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Umweltschutz mit Gewinn

Ökoprofit: Gewinnerbeitrag 2014

Mit der geplanten Ansiedlung von Bienenvölkern hat die Firma vph Gmbh & Co. KG (Hemmingen), ein Unternehmen der IGEPA Group, in der aktuellen ÖKOPROFIT-Einsteigerrunde den Preis als "Beste Maßnahme" gewonnen.

Eine Frau und fünf Männer bei der Preisverleihung zum ÖKOPROFIT-Workshop 2014 © vph Gmbh & Co. KG

Teilnehmende und Sieger des ÖKOPROFIT-Einsteiger-Workshops 2014

Das Unternehmen möchte ab kommendem Jahr mit bis zu 150.000 Bienen einen Beitrag zur Biodiversität in der Stadt leisten. Die Workshop-Teilnehmerinnen und -teilnehmer der 16 beteiligten Firmen aus der Region Hannover (und darüber hinaus) haben diese Idee als beste Maßnahme bewertet. Auf Platz zwei kam Bethel im Norden, Pflegezentrum Am Doventor (Hannover/Bremen): Die Mitarbeiterinnen sind im Rahmen der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" rund 4.500 Kilometer mit Muskelkraft gefahren, haben dabei 106.516 Kilokalorien verbraucht und 739 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) eingespart. Platz drei ging an die Nordpack GmbH aus Isernhagen für die Herstellung einer stoßdämpfenden Verpackungen, die gegenüber üblichen Ladesicherungen das Packvolumen in Lastkraftwagen um 30 Prozent erhöht und damit weniger Autofahrten notwendig machen.

Motto: "Umweltschutz mit Gewinn"

"Umweltschutz mit Gewinn" war das Motto, mit dem die 16 teilnehmenden Unternehmen aus den Branchen Papierhandel, Druckgewerbe, Logistik, Wohnungsgenossenschaft, Dienstleistung, Handel, Wirtschaftsprüfung und soziale Einrichtung im Oktober 2013 in die elfte Runde des Umweltmanagement-Programms ÖKOPROFIT Hannover zogen. Ein Jahr lang, so der Plan des Projektes, sollten alle umweltrelevanten Themen wie Energie, Abfall und Mobilität in gemeinsamen Workshops und über Einzelberatungen vor Ort durchleuchtet werden. Ergebnis der Analyse sollten praktischen Maßnahmen sein, die die Umwelt entlasten und gleichzeitig einen "Öko-Profit" erzielen. Die Unternehmen, die nach diesem Jahr auch eine externe Überprüfung bestehen, dürfen sich verdienterweise mit der Auszeichnung "ÖKOPROFIT-Betrieb Hannover" schmücken.

Zwischenbilanz am 9. Juli

Am 9. Juli haben die teilnehmenden Unternehmen Zwischenbilanz gezogen. Im gemeinsamen Workshop stellten sie diejenige Umweltschutzmaßnahme vor, deren Realisierung aus ihrer Sicht einen besonders positiven Effekt für Unternehmen und Umweltschutz hat. Die Palette der Ideen war breit gefächert: Sie reichte von der Umrüstung von Beleuchtungsanagen, der Steuerung beim Einsatz von Licht, der Reinigung von Lampen für eine höhere Lichtausbeute über Abwärmenutzung, bessere Mülltrennung, effizienteren Warentransport, Einsatz von Elektro- und Hybridautos, Aktionen zum Fahrradverkehr bis zum Erhalt der Artenvielfalt. Dieses Engagement lohnte sich für einige TeilnehmerInnen an diesem Tag doppelt: Die drei siegreichen Unternehmen erhielten neben ihrem ökologischen und wirtschafltichen Erfolg als Gewinne insgesamt zehn Eintrittskarten für den Zoo Hannover – der ebenfalls bereits ÖKOPROFIT-zertifiziert ist („Klub“-Mitglied). Insgesamt sparen alle teilnehmenden Unternehmen gemeinsam allein durch ihre „Besten Maßnahmen“ über 25.000 Euro pro Jahr und 44 Tonnen CO2 ein.

Hintergrundinformation ÖKOPROFIT

ÖKOPROFIT steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“ und ist ein Kooperationsprojekt der Landeshauptstadt, den Kommunen der Region Hannover und den ortsansässigen Unternehmen. Das Programm besteht aus zwei Teilen: aus der Einsteigerrunde (mit den aktuell 16 beteiligten Unternehmen) und dem ÖKOPROFIT-Klub. Der Klub ist ein Angebot an die Unternehmen, sich vertiefend im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zu informieren, ihre Erkenntnisse aus dem Basisprogramm zu intensivieren und bestehende Umweltmanagementsysteme zu pflegen. Während sich an der Einsteigerrunde 16 neue Betriebe beteiligen, ist der Klub im September mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in die zehnte Runde gestartet.

ÖKOPROFIT wurde vor mehr als 20 Jahren vom Umweltamt der Stadt Graz ins Leben gerufen und ist heute ein internationales Vorzeigemodell für eine erfolgreiche Kooperation zwischen lokalen Umweltbehörden und kleinen und mittleren Unternehmen. Als eine der ersten Kommunen Deutschlands hat die Landeshauptstadt Hannover 1999 – im Rahmen der lokalen Agenda 21 – das Konzept umgesetzt.

In den vergangenen 15 Jahren haben sich über 150 Unternehmen aus der Region an dem Kooperationsprogramm ÖKOPROFIT beteiligt. Dabei haben die Betriebe insgesamt 39,5 Millionen Euro Betriebskosten, 7.898 Tonnen Abfall, 567 Tonnen CO2-Emissionen, 556,3 Millionen Liter Wasserverbrauch und 385 Millionen Kilowattstunden Energieeinsatz eingespart ("Klub" und "Einsteiger" zusammen).