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Ratgeber

Nach zwei Jahren

Schulsozialarbeit: Erfolgreiche Bilanz

Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) hatte der Bund 2011 Sondermittel für Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt. Im Stadtgebiet Hannover wurde davon in den Schuljahren 2012/2013 und 2013/2014 an 35 Schulen Schulsozialarbeit über den Kommunalen Sozialdienst eingerichtet und begleitend ausgewertet.

Zwei Kinder und eine Frau vor einer Tafel © LHH (Quelle: MEV-Verlag)

Schulsozialarbeit

"Unser Ziel war, Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Angeboten an Bildung und außerschulischer Teilhabe zu erschließen", erläuterte Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter am 4. Dezember bei der Vorstellung des Evaluationsberichtes.

"Die Schulsozialarbeit des Kommunalen Sozialdienstes ist ein präventives niederschwelliges Angebot der Jugendhilfe an Schulen. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen den Erfolg dieses Ansatzes. Das passt ausgesprochen gut zum Beschluss des Rates von Ende 2013, die Schulsozialarbeit unbefristet fortzusetzen", unterstreicht Walter.

Für das Programm waren Grundschulen, Förderschulen Lernen, Hauptschulen und Integrierte Gesamtschulen ausgewählt worden.

Die Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter wollen zu den Schülerinnen und Schülern ein Vertrauensverhältnis aufbauen und Ansprechpartnerinnen und -partner für Rat und Hilfe bei Problemen in der Schule sein. Die individuelle und soziale Entwicklung von Schülerinnen und Schülern soll gestärkt, (Bildungs-)Benachteiligungen besonders junger Menschen aus Familien, die über kein ausreichendes Einkommen verfügen und somit einen geminderten Zugang zu Bildung und Teilhabe haben, sollen abgebaut beziehungsweise vermieden werden.

Die Auswertung nach zwei Jahren zeigt, dass die angestrebten Zielsetzungen erreicht worden sind. In Zahlen:

  • Knapp 23.000 Beratungen mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, davon 9.000 im ersten Projektjahr und 14.000 im Schuljahr 2013/14.
  • 660 Beratungen von Lehrerinnen und Lehrern, die sich auf Schülergruppen oder schwierige Klassensituationen bezogen.
  • Zirka 5.100 Beratungen – und damit am stärksten nachgefragt – im Kontext des BuT zu Antragstellungen und Vermittlung von Leistungen der BuT-Einzelförderung.
  • Schulische, persönliche und familiäre Fragen als weitere Beratungsschwerpunkte.
  • Die angestrebte Zielgruppe (Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen) ist weitgehend erreicht worden.
  • In beiden Projektjahren (Schuljahre 2012/13 bis 2013/14) ist die Anzahl der Schulausschlüsse von 138 auf 80 gesunken.
  • Die Anzahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Schulschwänzen ist in diesem Zeitraum um etwa ein Viertel gesunken (von 146 auf 110).
  • 556 Gruppenangebote mit den Schwerpunkten soziales Training, Lernfördermaßnahmen, Aktivitäten im sportlichen, musisch-künstlerischen und kreativen Bereich, geschlechtsspezifische Angebote, Deutschförderung und Elternangebote.
  • Insgesamt wurden 13.200 Kinder und Jugendliche durch diese sozialpädagogischen Gruppenaktivitäten erreicht.
  • Die Schulen bestätigen eine gute Zusammenarbeit und profitieren von der Entlastung und dem fachlichen Austausch.

In der Gesamtbewertung des Programms zeigt sich, dass Schulsozialarbeit ein fester Bestandteil des schulischen Alltags geworden und als sinnvolle Erweiterung von Schule nicht mehr wegzudenken ist. Die Förderung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler geht in Art und Umfang weit über das hinaus, was die Schulen aus eigenen Mitteln leisten könnten. Schulsozialarbeit als kontinuierliches pädagogisches Angebot an Schule ist ein wichtiges Element für gelingende Bildungsbiographien.