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Limmer

Wasserstadt: Einbezie­hung der Öffentlichkeit

Im Zuge der fortschreitenden Planungen der Wasserstadt Limmer erarbeitet die Stadt zurzeit ein Konzept zur frühzeitigen Einbeziehung der Öffentlichkeit.

Die übrig gebliebenen Fertigungsgebäude und der Wasserturm der Continental AG auf dem ehemaligen Werksgelände der künftigen Wasserstadt Limmer © LHH

Auch der Erhalt des als Industriedenkmal geltenden alten Gebäudekomplexes der Continental AG wird im Rahmen der Bauplanung geprüft

Damit können sich Bürgerinnen und Bürger künftig vor Ort über die Pläne informieren und an der Entwicklung des neuen Stadtquartiers beteiligen.

Planung mit Einbeziehung der Öffentlichkeit

Grundbestandteil dieses Konzeptes zur weiteren Einbeziehung der Öffentlichkeit werden drei Maßnahmen sein:

  • Informationsveranstaltungen: Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens soll jeweils im Juni und Juli dieses Jahres eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Oberbürgermeister und dem Stadtbaurat stattfinden. Hierbei sollen Gutachten zum Verkehr, Lärm, Einzelhandel, Verschattung und energetischen Konzept, aber auch konzeptionelle Überlegungen zum öffentlichen Personennahverkehr präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Zudem soll bei den Veranstaltungen auf das vertiefte städtebauliche Konzept eingegangen werden.
  • Einrichtung einer Anwaltsplanung: Mit Blick auf den fortschreitenden Planungsprozess soll eine Anwaltsplanung eingerichtet werden, um den Menschen vor Ort einerseits bei der Interessenformulierung und -aggregation zu helfen und andererseits fachlichen Rat und organisatorische Unterstützung in Verfahrensangelegenheiten anzubieten.
  • Baustellenkommunikation: Die Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH (WLEG) wird die Baustellenkommunikation übernehmen und unmittelbar am Baugebiet Vorkehrungen treffen, sodass Interessierte sich über Details des Bauprojekts informieren und aktiv vor Ort darüber diskutieren können.

Die Einbeziehung der Öffentlichkeit wird aber nicht auf das Bebauungsplanverfahren beschränkt bleiben. Ergänzend soll eine Ideenwerkstatt zu Themen wie alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung, Familien und Inklusion durch die Fachbereiche Soziales und Senioren organisiert werden. Zudem sollen die Menschen nach Bezug erster Wohnungen an der Gestaltung von öffentlichen Spielflächen beteiligt werden.

Eine vom Bezirksrat Linden-Limmer in dieser Angelegenheit geforderte Befragung hält die Verwaltung nicht für sinnvoll, denn diese wäre mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden und würde lediglich unspezifische und damit weniger aussagefähige Ergebnisse erzielen.

Hintergrundinformationen

Die Stadt Hannover hat die Planung für den ersten Bauabschnitt in enger Abstimmung mit der Wasserstadt Limmer GmbH konkretisiert. Diese entspricht der aktuellen Beschlusslage. Wesentliche Bestandteile des Konzeptes bleiben die vier großzügigen Grünflächen zwischen beiden Kanalläufen sowie die bereits im Flächennutzungsplan dargestellte Haupterschließung. Die Bebauungsabstände zum Ufer des Leineverbindungskanals wurden ebenfalls berücksichtigt.

Im ersten Bauabschnitt nördlich der Wunstorfer Straße sind rund 500 Geschosswohnungen und 50 Reihenhäuser geplant. Hochgerechnet auf das gesamte Projekt würden circa 2.000 Wohnungen gebaut (1.800 im Geschosswohnungsbau und 200 Einfamilienhäuser). Die geplante Gebäudehöhe ist zwei- bis viergeschossig. Höhergeschossige Gebäude entlang des Leineverbindungskanals sind aufgrund der attraktiven Lage gegenüber der Leineaue denkbar.

Die WLEG wird in enger Abstimmung mit der Stadt die Voraussetzungen für die weitere Erschließung schaffen und den Verkauf einzelner Baufelder vorbereiten.