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Holocaust-Gedenken

Kranzniederlegung am Opernplatz

Am 15. Dezember 1941 wurden 1.001 jüdische Bürgerinnen und Bürger von Hannover aus ins lettische Riga deportiert, nur 69 von ihnen überlebten den Holocaust.

Darunter war auch der in Hannover geborene Helmut Fürst, dessen Eltern im Ghetto Riga ums Leben kamen. Fürst kehrte nach dem Krieg zurück und baute die hiesige Jüdische Gemeinde maßgeblich mit auf. Er starb 2012 im Alter von 90 Jahren in Hannover.

An ihn und die vielen anderen Opfer erinnerten Schülerinnen und Schüler der IGS Mühlenberg im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am 15. Dezember 2014, die am Mahnmal auf dem Opernplatz stattfand. Dabei lasen die Jugendlichen aus den Erinnerungen von Helmut Fürst an die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten von 1933 bis zu seiner Inhaftierung in ein Arbeitslager in Liebenau vor. Die Gedenkfeier wurde mit einem hebräischen Totengebet von Kantor Andrej Sitnov beschlossen. Hannovers erster Bürgermeister Thomas Hermann und Regionspräsident Hauke Jagau legten zudem einen Kranz nieder.

Schriftenreihe der Überlebenden

Interessierte können Helmut Fürsts Zeitzeugenbericht nachlesen: Die Region Hannover hat ihn 2007 in einer Schriftenreihe von Überlebenden des Holocausts herausgegeben. Das Heft mit dem Titel "Ich war Deutscher wie jeder andere" ist als Band 6 der Schriftenreihe erschienen und in der  Gedenkstätte Ahlem sowie im  Bürgerbüro der Region Hannover gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro erhältlich.

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