL IRISH ACADEMY, Dublin. Nach fast 50 Jahren in England kehrte sie nach Hannover zurück. Hier starb sie 1848 im Alter von fast 98 Jahren.