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Siegerentwürfe präsentiert

Stadtteilzentrum Stöcken: Neubau

Der städtebauliche Architekturwettbewerb "Stadtteilzentrum Stöcken und Stöckener Markt" ist entschieden. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Christl Drey aus Köln prämierte am 25. März die Arbeit des Büros AllesWirdGut aus Wien, das gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten des Büros club L94 aus Köln einen Entwurf eingebracht hat, mit dem ersten Preis.

Entwurf des neuen Stadtteilzentrums Stöcken in der Außenansicht © Büro AllesWirdGut / Büro club L94

Besonders die großen, gefalteten Dächer stechen bei dem Entwurf hervor

Das Wiener Büro wurde den städtebaulichen Anforderungen dieses Projekts in gestalterischer und funktionaler Hinsicht am besten gerecht. Es überzeugte die Jury mit einer Gebäudegruppe, die durch große, gefaltete Dächer ein unverwechselbares Erscheinungsbild erhält und in ihrem Maßstab eine als angemessen empfundene Geste für das öffentlich genutzte Gebäude darstellt. Die fein-gliedrige Gebäudeanordnung wird im Inneren auf konsequente Weise weitergeführt: Es sind Räume von besonderer Qualität entworfen worden, die nahezu vollumfänglich den Erwartungen der Nutzer entsprechen.

Neues Stadtteilzentrum Stöcken setzt Akzente

Stadtbaurat Uwe Bodemann hat die Arbeiten der beiden Preisträger am 26. März vorgestellt. "Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Konzept von AllesWirdGut einen Entwurf prämiert haben, mit dem der Stadtteil Stöcken eine deutliche Aufwertung erfahren wird. Mit dem Neubau des Stadtteilzentrums werden wir einen entscheidenden Akzent setzen", so Bodemann über den gelungenen Entwurf. Mit dem zweiten Preis wurde das Konzept von kellner schleich wunderling Architekten aus Hannover mit den Landschaftsarchiteken von chorablau bedacht. Mit je einer Anerkennung wurden die Entwürfe der Büros Bez + Kock Architekten mit Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur aus Stuttgart, nps tchoban voss aus Hamburg mit JKL Junker und Kollegen Landschaftsarchitektur aus Georgsmarienhütte sowie Hirsch Architekten mit HNW Landschaftsarchitektur aus Hildesheim ausgezeichnet. Die Entwürfe der vierzehn Architekturbüros werden von Freitag (3. April) bis Montag (5. Mai) in der Zeit von 8 bis 18 Uhr in der Bauverwaltung (Ausstellungsebene, 1. OG), Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ausgestellt und anschließend im Freizeitheim Stöcken, Eichsfelder Str. 101, zu sehen sein.

Planung unter Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Stadtteilzentrum in Stöcken wurde unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit geplant. Bereits im Juli 2013 konnten interessierte BürgerInnen ihre Vorstellungen einbringen. Diese sind dann mit in den Architekturwettbewerb eingeflossen. Wichtigste Themen waren die Barrierefreiheit sowie die Zusammenführung des Vorplatzes vom Freizeitheim und des Stöckener Marktplatzes, um die trennende Wirkung der Eichsfelder Straße aufzuheben. Zudem wurden den BürgerInnen im Rahmen des Stadtteildialoges am Montag (24. März) im Freizeitheim Stöcken die Entwürfe des im Dezember 2013 gestarteten Wettbewerbes präsentiert. Diese waren eingeladen, sich das breite Spektrum der anonymisierten Entwürfe erläutern zu lassen. Darüber hinaus konnten sie ihre Meinungen äußern und den anwesenden Jurymitgliedern Anregungen geben.

Gestern entschied sich die Jury in einer zweiten, nicht öffentlichen Preisgerichtssitzung unter Berücksichtigung aller in der Auslobung des Wettbewerbes genannten Beurteilungskriterien für das Konzept von AllesWirdGut. "Das Projekt ist ein positives Signal für die Menschen in Stöcken. Ihr Stadtteil bekommt ein neues Zentrum, das sie mitgestalten dürfen. Das stiftet Identität und stärkt die Gemeinschaft", sagte Bodemann.

Hintergrundinformationen

Im Zuge der Aufnahme dieses Projektes in das Städtebauförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", das vom Land Niedersachsen koordiniert wird, wurden 5,1 Millionen Euro bereitgestellt, die zu je einem Drittel von Bund, Land und Kommune getragen werden. Die Abrissarbeiten am alten Freizeitheim werden voraussichtlich Mitte 2015 beginnen. Die Fertigstellung des Stadtteilzentrums ist für 2017 geplant.

Die Diskussion um die Zukunft des Freizeitheims in Stöcken geht zurück auf den hohen Sanierungsbedarf und die damit zusammenhängende drohende Schließung. Das neue Stadtteilzentrum soll an dem Standort des derzeit nur zum Teil nutzbaren Gebäudes entstehen. Damit verbunden ist die Bündelung des Freizeitheims (Stadtteilkulturarbeit) mit den noch dezentral im Stadtteil verteilten öffentlichen Einrichtungen des Vereins Soziales Netzwerk Stöcken e.V. (Leckerhaus und Stadtteilladen) unter einem Dach.