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Idee und Konzeption

Stadtplatz an der Goseriede

Die Umgestaltung des Platzes an der Goseriede ist bis auf wenige Restarbeiten fast abgeschlossen. Aus diesem Grund haben Stadtbaurat Uwe Bodemann und Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß am 24. Januar noch einmal die Idee und Konzeption des Stadtplatzes vorgestellt.

Uwe Bodemann zeigt auf Baupläne zum Umbau der Goseriede © LHH

Stadtbaurat Uwe Bodemann versichert, dass der neue Platz sich zu einem festen Bestandteil des Innenstadtlebens entwickeln wird

Im Rahmen des Innenstadtkonzeptes Hannover City 2020+ wurde die Wohnbebauung am Klagesmarkt, die Umgestaltung und verkehrliche Optimierung des Kreuzungsbereiches von Otto-Brenner-Straße, Celler Straße und Goseriede sowie die Aufwertung des Steintors als Eingang in die City im Dialog mit den BürgerInnen diskutiert und ein internationaler Planungswettbewerb inhaltlich vorbereitet. Auch wurden die Wettbewerbsbeiträge unter Beteiligung der Öffentlichkeit prämiert. Nicht zuletzt die Qualität dieses Prozesses spiegelt sich in dem Entwurf der Architekten astoc und der Landschaftsarchitekten jbbug aus Köln. "Aus einem desolaten Konglomerat von Straßen, Grünflächen und historischen Relikten ist an der Goseriede ein ganz neuer Stadtplatz entstanden – ein Verbindungselement zwischen dem geplanten Wohnviertel am Klagesmarkt und der künftigen Entwicklung am Steintor", erinnert Bodemann an den Ausgangspunkt der Planung und unterstreicht: "Es ist ein Platz voller Optionen und Potenziale, gedacht und geplant für Veranstaltungen und Gastronomie – als Parkplatz also viel zu schade."

Ein Stadtplatz mit Geschichte und Zukunft

"Ich freue mich über die Fantasie der Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die ihre Wünsche in den letzten Tagen geäußert haben. Viele stimmen mit den Ideen der Verwaltung überein. Es liegt aber nun mal in der Natur der Sache, dass Stadtplätze im Winter weniger belebt sind als im Sommer. Man sollte den Stab also nicht zu früh brechen", appelliert Bodemann. Eine Reihe von Gastronomen hat sich um Flächen für Sondernutzungen beworben. Neu gepflanzte Schnurbäume (Sophora) und die angedachte Verlegung des Gänselieselbrunnen vom Steintorplatz an seinen ursprünglichen Standort (Leerrohre liegen bereits unter dem Pflaster) werden für zusätzliche Aufenthaltsqualität sorgen. Zugleich wird an die Geschichte des Ortes erinnert. "Das Lapidarum an der nachts dezent beleuchteten Nikolaikapelle greift auf historische Vorbilder zurück: Schon früher gab es – jedoch nördlich der Kapelle – eine offene Halle, in der die wichtigsten Grabsteine des alten Friedhofs ausgestellt wurden", erläutert Stadtgestalter Göbel-Groß. Die bislang von Vegetation überwucherten Steine wurden neu geordnet. Das ehemalige Kirchengrundstück wurde mit Basaltplatten markiert und kann heute betreten werden. "Geschichte und moderne Nutzung ergänzen sich an der Goseriede in vielfacher Hinsicht. Die kestnergesellschft zeigt moderne Kunst in der historischen Badeanstalt am alten Ort des Nikolaistiftes. Sie könnte es künftig in Nachbarschaft der Kapelle tun", so der Stadtgesatlter. Die Stadt selbst wird auf dem Platz bewusst einen Akzent setzen: Eine der großen Bühnen ist für die diesjährige Fête de la Musique eingeplant, um ein Musikangebot gerade für die jüngere Generation anzubieten. "Der neue Stadtplatz wird sich in wenigen Jahren zu einem festen Bestandteil des Innenstadtlebens entwickeln", versichert Bodemann.