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Zapfenstreich auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus zur Verabschiedung der 1. Panzerdivision © LHH/Christian Burkert

Rund 1.200 Gäste nahmen am Großen Zapfenstreich vor dem Neuen Rathaus teil

Zapfenstreich

Abschied der 1. Panzerdivision

Mit einem Großen Zapfenstreich am Neuen Rathaus ist die 1. Panzerdivision der Bundeswehr am 10. Dezember aus Hannover verabschiedet worden. Die Panzerdivision war 1956 in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegründet worden.

Insgesamt 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste verfolgten das höchste militärische Zeremoniell in Anwesenheit von Bundesverteidigungsministerin auf dem Trammplatz. Im Anschluss daran hatte Oberbürgermeister Stefan Schostok die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Stadtgesellschaft zu einem Empfang ins Neue Rathaus geladen. Die 1. Panzerdivision wird im Zuge der Bundeswehrreform nach Oldenburg verlegt. 

Der Große Zapfenstreich begann nach Einbruch der Dunkelheit. Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr und das Heeresmusikkorps Hannover spielten im Rahmen der Zeremonie den "Alexandermarsch" (Marsch der 1. Panzerdivision), den "Marsch der Hannoverschen Garde du Corps" und "Alla Hornpipe" aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel.

"Hannover hat 'die Erste' geerdet"

Oberbürgermeister Schostok und Divisionskommandeur Johann Langenegger würdigten in ihren Reden das über fast sechs Jahrzehnte hinweg sehr gute Verhältnis zwischen Stadt und Bundeswehr. "Die Division selbst hat sich immer wieder nachhaltig in das  Stadtgeschehen eingebracht. Das jahrzehntelang veranstaltete 'Sommerbiwak' zählte zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in Hannover", sagte Schostok. Die Abschiedszeremonie sei deshalb auch vor das Neue Rathaus verlegt worden. "Wir möchten es als Zeichen der Verbundenheit zwischen den Angehörigen der Panzerdivision und Hannover verstehen", sagte Schostok. "Natürlich bedauern wir den Abschied! Wir hätten sie alle gern hier bei uns in Hannover behalten. Aber wir akzeptieren selbstverständlich die Entscheidung im Rahmen der Bundeswehrreform. So soll der Blick heute auch nach vorn gerichtet werden."

Bundesministerin von der Leyen sagte, Hannover habe "die Erste" als eine der ältesten Divisionsverbände der Bundeswehr "geerdet". Die Landeshauptstadt bleibe allerdings mit dem Kommando der Feldjäger ein wichtiger Standort für die Bundeswehr. Auf die 1. Panzerdivision kämen schon bald nach der Jahreswende neue Auslandseinsätze zu, in Syrien, Afghanistan oder auch in Mali. Außerdem leiste die Division wie viele anderer Bundeswehreinheiten aktuell große Unterstützung bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Deutschland.

Kröpcke-Uhr und Divisionsfindling

Divisionskommandeur General Langenegger lobte das "unaufgeregte Verhältnis" der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Hannovers zur Bundeswehr.

Die Soldaten und ihre Familien hätten sich in der Landeshauptstadt stets zu Hause gefühlt. Nun heiße es "auf nach Oldenburg". Schon kommende Woche starte die Division am neuen Standort. "Auf Wiedersehen HANNOVER, wir melden uns ab!" schloss Langenegger. Damit endete auch die seit 1983 bestehende Partnerschaft zwischen Hannover und der Panzerdivision. Zum Abschied tauschen Langenegger und der OB Erinnerungsgeschenke aus: Eine kleine Kröpcke-Uhr für den Schreibtisch des Kommandeurs, für den des Oberbürgermeisters eine Lasergravur des tonnenschweren Findlings, der bereits von seinem bisherigen Standort vor der Kurt-Schumacher-Kaserne nach Oldenburg abtransportiert worden ist.