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Antigewalttag

Kampagne von Stadt und Frauennotruf

"Gemeinsam aktiv gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen": Die Zahlen von Frauen und Mädchen mit Behinderungen, die Opfer sexualisierter Gewalt werden, ist in Deutschland erstaunlich hoch. Rund 44 Prozent von ihnen mussten laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereits sexuelle Gewalt am eigenen Leib ertragen.

Plakatmotiv zur Kampagne "Gemeinsam aktiv gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen" © LHH

"44% aller Frauen mit Behinderungen erleben sexuelle Gewalt..."

Die Übergriffe finden dabei in einer vermeintlich sichereren Umgebung statt. Ob Zuhause oder in speziellen Einrichtungen, gerade dort wo sich Frauen und Mädchen eigentlich sicher fühlen sollten, kommt es immer wieder zu sexueller Gewalt.
Trotzdem zählt sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen in der allgemeinen Öffentlichkeit immer noch als Tabuthema.

Die Landeshauptstadt Hannover und der Frauennotruf Hannover e.V. machen mit ihrer gemeinsam initiierten Kampagne auf die Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen aufmerksam. Unter dem Motto "Gemeinsam aktiv gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen" findet ab dem 25. November eine Plakataktion im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover statt. An ausgewählten Standorten werden bis zum 30. November Citylight-Poster ausgehangen. Dies soll zum einen die Sensibilisierung der allgemeinen Öffentlichkeit fördern und zum anderen betroffene Frauen und Mädchen ermutigen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Begleitet wird die Plakataktion durch Informationen im Fahrgastfernsehen der üstra. Der Zeitpunkt der Kampagne ist dabei nicht willkürlich gewählt, sondern erfolgt im Rahmen des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" am 25. November.

"Wir möchten, dass sich alle Menschen sicher in der Stadt fühlen, egal wo sie sich aufhalten. Der diesjährige Schwerpunkt des Antigewalttags ist der Schutz vor Gewalt an behinderten Frauen und Mädchen. Damit soll ein gesellschaftlich weitgehend tabuisiertes Thema in den Mittelpunkt gerückt werden", so Harald Härke, Personal- und Organisationsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, der die Kampagne am 24. November zusammen mit Gundula Müller (stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der LHH), Petra Klecina (Frauennotruf Hannover e.V.) sowie Andrea Hammann (Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der LHH) vorstellte.

Gundula Müller ergänzte in diesem Rahmen: "Mir ist besonders wichtig, dass die Frauen und auch Männer, die Gewalt erleben, sich jemandem anvertrauen können und sich Hilfe holen. Hannover hat hervorragende Beratungsstellen, anonyme Beratung bietet auch das bundesweite Hilfetelefon 'www.hilfetelefon.de' unter 08000116016, das 24 Stunden erreichbar ist und Hilfe in 15 Sprachen anbietet."