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Ab sofort: Anni-Gondro-Pflegezentrum

Altenzentrum Eichenpark: Neue Namenspatin

Wie vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen wurde das städtische Altenzentrum Eichenpark am 13. November 2015 in "Anni-Gondro-Pflegezentrum im Eichenpark" umbenannt.

Frank Bsirske, Thomas Walter und Herbert Schmalstieg vor dem Eingang zum Anni-Gondro-Pflegezentrum im Eichenpark © LHH

Frank Bsirske, Thomas Walter und Herbert Schmalstieg (v.l.)

Damit ehrt die Stadt Hannover die Trägerin der Stadtplakette, die sich unter anderem in ihrem ehrenamtlichen Engagement mit großer Energie der Arbeit für ältere Menschen in Hannover gewidmet hat. Die Alten- und Pflegezentren lagen ihr dabei besonders am Herzen. Anni Gondro verstarb am 5. November 2014.

Im Rahmen eines Festakts im Altenzentrum wurde die Umbenennung offiziell vollzogen: Sozialdezernent Thomas Walter, Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstie und der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske enthüllten das neue Namensschild. Monika Gotzes-Karrasch, Sozialdezernentin der Stadt Langenhagen, sowie Harald Memenga, Geschäftsführer ver.di Bezirk Hannover / Leine-Weser, nahmen ebenfalls an der Feierstunde teil.

Der Wunsch nach der Umbenennung zu Ehren Anni Gondros wurde auch vom Altenzentrum Eichenpark selbst geäußert. Mit Anni Gondro wird eine weitere Persönlichkeit für ihre Verdienste für die hannoversche Alten- und Pflegearbeit durch die Benennung einer städtischen Einrichtung gewürdigt – von Hannie N. Heineman über Margot Engelke bis zu Klaus Bahlsen.

Über Anni Gondro

Anni Gondro (24. August 1919 – 5. November 2014) begann bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich gewerkschaftlich zu engagieren und sich für die Rechte insbesondere der Arbeitnehmerinnen einzusetzen. 1953 wurde sie erste ehrenamtliche Arbeitsrichterin am Amtsgericht Bremen. 

Seit 1957 lebte Gondro in Hannover. Als Beschäftigte der Landesversicherungsanstalt engagierte sie sich für die Gewerkschaft ÖTV. In der Folgezeit wurde sie Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der LVA. In der ÖTV übernahm sie Ämter auf verschiedenen Ebenen und wurde unter anderem Mitglied der Großen Tarifkommission für den Öffentlichen Dienst. Gondro war über 65 Jahre Mitglied und Funktionärin der ÖTV, später der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Sie war deren älteste Gründungsdelegierte.

Nach Eintritt in das Rentenalter gründete sie den gewerkschaftlichen Arbeitskreis "Altenpolitik sozial gestalten" und gewann den damaligen Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, später seinen Nachfolger Stephan Weil für die Schirmherrschaft.

1981 erhielt Gondro das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1997 den Niedersächsischen Verdienstorden 1. Klasse und 2001 für die Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover die Stadtplakette Hannover.

Geschichte des Altenzentrums

Das "Altenzentrum Eichenpark" in Langenhagen steht auf einem Gelände, auf dem seit über 150 Jahren Pflegeeinrichtungen betrieben werden. 1938 übernahm die Stadt Hannover die Trägerschaft. Die Einrichtung war das zentrale Pflegeheim für hilfs- und pflegebedürftige Personen. Es war in ein Alten- und Pflegeheim mit einer Abteilung für "Geistesschwache" (insgesamt ca. 830 Betten) und eine Spezialeinrichtung für Nervenkranke aufgeteilt. Eine unbekannte Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner wurde in nationalsozialistischen Vernichtungslagern getötet.

1979 wurde das Haus "Sonneneck" mit 192 Pflegeplätzen eröffnet. Die jetzt in "Altenzentrum Eichenpark" umbenannte Einrichtung verfügte über 605 Pflegeplätze in verschiedenen Häusern auf dem Klinikgelände. In den Neunziger Jahren wurden die alten Gebäude sukzessive aufgegeben. Erhalten blieb nur das Haus "Sonneneck".

Die städtischen Alten- und Pflegezentren

Seit 2006 gehört das "Altenzentrum Eichenpark" mit dem Pflegezentrum Herta-Meyer-Haus, dem Pflegezentrum Heinemanhof, dem Seniorenzentrum Willy-Platz-Heim, dem Margot-Engelke-Zentrum mit Hausgemeinschaften Devrientstraße (ehemals Altenzentrum Geibelstraße mit Außenstelle Pflegeheim Stadionbrücke) und dem Klaus-Bahlsen-Haus zum Betrieb "Städtische Alten- und Pflegezentren".