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Personalgewinnung

Landeshauptstadt wirbt um externe Fachleute

Die Landeshauptstadt Hannover hebt nach mehr als 20 Jahren ihren Einstellungsstopp auf. Ziel ist mehr externe Fachkräfte zu gewinnen.

Das Neue Rathaus im Spätsommer vom Maschteich aus gesehen © LHH

Das Neue Rathaus in Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover als einer der größten Arbeitgeber in der Region arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit Einschränkungen bei der Personalgewinnung. Dazu zählt insbesondere ein formaler Einstellungsstopp. Seit 2003 besteht zudem eine Wiederbesetzungssperre für freiwerdende Stellen. Beide Instrumente machen die Gewinnung neuer Fachkräfte von außen schwer, obgleich diese in immer mehr Bereichen zunehmend benötigt werden. In der Vergangenheit hat es deshalb zahlreiche Ausnahmen gegeben, um Stellen schnell und mit Fachkräften von außen zu besetzen, wenn intern keine geeigneten Bewerbungen vorlagen.

Hannovers neuer Personaldezernent Harald Härke will deshalb die Rahmenbedingungen für die Personalgewinnung bei der Landeshauptstadt neu ausrichten. "Die Stadtverwaltung mit ihren vielen verschiedenen Berufsgruppen steht zunehmend in Konkurrenz zu anderen Arbeitgebern. Es zeichnen sich bereits Probleme bei der Personalgewinnung ab. Wir wollen deshalb die Stadt gerade auch für jüngere Menschen als Arbeitgeber attraktiver machen. In vielen Bereichen sind Wissen und Erfahrungen auch externer Kräfte für unsere Professionalität erforderlich", erläutert Härke. Deshalb wird der Einstellungsstopp zum 1. März aufgehoben.

Initiativbewerbungen willkommen

"Der Einstellungsstopp war in der Praxis aufgrund des konkreten Bedarfs einer Stellenbesetzung bereits reichlich durchlöchert. Ein Einstellungsstopp gibt ein falsches Signal der Abschottung. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Wir wollen gerade nach außen ganz bewusst ein Signal setzen, dass wir uns auch Initiativbewerbungen an die Stadtverwaltung wünschen", sagt Härke.

Es geht dabei nicht um einen unkontrollierten Stellenausbau. Das Vorgehen sei mit dem Finanzdezernenten besprochen. Härke: "Die Aufhebung des Einstellungsstopps bewegt sich innerhalb des im Haushalt festgelegten Personalkostenbudgets." Gleichzeitig bleiben die zahlreichen internen Fördermaßnahmen für die derzeit rund 11.000 Beschäftigten bestehen. "Die Vielfalt der Jobs bei der Stadt bietet für die bereits bei uns Beschäftigten ebenso wie für externe Fachleute attraktive berufliche Möglichkeiten", betont Härke.

Auch Wiederbesetzungssperre soll fallen

Auch die seit 2003 im Rahmen der Haushaltssicherung geltende Wiederbesetzungssperre für freigewordene Stellen soll aufgehoben werden. "In der Realität haben wir 80 Prozent Ausnahmen und zwar überall da, wo wir eine Stelle umgehend wiederbesetzen müssen, weil dies von der Sache her geboten ist: bei der Feuerwehr, der Sozialarbeit, der Jugendarbeit, in Kitas oder beim Verkehrsaußendienst", erläutert der Personaldezernent. Im Jahr 2012 gingen bei insgesamt 460 Stellenbesetzungen 99 an externe Bewerberinnen und Bewerber, 2013 sind von 363 Stellen 62 extern besetzt worden. Für die geplante Streichung der Wiederbesetzungssperre, die bei Anwendung eine Vakanz von sechs bis zwölf Monaten bedeutet hat, sind in den kommenden Wochen noch einige Detailfragen zu klären.