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Bunt statt braun

Klares Zeichen für Toleranz und Vielfalt

Hannover zieht Bilanz der Demonstrationen – OB Schostok würdigt das Konzept der Polizei.

Fahne mit dem Aufdruck "Hannover steht auf gegen rechts" © LHH (Neue Medien)

60 Fahnen mit dem Aufdruck "HANNOVER STEHT AUF gegen rechts" wurden im Stadtgebiet gehisst

Hannover hat nach den Worten von Oberbürgermeister Stefan Schostok mit einer friedlichen Demonstration gegen einen Hooligan-Aufmarsch ein klares Zeichen gegen Gewalt und Rassismus gesetzt: "Die friedlichen Kundgebungen von insgesamt mehr als 5.000 Menschen gegen den Aufmarsch von gewaltbereiten Hooligans sind ein eindrucksvolles Signal für Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt." Schostok dankte der Polizei für ihr umsichtiges und ebenso konsequentes Vorgehen bei den Demonstrationen in Hannovers Innenstadt. Es ist am Sonnabend zwar zu kleineren Zwischenfällen, aber nicht zu den befürchteten größeren Ausschreitungen gekommen.

Schostok würdigte das Konzept der Polizei, das gänzlich funktioniert habe: "Die Polizeidirektion Hannover hat hervorragende Arbeit geleistet. Ich danke auch den Einsatzkräften aus ganz Deutschland, die die Lage jederzeit im Griff hatten."

Friedliche Gegendemonstrationen

Gegen den Aufmarsch von rund 3.000 Hooligans auf dem Gelände des ehemaligen Omnibusbahnhofs wandte sich die zentrale Kundgebung auf dem Goseriede-Platz. Unter dem Motto "Bunt statt braun" und "Für Vielfalt und Respekt" hatte ein breites Bündnis von Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbänden und anderen Gruppierungen zu einem friedlichen Protest aufgerufen. "Wir haben klar gemacht, dass in Hannover kein Platz für Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Gewalt ist", sagte Schostok. "Wir können stolz auf dieses klare Zeichen der Stadtgesellschaft sein!" Schostok war einer der Redner auf der Kundgebung. Auch auf anderen Plätzen der Stadt kam es zu friedlichen Gegendemonstrationen.

Polizei im Großeinsatz

Die Polizei hatte mehrere tausend Kräfte im Einsatz und riegelte den Kundgebungsplatz der Hooligans weitgehend ab. Ursprünglich hatten die Veranstalter "Hooligans Gegen Salafisten" einen Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant. Dieser war vom Verwaltungsgericht nicht erlaubt worden. Auch die Feuerwehr Hannover hatte sich mit ausreichenden Kräften auf besondere Ereignisse eingestellt. Mit insgesamt elf veranstaltungsbezogenen Einsätzen verlief der Tag aber auch hier insgesamt vergleichsweise ruhig.

Oberbürgermeister Schostok resümierte erleichtert, dass Hannover von Ereignissen wie zuletzt in Köln verschont wurde. Er mahnte jedoch gleichzeitig, dass der Protest gegen gewalttätige und ausländerfeindliche Strömungen nicht abreißen dürfe. "Es wurde mit vereinten demokratischen Kräften ein Zeichen gesetzt für Vielfalt und Respekt in Hannover, in Niedersachsen und in Deutschland", so Schostok.