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Landeshauptstadt Hannover

Energiespar-Schulen ausgezeichnet

Energiesparen zahlt sich aus: Mit einer Leistungsprämie in Höhe von jeweils 750 bis 3.000 Euro belohnt der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt 25 hannoversche Schulen, die sich durch besonders energie- und klimaschutzbewusstes Engagement auszeichnen. Die Käthe-Kollwitz-Schule, die IGS Roderbruch, die Grundschule Beuthener Straße und die IGS Stöcken belegen die ersten vier Plätze im diesjährigen Wettbewerb, der zum zweiten Mal ausgetragen wurde.

Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Energiespar-Schulen auf der Rathaustreppe © LHH

Gruppenfoto auf der Rathaustreppe: Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Schulen

"Ich bin beeindruckt, auf welch vielfältige und konsequente Weise sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulhausmeister beim Energiesparen und Klimaschutz engagieren. Entscheidend ist der Schritt vom Wissen zum Handeln. Genau den setzen viele Schulen ganz praktisch um. Das ist Lernen fürs Leben im besten Sinne", zeigte sich Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, begeistert.

Über alle Jahrgangsstufen hinweg: Platz 1 und 2

Den ersten und zweiten Platz des Wettbewerbs erreichten die Käthe-Kollwitz-Schule (Gymnasium) und die IGS Roderbruch – zwei Energiesparschulen der "ersten Stunde". Beide überzeugten die Jury durch ihren handlungsorientierten Ansatz und die – über alle Jahrgangsstufen hinweg – systematisch ineinandergreifenden Lerninhalte und Projekte. Einzigartig dabei ist das langjährige Partnerschaftsprojekt der Käthe-Kollwitz-Schule mit den Ureinwohnern der Erdölfördergebiete Ecuadors: Durch persönliche Begegnung macht es die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen fossiler Energienutzung konkret erfahrbar.

Engagement nach innen und nach außen: Platz 3 und 4

Erneut punkten konnte der Vorjahressieger: Die Grundschule Beuthener Straße kam diesmal auf Platz drei. Sie entwickelte ihr Energiespar-Engagement konsequent weiter, sowohl an der Schule, wo Energiespardetektivinnen und -detektive aktiv sind, als auch in der Öffentlichkeit, die sie etwa durch Plakate am Schulzaun mit Energiespartipps versorgt. Platz vier ging an die IGS Stöcken – der Lohn für die besonders anschauliche, am Alltagsleben der Schülerinnen und Schüler orientierte Vermittlung energie- und ressourcensparenden Verhaltens.

Das GSE-Energiesparprojekt

Die Leistungsprämie wird als zusätzlicher Ansporn im Rahmen des Projekts "Gruppe schulinternes Energiemanagement (GSE) – Hannovers Schulen sparen Energie" vergeben, mit dem die Stadt seit 1994 das Thema Energiesparen an Hannovers Schulen fördert. Das Prinzip: Gemeinsam achten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulhausmeister, unterstützt von Energieexperten, auf einen effizienten Umgang mit Energie im Schulalltag. Dafür erhalten sie einen "Basis-Bonus" von zwei Euro pro Schülerin/Schüler und Jahr. 90 Prozent der Schulen machen regelmäßig mit und vermeiden so pro Jahr rund 650.000 Euro Energiekosten und 2.300 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß.

Leistungsprämie

Die Teilnahme am GSE-Projekt ist Voraussetzung, um sich auf eine Leistungsprämie zu bewerben. 30 Schulen haben diesmal einen Beitrag eingereicht. Angesichts der unterschiedlichen Schulformen und der vielen guten Beispiele setzt die Stadtverwaltung auf eine breite Streuung der Prämien. So gibt es neben den vier Hauptpreisen in Höhe von 3.000, 2.500, 2.000 und 1.500 Euro weitere 21 Preise über je 750 Euro.

Für alle, die diesmal nicht prämiert wurden, gilt: Dranbleiben lohnt sich, Kontinuität ist wichtiger als Exklusivität. "Nur wenn das Energiesparen im Schulalltag gelebt wird, sind darüber hinausgehende Aktionen und Aktivitäten sinnvoll. Spektakuläre 'Eintagsfliegen‘'bewirken auf Dauer wenig", ist sich Jury-Mitglied Prof. Gerd Michelsen sicher.

Jury-Mitglieder

  • Prof. Dr. Gerd Michelsen, Seniorprofessor für Nachhaltigkeitsforschung an der Leuphana-Universität Lüneburg
  • Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover
  • Anne Huse, proKlima enercity-Fonds
  • Dr. Regine Leo, LHH, Leiterin des Schulbiologiezentrums Hannover
  • Arno Mühlenhaupt, langjähriger Leiter des Schul-LAB der IGS Mühlenberg (seit 2015 im Ruhestand)
  • Regine Bethke-Wittke, Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement
  • Udo Büsing, Landeshauptstadt Hannover, Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro