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Industriedenkmal

Restaurierter Kran wird eingeweiht

In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurde ein fast hundert Jahre alter Hafenkran im Misburger Hafen für rund 250.000 Euro restauriert.

Oberbürgermeister Stefan Schostok am Rednerpult vor dem historischen Hafenkran © LHH / Struiksma

Oberbürgermeister Stefan Schostok weiht das Industriedenkmal ein

Oberbürgermeister Stefan Schostok weihte am 7. Juni das restaurierte Industriedenkmal ein: "Die rund 100 Jahre alten Halbportalkräne haben in der Misburger Geschichte eine große Bedeutung als Dokument des wichtigen Industriestandorts. Deshalb war es insbesondere den Misburgerinnen und Misburgern, aber auch der Hafengesellschaft und der Stadt ein großes Anliegen, dieses Industriedenkmal zu erhalten und wieder ins rechte Licht zu rücken. Ich bedanke mich bei der Hafengesellschaft und vor allem bei den beteiligten Handwerkern für diese Leistung."

Zum Hintergrund

Ab dem Jahr 1918 wurden im Misburger Hafen drei elektrische Halbportalkräne eingesetzt, um Kohle, Schlackensand, Zement, Klinker, Kali und Erz umzuschlagen. 1998 wurde der letzte der drei Kräne stillgelegt. Diesen hat die Misburger Hafengesellschaft mbH (Gesellschafter sind Stadt Hannover, Heidelberg Cement, Region Hannover und die Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH) seit Dezember 2011 für rund 250.000 Euro aufwändig restaurieren lassen, um ihn vor dem Verfall zu retten und so weit wie möglich in den Auslieferungszustand von 1918 zu versetzen. Gemäß dem mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmten Sanierungskonzept wurden eine Reihe von Bauteilen und Komponenten des zweiten noch verbliebenen Kranes verwendet, der inzwischen zurückgebaut wurde.

Die Realisierung dieses Projekts gelang mit zehn sogenannten Bürgerarbeitern des städtischen Stützpunkts Beschäftigungsförderung (Hölderlinstraße), die in liebevoller Kleinarbeit alle Metallteile von Hand aufgearbeitet und Holzteile rekonstruiert haben. Zudem haben sie eine Besichtigungsplattform errichtet, damit BesucherInnen den Kran, der nicht betreten werden kann, auf "Augenhöhe" ansehen können. Eine auf der Plattform installierte Schautafel informiert über die Geschichte des Krans und des Misburger Hafens.